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	<title>Ästhetik &#8211; designkunst</title>
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	<title>Ästhetik &#8211; designkunst</title>
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		<title>Rezensionen formatio naturalis</title>
		<link>https://designkunst.com/rezensionen-formatio-naturalis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2023 08:16:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[done by designkunst]]></category>
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					<description><![CDATA[Feedback von Leserinnen und Lesern Wunderbares Feedback erreichte mich von begeisterten Leser:innen. Das muss ich einfach teilen! Wenn Sie auch gerne Ihre Feedback mir schicken&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Feedback von Leserinnen und Lesern</h2>
<p>Wunderbares Feedback erreichte mich von begeisterten Leser:innen. Das muss ich einfach teilen! Wenn Sie auch gerne Ihre Feedback mir schicken wollen, werde ich es ebenfalls gerne veröffentlichen – natürlich nur mit Ihrer Zustimmung! Sie haben mein Buch <a href="https://keaedition-verlag.com/" target="_blank" rel="noopener"><em>formatio naturalis</em></a> noch nicht bestellt? Dann können Sie das <a href="https://keaedition-verlag.com/kontakt/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a> sofort nachholen! Vergessen Sie bitte nicht, Ihre vollständige Adresse anzugeben und die Anzahl der Bücher, die Sie zugesandt bekommen wollen!</p>
<p><em>»Nach 15 Minuten Versinken, Lesen, neugierigem Blättern folgt jetzt ganz herzlich ein wunderbares Wouuuuuh”. Mutig, facettenreich, elegant und kreativ hat sich Sybs Bauer einem großen Thema gestellt: Chapeau!«</em></p>
<h6>Dr. Walter Taud</h6>
<p><em>»Wie es sich für ein Sachbuch gehört: Sauber gegliedert und verständlich aufgebaut. Da die Autorin sich dem Thema umfassend und interdisziplinär nähert, bleibt einem die Wahl, Bereiche, die einem vertraut sind, zu überspringen und sich den noch unbekannten zu widmen. Damit steht das Buch in der guten Tradition der Enzyklopädisten, geeignet für Laien und Spezialisten zugleich. Hochwertig, professionell und gefällig, dem Thema gerecht</em>.«</p>
<h6>Timo Piecha</h6>
<p><em>»Sehr ansprechend und es macht richtig Spaß, darin zu blättern. Für die vielen verschiedenen Elemente haben Sie eine wundervolle Form gefunden, es wirkt gar nicht überladen, im Gegenteil weht da eine Leichtigkeit durch die Seiten und Ihre Illustrationen finde ich ganz zauberhaft.«</em></p>
<h6>Cornelia Adomeit</h6>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Osterfest</title>
		<link>https://designkunst.com/osterfest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2022 08:57:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
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					<description><![CDATA[Frohe Ostern oder ein strahlendes Lichtfest Es war die Taufe während der Morgenröte, die im Mittelalter zu der Bezeichnung &#8222;Ostern&#8220; führte, abgeleitet aus der Himmelsrichtung&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Frohe Ostern oder ein strahlendes Lichtfest</h3>
<p>Es war die Taufe während der Morgenröte, die im Mittelalter zu der Bezeichnung &#8222;Ostern&#8220; führte, abgeleitet aus der Himmelsrichtung der aufgehenden Sonne (althochdeutsch &#8222;ostarun&#8220;). Zu Beginn des Frühlings, an Ostern, siegt die Sonne über die Dunkelheit des Winters; sie siegt über die Hoffnungslosigkeit und die Verzweiflung, über den Hass und den Tod. Die Sonne steht für die Hoffnung des Lichts in unserer Leben, die Hoffnung gegen alles, was uns immer wieder zu Boden drückt und unser Leben erschwert.</p>
<p>Ostern als Lichtfest ist das zentrale Fest des christlichen Glaubens – und textlich am stärksten umstritten, und doch ist es weit älter: Als heidnisches Frühlingsfest flammten schon große Osterfeuer zu Ehren der Lichtgöttin &#8222;Eostrae&#8220;, verantwortlich für das Erwachen im Frühling.</p>
