quo vadis?

Trends – wohin geht’s?

Trends zu propagieren ist so eine Sache. Was jedoch möglich ist, die sich verstärkenden Trends zu erkennen und Richtungen aufzuzeigen, die oftmals unbemerkt schon begonnen haben und sich auffällig verstärken. Daraus kann ein Bild abgeleitet werden, wie sich in 20-30 Jahren unsere Welt verändert haben könnte.

Die Pandemie machte so manches im Untergrund gärendes sichtbar. Die Luft wurde plötzlich wieder sauber, Tiere wurden wieder gesichtet, die Natur erholte sich. Wie ein heilender Balsam wirkte die Ruhepause – auch für so manchen von uns. Deutlicher denn je, wird uns klar, wo und wie wir uns in eine falsche Richtung entwickelten. In dieser Pause konzentrierten wir uns wieder auf das, was wirklich wichtig ist, auch wenn wir noch etwas hilflos dastehen, und wir versuchen unsere Angst und Sorge wegzudiskutieren.

Made by humans

Der wichtigste Trend hat begonnen und wird sich noch verstärken: Er heißt Kreativität (siehe aus mehr Kreativität oder Natur und Kreativität). Denn wir brauchen Ideenreichtum für neue Wege, radikale Entscheidungen und für die Transformation, die vor uns liegt. Wir brauchen Ideen, wie wir uns ändern können.

Die fest verwachsenen Strukturen vernichten die großen Unternehmen. Gerade hier wäre ein Umdenken überfällig. Einer der Gründe, dass vermehrt neue Familienunternehmen entstehen. Denn Menschen wollen zunehmend anders arbeiten. Dahinter ist ein klares Ziel formulierbar: a culture by nature. Die Pandemie verstärkte den sanften Trend aufs Land zu ziehen. Raus in die Natur,  Bäume umarmen, die Wälder wieder spüren und mit Homeoffice weiterarbeiten. Zum Selbstversorger aufsteigen, ohne auszusteigen. Stille genießen. Mit Meditation und Yoga.
Dabei wird das Wohnen neu reguliert: Manche behaupten, dass das Schlafzimmer wandele sich in einen digitalen Raum, ich behaupte das Gegenteil. Die wirkliche Ruhe wird gesucht, abgeschirmt von der Arbeit und digitalen Geräten. Fest steht jedoch, dass eine große Küche Treffpunkt mit Platz zum Arbeiten wird – was braucht man auch mehr? Die Küche als Wohnzimmer verfestigt sich, fast wie in alten Zeiten. Die Gute Stube entfällt.

Das Alte ist wieder neu

Überhaupt kommt viel Altes als neu zurück. Im Handwerk ebenso wie in Techniken. Made by humans. Unperfektionismus ist der neue Perfektionismus. Naturmaterialien sind en vogue und werden für vielseitige Experimente genutzt. Es wird wieder gesammelt und liebgewonnene Gegenstände umgeben uns. Sprich, der Trend geht zur Achtsamkeit im Umgang mit Produkten, die ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Der Wandel lässt den gierigen Trieb nach Innovation in etwas Ruhiges und natürliches übergehen. Nachhaltig und lokal, versteht sich.

Eine der wichtigsten Fragen heute betrifft die Mobilität. Weiterhin mit gutem Gewissen Autofahren, nur eben im E-Auto? Oder wird sich das E-Auto schnell überholen? Wird die deutsche Automobilindustrie überleben oder ihre Vorreiterrolle verlieren? Ist die vollständige Fokussierung auf Elektro zukunftsorientiert oder doch eher der Wasserstoff, der in China groß erforscht wird? Wer gewinnt? Europa oder die aufsteigende Macht im Osten? Auch hier gehen die Meinungen auseinander. Klar ist allerdings, dass die öffentlichen Verkehrsmittel ausgebaut werden. Insbesondere Züge ändern sich in Workstations, in Ruheräume und Treffpunkte (siehe dreaming the future). Das Reisen wird wieder zum Reisen, schon weil wir weniger unterwegs sind als bisher. Private Autos? Fehlanzeige. Car sharing ist in den grünen Innenstädten das einzig mögliche. Der Unterschied zwischen Stadt und Land verringert sich.

The way of life

Eine große Veränderung ergibt sich aus dem zunehmenden Trend, der sich in der Pandemie offen legte: Väter werden Väter. Bewusste, liebevolle und anwesende Väter. Väter, die sich für ihre Lieben entscheiden. Sie bekochen ihre Familie, machen Schularbeiten mit ihren Kindern und spielen mit den Kleinsten. Männer entdecken ihre sanfte Seite. Das ist der größte Wandel, denn mit dem veränderten Männerbild wird Gleichberechtigung Normalität. Aber noch schöner ist die Logik, dass Kriege mit sanften Kriegern nicht mehr durchführbar werden.

Back to the future

Back to the future heißt es auch für die Psyche der Gesellschaft. Wir gehen über die Religionen hinaus und werden unsere ureigene Natur wieder entdecken. Hilfe bekommen wir von der Weisheit der Indigenen Völker, von alten und neuen Weisheitslehrer*innen vereint mit dem Wissen aus der Naturwissenschaft. Ein Wiedererlernen unseres Seins inmitten einer belebten und unbelebten Natur. Für das Design heißt es dann: form follows nature.

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