Gutes Design

10 Thesen Gutes Design

Bei den 10 Thesen für gutes Design fällt meist der Name Dieter Rams. Weniger bekannt ist, dass die ursprünglichen 10 Thesen von Dr. Fritz Eichler, Vorstand Gestaltung der braun AG bereits in 1972/1973 verfasst wurden. Man könnte vermuten, dass der plötzliche Tod des Architekten und Designers Hans Gugelot 1965, der für braun die Formensprache in den Produkten verantwortete, Anlass war, die eigene Designphilosophie in Worte zusammenzufassen. Wenig ist den Punkten hinzuzufügen und im Original klarer als so mancher Versuch, diese umzuformulieren. Hier das vollständige Original als pfd 10 thesen gutes design zum download.

 

Die Voraussetzung für gutes Design ist ein klares Unternehmenskonzept, in dem Design als Aufgabe des gesamten Unternehmens definiert ist.

  1. Die Einheitlichkeit: Design orientiert sich nicht an starren Regeln, sondern an den Zielen und Gegebenheiten, die eine Aufgabe an sie stellt

  2. Die Funktion: Der Gebrauch ist für uns Ausgangspunkt und Ziel jeder Gestaltung.

  3. Die Ordnung: Jede Gestaltung ist für uns erst brauchbar, wenn sie eine durchdachte Ordnung hat.

  4. Die Ergonomie: Formgestaltung wird für Menschen gemacht und muss auf die Kräfte, die Maße, die Sinne des Menschen abgestimmt sein.

  5. Die Einfachheit: Gutes Design heißt möglichst wenig Design.

  6. Die Ausgewogenheit: Design bringt alle einzelnen Elemente in die richtigen Proportionen.

  7. Die Sorgfalt: Für Designer*innen gibt es keine Nebensächlichkeiten.

  8. Der Ausdruck: Gutes Design ist Ausdruck hoher Qualität, fortschrittlicher Technik und neuartiger Gebrauchseigenschaften

  9. Die Innovation: Design geht neue Wege, weil es sich an der Entwicklung der Technik und den Änderungen des Verhaltens der Menschen orientiert.

  10. Die Zusammengehörigkeit: Design stellt die Dinge in den Zusammenhang eines sinnvollen Programms.