<p>Die traditionellen Osterfeuer in Hamburg stehen derzeitig im Fokus der Umweltschädlichkeit, obwohl gerade in diesem Jahr der Sieg über die dunklen Mächte besonders herbeigesehnt wird. Es scheint, wir sollten dringendst unsere Angst, Hass und Rachegefühle in das Feuer werfen und, ganz traditionell, wieder Gebete zur Lichtgöttin aufnehmen! Das geht auch ganz im Geheimen.</p>
<p>Mit dem Licht kehrt das Leben zurück.<br />
Das Ende wird der neue Anfang.</p>
<p>designkunst wünscht allen Leser*innen, dass alle dunklen Gedanken im Feuer verbrennen und neue voller Zuversicht erblühen dürfen!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>10 Thesen für gute Designer*innen</title>
		<link>https://designkunst.com/10-thesen-fuer-gute-designerinnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2020 12:35:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Industriedesign]]></category>
		<category><![CDATA[10 Thesen]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[creative cultural change]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Designer*innen]]></category>
		<category><![CDATA[gute Designerin]]></category>
		<category><![CDATA[markenentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[Gute Designerin Gutes Design wird von guten Designer*innen gemacht – und von guten Auftraggeber*innen. Beides wird oft unterschätzt. Nicht jede Designer*in liefert gutes Design, das&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Gute Designerin</h2>
<p>Gutes Design wird von guten Designer*innen gemacht – und von guten Auftraggeber*innen.<br />
Beides wird oft unterschätzt. Nicht jede Designer*in liefert gutes Design, das muss ehrlicherweise erwähnt werden. Fehlt jedoch den Managern in der Entscheidungsebene das Verständnis für Design wird es ebenfalls schwierig. Aber wenn die Entscheider kein Verständnis für Design haben, wird es auch schwierig. Doch woran erkennt man einen guten Designer/eine gute Designerin? Eine fundierte Ausbildung (Studium) und Erfahrung sind offensichtlich erkennbare Kriterien. Vielseitigkeit ist ein weiteres, denn diese zeigt deutlich, ob und wie sich Ihr zukünftiger Partner auf verschiedene Aufgaben einlassen kann und offen für neue Themen ist. Anhand der <a href="https://designkunst.com/gutes-design/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">10 Thesen für gutes Produktdesign, die meist Dieter Rams</a> zugeschrieben werden, deren Urheber aber <a href="https://designkunst.com/10-thesen-gutes-design/" target="_blank" rel="noopener">Dr. Fritz Eichler</a> ist, lässt sich auch der Mensch dahinter einschätzen und erkennen. Übrigens: Alle Punkte bereichern Ihr Unternehmen – aber nicht alle sind immer leicht verdaulich.</p>
<p>Erwähnt werden muss auch, dass für eine fruchtbare Zusammenarbeit ein hohes Maß an Offenheit und Vertrauen auf beiden Seiten notwendig ist. Kein blindes Vertrauen, sondern ein Vertrauen, wie Sie es auch Ihrem Arzt, Ihrem Anwalt oder Ihrem Steuerberater entgegenbringen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Sie als Auftraggeber mitarbeiten, denn Ihre Expertise, Ihre Erfahrung und Ihre Inhalte sind wichtige Bausteine für gutes Design.</p>
<p>Gutes Design ist immer das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>Gute Designer*innen sind neugierig und vielseitig</em></h4>
<p>Die Möglichkeiten für Ideen sind endlos. Gute Designer*innen wissen das; sie sind offen und neugierig auf alles Neue. Sie sind vielseitig, hören gut zu und stellen Fragen, um Sie und Ihr Problem zu verstehen. Gestaltung ist für gute Designer*innen kein Selbstzweck.</p>
<h4><em>Gute Designer*innen fokussieren sich auf Ihre Kunden</em></h4>
<p>Jedes Produkt, jede Webpage und jede Dienstleistung will aktiv genutzt werden. Die Funktionen müssen erfüllt werden – Primärfunktionen ebenso wie psychologische und ästhetische Funktionen. Gute Designer*innen fokussieren sich immer auf die Nutzung und setzen sich für diesen Weg ein. Und natürlich berücksichtigen sie dabei die Kosten, Ihr Unternehmen und Sie als Auftraggeber.</p>
<h4><em>Gute Designer*innen lieben Schönheit</em></h4>
