Natur

Natur und Kreativität

Derzeitig scheint sich alles um diese beiden Wörter zu drehen. Mitunter fällt noch das Wort Innovation oder Klimawandel. Überall wird der Frage nach gegangen, wie wollen wir leben? Zahlreiche Utopien sprießen aus dem Boden. Architekten begrünen ihre Hausfassaden – belassen aber den Stahlbeton hinter dem Grün. E-Mobility wird beworben und gefördert – obwohl neue Landschaften für die notwendigen Materialien verwüstet werden. Produkte aus Holz loben sich selbst, sie seien aus nachwachsenden Rohstoffe, also Teil der Kreislaufwirtschaft – obwohl dafür Bäume gefällt werden müssen.

Mir erscheinen diese zahlreichen Beiträge als zu oberflächlich. Viele davon sind nicht wirklich neu, wobei man zugeben muss, dass das Thema selbst ebenfalls nicht neu ist. Als Designerin geht es mir um Klarheit und immer um das Wesentliche – erst muss die Aufgabe in ihrer Tiefe verstanden werden. Dann kann die Lösungssuche beginnen.

Grundsätzlich gibt es für mich zwei grundlegende Aspekte zu beachten:

1. Die sterbende Artenvielfalt ist das Hauptproblem des Menschen, weniger der Klimawandel.

Täglich sterben ca. 150 Tierarten. Seit den 70er Jahren sind 70%der Wirbeltiere ausgestorben. Unsere Monokulturen werden immer anfälliger. Mit jedem Verlust wird das Öko-System schwächer – und wir als Menschheit. Hier zeigt sich, vor welchem Problem wir wirklich stehen: wir befinden uns bereits mitten in einer globalen Ökokrise. Der Klimawandel ist eines der Themen innerhalb dieser Krise. Das muss uns bewusst sein. Die gute Nachricht in der schlechten: die Populationsforschung prognostiziert einen baldigen Knick in dem Bevölkerungswachstum. Es geht wieder rückwärts.

2. Die Erneuerung, die Transformation, das Umdenken, wie immer man es nennt, fängt bei jedem  und jeder Einzelnen an.

Jede und jeder muss seinen Teil beitragen. Weniger Verpackung, kein Online-Handel (hier werden für die Versandpackung unsere und norwegische Bäume gefällt), bewussteres Essen, recycelbare Produkte sind durchaus sinnvolle Maßnahmen. Und doch, das Umdenken fängt in unserem Inneren an. Wenn wir uns die Vermüllung unserer Städte, die gerade nach der Lock-Down-Phase exorbitant ins Auge sticht, anschauen, sehen wir, wie wenig Respekt – noch weniger Liebe – für ein bisschen Natur noch vorhanden ist. Hierin zeigt sich, wie der Mensch zu sich selbst steht.
Dieses Umdenken, was nichts anderes ist, als die Verbindung zu sich selbst als Teil der Natur (wieder) zu erleben, geht nur mit Verständnis, mit einer Selbstreflexion und einem ständigen mentalen Training.

Erst dann sind zukunftsweisende Lösungen und Innovationen möglich. Hiermit werden sich die Marken von morgen herauskristallisieren.

Interessiert? Wir begleiten Sie auf dem Weg der Transformation! Mit Workshops, Vorträgen und Kreativ-Coachings. In dem Creative Cultural Change unter Beachtung natürlicher Gestaltungsprinzipien.
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