<p>Das Schöne bereichert unser Leben. Ästhetisch hochwertige Produkte werden mit Achtsamkeit und Freude genutzt. Gute Designer*innen gestalten mit dieser Achtsamkeit und Freude und bringen diese Qualitäten in die Zusammenarbeit ein. Das bereichert Ihr Team und langfristig Ihr gesamtes Unternehmen. Denn schön kann nur sein, was gut gemacht ist, und gut machen kann man nur, wenn man mit Freude dabei ist. Ergo, gute Designer*innen lieben ihren Job.</p>
<h4><em>Gute Designer*innen verstehen Ihr Produkt</em></h4>
<p>Produkte müssen klar, verständlich und selbsterklärend sein. Gute Designer*innen bohren nach, suchen nach der sinnvollen Struktur und vereinfachen diese auf das Wesentliche; manchmal müssen viele Fragen beantwortet werden. Gute Designer*innen bringen Ihr Produkt oder Ihr Unternehmen zum Sprechen. Das braucht Zeit und Raum in der Entwicklung.</p>
<h4><em>Gute Designer*innen sind ehrlich</em></h4>
<p>Ehrlichkeit in der Zusammenarbeit ist unabdingbar, wenn es Ihnen wirklich um ein gutes Produkt oder eine gute Marke geht. Gute Designer*innen sind keine Handlanger, die persönliche Vorlieben umsetzen, sondern das Sprachrohr Ihrer Kunden und der Schönheit. Das Vertrauen als Basis für diese Ehrlichkeit bringen Sie als Kunde mit. Ehrliche Produkte können nur von ehrlichen Designer*innen (und Auftraggeber*innen) gemacht werden.</p>
<h4><em>Gute Designer*innen dienen</em></h4>
<p>Design ist eine Dienstleistung. Gute Designer*innen dienen dem Produkt und der Marke – und immer auch dem Endkunden, der Ästhetik und der Natur. Gute Designer*innen sind selbst neutral. Sie nehmen sich zurück, um der Aufgabe Raum zu geben. Selbstverwirklichung suchen sie in anderen Bereichen, aber nicht im Gestalten für Sie als Auftraggeber.</p>
<h4><em>Gute Designer*innen sind verantwortungsvoll</em></h4>
<p>Verantwortlich mit der Aufgabe umzugehen, bedeutet für einen Designer immer, zwischen zwei Stühlen zu sitzen. Auf dem einen Stuhl sitzen Sie als Auftraggeber, auf dem anderen Ihre Kunden. Manchmal sind es sogar noch mehr Stühle, wenn zum Beispiel in Ihrem Unternehmen Uneinigkeit zwischen Vertrieb, Marketing und Konstruktion herrscht. Design verbindet. Gute Designer*innen nehmen diese Verantwortung an und suchen immer die Einheit, das Verbindende, die Ganzheitlichkeit.</p>
<h4><em>Gute Designer*innen sind holistisch und konsequent bis ins letzte Detail</em></h4>
<p>Ganzheitlich und mit Liebe zum Detail. Nichts wird der Willkür überlassen. Präzise und gründlich auch in der Arbeitsweise. Und natürlich pünktlich und zuverlässig. Das ist Ausdruck des Respekts Ihnen als Auftraggeber gegenüber und spiegelt sich im Ergebnis für Ihre Kunden wider. Selbstverständlich sind Sie als Auftraggeber auch respektvoll gegenüber Ihrem Partner.</p>
<h4><em>Gute Designer*innen denken langfristig</em></h4>
<p>Nachhaltiges Design ist zeitloses Design. Sie spart Ressourcen, minimiert den Materialaufwand und die Kosten. Das nennt man heute ökologisch und nachhaltig. Das oft zitierte &#8222;Weniger ist mehr&#8220; zeigt sich hier besonders.</p>
<h4><em>Gute Designer*innen reduzieren</em></h4>
<p>So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Immer die Konzentration auf das Wesentliche. Zurück zum Reinen, zum Einfachen – auch und gerade in der Zusammenarbeit. Zuhören, klare Fragen, klare Antworten, weniger Blabla. Das bringt nicht nur Schnelligkeit und Klarheit in Ihr Team, sondern macht auch allen Beteiligten mehr Spaß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie wollen Ihr Unternehmen mit gutem Design bereichern? Dann rufen Sie mich an unter 040 22369 0894</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Osterblüte</title>
		<link>https://designkunst.com/osterbluete/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2020 08:22:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[leadership]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[schönheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach der 40-tägigen Fastenzeit – in 2020 heißt Fastenzeit eher Quarantäne – feiern wir das wichtigste Fest des Christentums: die Auferstehung. Allerdings ist Ostern weit&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der 40-tägigen Fastenzeit – in 2020 heißt Fastenzeit eher Quarantäne – feiern wir das wichtigste Fest des Christentums: die Auferstehung. Allerdings ist Ostern weit älter als die christliche Kirche, denn schon zu heidnischen Zeiten wurde zu Ehren der germanischen Lichtgöttin ‚Eostrae‘ ihr Sieg über die Dunkelheit des Winters zelebriert. Das Licht ist Hoffnungsgeber – übrigens in allen Religionen – und Ostern ist der Siegeszug über die Hoffnungslosigkeit und die Verzweiflung, über den Hass und den Tod und trägt die Hoffnung zur Besserung gegen alles, was uns immer wieder zu Boden drückt. Mit Ostern wird das Ende der neue Anfang.</p>
<p>Mit dem Licht erwacht die Natur um uns zu neuem Leben – und nichts hält sie auf. Sie gibt sich voll und schenkt sich sich selbst. Keine Blüte hält sich zurück, kein Wachstum bleibt stehen und kein Balztanz verschoben. Kein Baum stoppt vor lauter Angst vor der Zukunft seine jungen Triebe, die sich mit aller Kraft entfalten wollen.</p>
<p>Nicht nur, aber gerade in schwierigen Zeiten ist jeder Baum, jede Pflanze und jedes Entenpaar wundervolle und perfekte Vorbilder für den Menschen. Sie erinnern uns an unsere Heimat, die Natur. Denn der Mensch ist nicht getrennt, sondern ist Teil derselben. Diese (gefühlte) Erkenntnis ist großartig, denn sie ermächtigt uns, die gleichen Fähigkeiten in uns zu entdecken; die gleiche Lebendigkeit im Hier und Jetzt zu sein, und das gleiche Streben nach dem Aufblühen wie die Apfelbäume im Alten Land.</p>
<p>Sich selbst in der eigenen strahlenden Blüte an die Welt verschenken, was gibt es Schöneres?</p>
<p>designkunst wünscht allen Leserinnen und Lesern, dass alle dunklen Gedanken im Licht verblassen und neue voller Zuversicht erblühen.<br />
Frohe Ostern und bleiben Sie gesund!</p>
<h6>*Bild: © Composition mit &#8222;Pink Lady&#8220;, Sybs Bauer 2019</h6>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ästhetik</title>
		<link>https://designkunst.com/aesthetik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jan 2020 11:36:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Diskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[schönheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf Grund des vorigen Artikels beauty &#38; the beast will ich nochmals auf die zwei Beiträge über Schönheit &#8211; meine Leidenschaft I und Schönheit meine&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Grund des vorigen Artikels <a href="https://designkunst.com/beautyandthebeast" target="_blank" rel="noopener">beauty &amp; the beast </a>will ich nochmals auf die zwei Beiträge über <a href="https://designkunst.com/schoenheit-meine-leidenschaft-i/" target="_blank" rel="noopener">Schönheit &#8211; meine Leidenschaft I</a> und <a href="https://designkunst.com/schoenheit-meine-leidenschaft-ii/" target="_blank" rel="noopener">Schönheit meine Leidenschaft II</a> (beide aus 2007) verweisen und diese mit dem folgenden Versuch einer Definition über Ästhetik aus meiner <a href="https://designkunst.com/es-ist-nie-zu-spaet" target="_blank" rel="noopener">Dissertation</a> ergänzen.</p>
<p>Ästhetik leitet sich aus dem altgriechischen Wort <em>aisthesis</em> ab, welches Wahrnehmung, Empfindung bedeutet. Das Substantiv entstammt aus dem Verb <em>aisthanesthai</em>, das fühlen, wahrnehmen, der Wahrnehmung fähig, empfinden, merken, verstehen, einsehen, Einsicht haben in sich trägt. Im Substantiv stehen die Bedeutungen Gefühl, Wahrnehmung, Empfinden, Sinneswerkzeug, Empfindungsvermögen, Erkenntnis, Begreifen und Verständnis hinter dem Begriff.</p>
<p>Für Platon (427–347 v. Chr.) stand die Nachahmung der Schönheit im Vordergrund, um diese zu verinnerlichen. Er bildete eine Stufenleiter von „der leiblichen Schönheit über die seelische Schönheit zu den schönen Tätigkeiten (aktives Tun), weiter zu den schönen Erkenntnissen (Wissenschaft) bis zum Schönen an sich“.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Mit Nachahmung ist jedoch nicht die getreue Wiedergabe einer Form oder die Kopie gemeint, sondern innerhalb der Stufenleitung die Haltung des Schönen zu erlernen und in eine selbstständige Handlungsweise einzubetten. Das bedarf einer Läuterung und Reinigung, denn nur in der künstlerischen Ekstase, in der Inspiration, kann es gelingen, die ursprüngliche Wirklichkeit der Ideen – und Gott – nahezukommen. Das Ziel ist ein ästhetisches, intellektuelles und ethisches Maximum.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> Dabei wird die Idee des Schönen mit der Idee des Guten zu einer Weisheitslehre verbunden. Schönheit ist das beständig Seiende, ewig und unvergänglich, und frei von Vergleichbarkeit. Schön ist in sich rein und immer nur es selbst. Schön ist die Liebe in ihrer reinen und wahren Form, denn nur sie enthält die Erkenntnis für das unvergleichbare Wahre und Ewige. Das Urschöne ist die wahre Liebe, ist das Göttlich-Schöne. Für Platon zeigt sich in der Suche nach dem Guten das Schöne: <em>„’Der Schönheit allein ist dies zuteil geworden, daß [sic!] sie das am meisten Hervorleuchtende (ekphanestaton) und Liebenswerte ist’.“</em><a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a> Platon greift hier inhaltlich auf den griechischen Dichter Pindar zurück, der dies poetischer formulierte:</p>
<p><em>„Was von Natur kommt, ist voller Kraft [&#8230;] Doch alles, was ohne Gottheit geschieht, wird durch das Verschweigen nicht schlechter [&#8230;] Angeborener Wert ist&#8217;s, der hohes Gewicht leiht. Wer nur Gelerntes kann, ein dunkler Mann, denkt auf dieses, auf jenes er bald, geht nie sicheren Fußes, versucht sich an tausend Leistungen nur mit ziellosem Sinn.“<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a></em></p>
<p>Sokrates, Platon und Aristoteles vereint der Glaube an universelle und zeitlose Kriterien für eine Bewertung von Schönheit, wobei schön ausschließlich das Ur-Schöne, das Göttliche, frei von jeglicher Vergleichbarkeit ist.</p>
<p>Der deutsche Philosoph Alexander Gottlieb Baumgarten (*1714–1762) gilt als der Begründer der ästhetischen Bildung als eigene Wissenschaft, und er beschreibt in seinem Werk <em>Aesthetica</em> (1790) seine Lehre von den angewandten Gesetzen der Schönheit. Baumgarten setzt die Ästhetik als Analogon zur Logik und strukturiert sie in Teilgebiete. Für ihn umfassen Ästhetik und Logik sowohl natürliche als auch künstliche Bereiche<a href="#_ftn5" name="_ftnref5">[5]</a>, und er definiert Ästhetik wie folgt: <em>„Die Ästhetik (Theorie der freien Künste, untere Erkenntnislehre, Kunst des schönen Denkens, Kunst des Analogons der Vernunft) ist die Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis.“</em><a href="#_ftn6" name="_ftnref6">[6]</a> Baumgarten unterteilt weiterhin die Definition der Ästhetik in folgende Teilbereiche:</p>
<p><em>„1) Die Ästhetik ist eine Erkenntnistheorie, und zwar speziell der ‚unteren’, sinnlichen Erkenntnisvermögen, 2) sie soll als Wissenschaft der Logik an die Seite gestellt werden, 3) sie ist zugleich eine ‚Kunst des schönen Denkens’ und eine ‚Theorie des Schönen’ und sie soll 4) auch eine Theorie der freien Künste umfassen.“</em> <a href="#_ftn7" name="_ftnref7">[7]</a></p>
<p>Für ihn ist das rationale Denken gleichwertig mit der sinnlichen Erkenntnis. Damit beinhaltet Ästhetik die sinnliche Erkenntnis, das Begreifen, das Verständnis und das Urteil. Für ihn wird die Ästhetik zu einer Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis durch das untere Erkenntnisvermögen, heute würde man sagen dem Unbewussten.</p>
<p><em>„Die unteren Erkenntnisvermögen, die Sinnlichkeit, sind eher zu bekämpfen als zu erwecken und zu stärken. Meine Antwort: a) Die unteren Erkenntnisvermögen haben keine Gewaltherrschaft, sondern eine sichere Erfahrung nötig. b) Die Ästhetik wird diese Führung übernehmen, soweit dies auf natürliche Art und Weise erreicht werden kann, indem sie uns gleichsam in die Hand nimmt […]“.</em><a href="#_ftn8" name="_ftnref8">[8]</a></p>
<p>Wie in der Antike vertritt auch Immanuel Kant die Verwandtschaft und Gleichursprünglichkeit von ästhetischem und moralischem Gefühl in seiner Analyse des Schönen und Erhabenen<a href="#_ftn9" name="_ftnref9">[9]</a>. Für ihn gilt einerseits: <em>„Es kann keine objektive Geschmacksregel, welche durch Begriffe bestimmte, was schön sei, geben. Denn alles Urteil aus dieser Quelle ist ästhetisch.“</em><a href="#_ftn10" name="_ftnref10">[10]</a> Andererseits gilt, dass die empirische, interkulturelle und Zeiten übergreifende Geschmacksregel abhängig von der Abstammung ist, dass es aber darunter auch eine tief verborgene, allen Menschen eigene Beurteilung der Formen geben muss. Schließlich gilt drittens, dass es exemplarische Produkte des Geschmacks gibt, welche ein Ideal der Schönheit darstellen, wobei das Urbild des Geschmacks lediglich eine Idee<a href="#_ftn11" name="_ftnref11">[11]</a> ist, die jeder eigenverantwortlich aus sich selbst entstehen lassen muss und die Grundlage der eigenen Beurteilung ist.<a href="#_ftn12" name="_ftnref12">[12]</a></p>
<p>In der Antike wurde das Urschöne mit dem Guten und Göttlichen verbunden und galt als Vorbild zur Nachahmung. Kant nennt es das Urbild des Geschmacks, das jeder in sich trage und hervorbringen müsse.</p>
<p>Diese Auffassungen gleichen sich im Kern und sind auch noch heute gültig.<br />
Ihre Sybs Bauer</p>
<h6><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a>           Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a>           Vgl. Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a>           Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a>           Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a>           Vgl. Mirbach (2007), S. 27f.<br />
<a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a>           Baumgarten in Mirbach (2007), S. 28.<br />
<a href="#_ftnref7" name="_ftn7">[7]</a>           Baumgarten in Mirbach (2007), S. 28.<br />
<a href="#_ftnref8" name="_ftn8"><sup>[8]</sup></a>            Baumgraten in Hamker (2003), S. 178.<br />
<a href="#_ftnref9" name="_ftn9">[9]</a>           Vgl. Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref10" name="_ftn10"><sup>[10]</sup></a>          Kant (1790) Kapitel 25, § 17.<br />
<a href="#_ftnref11" name="_ftn11">[11]</a>         Vgl. Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref12" name="_ftn12">[12]</a>         Vgl. Kant (1790) Reclam, 2006.</h6>
<h6>Foto: Ronny Overhate</h6>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schönheit &#8211; meine Leidenschaft (II)</title>
		<link>https://designkunst.com/schoenheit-meine-leidenschaft-ii/</link>
					<comments>https://designkunst.com/schoenheit-meine-leidenschaft-ii/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2018 13:25:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[schönheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Im ersten Teil wurde der latent präsente Wettstreit um die Schönheit angesprochen. Dieser Zwist enthält eine Komponente, die es mir scheint, wichtig genug zu sein,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im ersten Teil wurde der latent präsente Wettstreit um die Schönheit angesprochen. Dieser Zwist enthält eine Komponente, die es mir scheint, wichtig genug zu sein, nochmals tiefer zu beleuchten. Denn die Frage nach der Schönsten im Lande von Schneewittchens Stiefmutter oder der Kampf um die Schönheit in vielen Kindermärchen und in den griechischen Mythologien, sie alle sind immer nur mit der Anwesenheit einer der sieben Todsünden möglich: dem Neid.</p>
<p>Per Definition liegt Neid dann vor, wenn jemand darauf feindselig reagiert, dass ein anderer das begehrte Gut besitzt, obwohl der dieses Gut rechtmäßig besitzt. Es ist eine Feindseligkeit, die nicht zu rechtfertigen ist, weil sie gegen soziale Normen verstößt &#8211; und wird totgeschwiegen.</p>
<p>Die heutige Psychologie unterscheidet zwischen lähmenden, stimulierenden und rechtendem Neid, dem Abstandsneid und Selbstneid (1). Sie weist auch deutlich auf die mannigfaltigen Auswirkungen für das menschliche Miteinander hin, oder besser: das entstehende Gegeneinander. Und doch ist dieses gesellschaftlichen Tabuthema die Strategie hinter vielen Werbespots, der Kommunikationsform unserer Produktivität. Denn, in Wirtschaften von hochentwickelten Konsumgesellschaften geht es nicht darum, Mangel zu beseitigen, sondern in einer Welt des Überflusses Mangel zu erzeugen – und was ginge leichter als das Menschlich-Allzumenschliche einzubinden? Werber wissen seit langem um die Macht der “Invidia”: mehr, größer, kräftiger, schneller; konkurrierender Besitz und Mißgunst erzeugend, das bringe die eigene Glückseligkeit.</p>
<p>Neben dem feindseligen Neid, der Nachbarn trennt und gerichtlich kommunizieren lässt, ist die Förderung des Selbstneides verheerend für das individuelle Wohlgefühl. Hier richtet sich die Aggression gegen das eigene Selbst, weil z.B. körperliche Kraft, Frische und Schönheit im zunehmenden Alter weniger werden. Es ist der Selbstneid auf die eigene Jugend, die die Vergangenheit verklärt.</p>
<p>Ob im Produkt oder in der eigenen Körperlichkeit, klar ist, hier ist Schönheit Besitz, und Besitz Definition des eigenen Selbstwerts.</p>
<p>Obwohl Schönheit meist ausschließlich mit Frauen assoziiert wird, darf nicht vergessen werden, darauf hinzuweisen, dass die berühmteste Verkörperung der Schönheit in der Überlieferung männlich ist: Adonis. Der griechische Mythos spricht von einer abstrakten Schönheit, ohne deren Wesenszug zu nennen. Sie lässt jegliches Abbild und jegliche individuellen männlichen Eigenschaften vermissen, wie z.B. das damals so wichtige Heldentum. Adonis selbst scheint keine eigenen Worte gesprochen zu haben und selbst sein Name ist inhaltslos: “Adonis” bedeutet nur die unpersönliche Anredeform “Herr”. Der Jüngling ist Objekt der Begierde und Besitz, um den die Götter heftigst stritten. Und lange bevor er individuelle Fähigkeiten hätte erwerben können, unterlag er im Kampf mit dem Eber, dem Sinnbild der Sexualität, der ihn angeblich nur zu liebkosen suchte &#8211; und starb. Sein Tod ist der Tod der Schönheit selbst. Wird Schönheit erst liebenswürdig, durch fehlende Individualität und Wortlosigkeit? Schadet sie (immer) auch des Trägers bzw. der Trägerin?</p>
<p>Die in diesem Sinne verstandene Schönheit als Besitz und Äußerlichkeit ist damals wie heute ein gewaltiger Auslöser und ist gleichzeitig ein Feind der Liebe. Schönheit ist ein Versprechen und zugleich eine Macht, die dazu neigt, ihr eigenes Versprechen zu vereiteln. In diesem Sinnen ist die Schönheit, die besessen werden will und mit innerer Leerheit verbunden wird, eher der Wolf im Schafspelz.<br />
Die wirkliche Schönheit, die frei von Besitzdenken ist, die Wahrheit suchend und in ihrer eigenen Wahrheit ruhend beschrieb der deutsche Philosoph und Lyriker Otto Julius Bierbaum (auch Martin Möbius) ”Schönheit ist der Sinn der Welt. Schönheit genießen heißt: die Welt verstehen.”</p>
<p>Sich der Schönheit zu öffnen und sie wahrzunehmen – so bin ich überzeugt – ist uns allen möglich. Wohl jede*r kennt den Augenblick, der tief in der Erinnerung verankert liegt, mit einem Lächeln verbunden auftaucht und in sich in unseren Gefühlen über Jahrzehnte trägt. Oder, wer kennt sie nicht die großen und kleinen Geschenke, die von Erinnerungen und Begebenheiten erzählen, so spannend wie Omas Geschichten am Kachelofen. Die Tage voller Erinnerung an die eigene Kindheit, den fröhlichen Sommertagen, Badeszenen, die im Feuer gebratene Wurst oder der Kindergeburtstag. Erlaubten wir uns heute die Rückbesinnung auf diese kindliche Unschuld und aktivierten wir all unsere Sinnesorgane, ließen sich erneut viele flüchtige Momente für eine kleine Ewigkeit wieder einfangen. Die Welt würde dann auf jeden Fall anderes wahrgenommen werden – und vielles wäre leichter und fröhlicher.</p>
<p>Und wenn Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, dieses wissende Lächeln gerade über die Lippen huscht, verharren Sie einfach einen Moment länger als sonst und genießen Sie ihre Freude im Jetzt. Und wenn Sie Ihre schönen Momente, Gedanken und Ihre Freude über schöne Produkte und Geschenke mit anderen noch teilen, bewahren Sie kleine Anekdoten als Souvenirs für spätere Jahre &#8230;</p>
<p>In diesem Sinne genießen Sie diese üppige Schönheit dieses Sommers!</p>
<h6>(1) “Neidisch sind immer nur die Anderen &#8211; Über die Unfähigkeit zufrieden zu sein”, Rolf Haubl<br />
Text: © Sybs Bauer 2007;<br />
Zeichnung: © Sybs Bauer 2018</h6>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schönheit &#8211; meine Leidenschaft (I)</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jul 2018 11:31:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Über Schönheit zu lesen, assoziiert bei manch geneigten Leserinnen und Lesern unweigerlich Bilder von topaktuellen Kosmetik-Trends, High-Heels und dem letzten Modeschrei – der, schnelllebig, wie er nun mal ist, zwischen Schreiben, Drucken und Lesen schon wieder zum vorletzten mutierte – von einer wirklich funktionierender Diät und schönheits-chirurgischen Tipps für die zu groß geratene Nase oder der zu kleinen Brust. Nicht ausgesprochen, doch immer dabei, die verdrängten Bilder der eigenen Unzulänglichkeiten, nicht im großen Wettbewerb der Schönheit teilzuhaben oder gewinnen zu können. Verharren wir und betrachten wir die eigenen Bilder, fällt es wie Schuppen von den Augen: hier wird die Schönheit reduziert auf das Äußere, reduziert auf Käufliches und Veränderbares an der eigenen äußeren Umhüllung. Und, ebenfalls unausgesprochen doch latent präsent, meldet sich der Wettstreit, ganz wie bei Schneewittchens Stiefmutter: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?”</p>
<p>Wird hier nicht, ähnlich dem Akt der Eris, Göttin der Zwietracht, die gekränkt, da nicht eingeladen zu Peleus und Nymphe Thetis Hochzeit, einen Apfel mit der Aufschrift “Für die Schönste” unter den weiblichen Teil der Gesellschaft gerollt? Diesen Apfel hob vor ca. 3000 Jahren der Pechvogel Paris auf, nicht wissend, wem dieser nun zu überreichen sei. Er wurde umgarnt mit den Eitelkeiten der Göttinnen: Hera versprach ihm Macht, Athene Weisheit und Aphrodite Liebe &#8230;</p>
<p>Bekannt, beliebt und umstritten auch die neuzeitliche “Göttin”. 7fach (Quelle: Vox, Süddeutscher TV) soll sie durchschnittlich in jedem Mädchenzimmer als Vorbild dienen: die Gottheit Barbie ist gemeint. Weniger bekannt ist allerdings der Wettstreit um ihre Existenz. Denn, ursprünglich karikiert von Reinhard Beuthin in BILD-Comic Anfang der 50ger, wurde sie als “Bild-Lilli” 1955 der Firma Hausser auf den deutschen Markt gebracht. Amerika war weit weg. Aus Comic wurde Mattel. Schade nur, sie blieb bis heute eine Comicfigur: Zumindest bestätigen Wissenschaftler, dass mit ihren Körpermaßen keine Frau lebensfähig wäre, da in ihrem Unterleib für die lebensnotwendigen Organe kein Platz zu finden sei. Und so erzählt sie – ohne Innenleben – von den Gottheiten der Oberflächlichkeit, von Make Up, Frisuren und Modetrends. Modern ist Barbie nur in ihren vielfältigen Berufen, in ihrer Lebenseinstellung ohne Trauschein – wobei sie seit 2005 liiert ist – und wie viele ihre Altersgenossinnen ohne Kinder.</p>
<p>Mit voll funktionierendem Innereien, daher etwas rundlicher und auch weicher, stehen ganz normale Frauen als Werbeträgerinnen der Marke „Dove“. Wie die Möwe Jonathan, fliegt Dove über sich selbst hinaus in einen Himmel der absoluten Traum-Umsatzzahlen mit der Erlaubnis eines down-to-earth Engagement gegen Bulimie und Schönheitswahn.</p>
<p>Schönheit ist ein weites Feld.</p>
<p>Für mich als Designerin ist schön das allergrößte Lob. Wenn die Bewunderung für meine Arbeiten schlicht und ohne weitere verbale Verstümmelung als “einfach schön” formuliert wird. Und gerade bei dieser Formulierung liegt eine Freude in den Augen der Betrachterin und/oder des Betrachters und immer ein Funken ungläubiger und neugierigen Frage, wie (er-) schaffst du sowas? Dann, und nur dann strahle ich selbst zutiefst glücklich, und ich weiß, mit meiner Gestaltung eine andere Seele berührt zu haben.</p>
<p>Hier sind leise Töne an der Macht: unsichtbares und doch erkennbares, unaussprechliches und doch erlebbares. Und genau hier liegt sie meine Leidenschaft. Ungreifbar und doch immer präsent: Schönheit.</p>
<p>“Denn Schönheit ist kein Ding, sondern eine besondere Weise des Sehens.” brachte es der Jesuitenpater Antonio de Mello auf den Punkt und der durch seine komische Lyrik bekannte Schriftsteller Christian Morgenstern &#8222;Alles, was man mit Liebe betrachtet, ist schön.”</p>
<p>Ich erlaube mir hierzu eine Ergänzung: alles was mit Liebe gemacht ist, ist schön, und wird auch als schön erkannt. Schönheit erkennt Schönheit. Liebe erkennt Liebe.­­­­</p>
<p>Übrigens, Paris “erkaufte” sich die schöne Helena, indem er den Apfel der Aphrodite überreichte. Und voller Ungeduld entführte er Helena vor seiner Zeit und entfachte damit den trojanischen Krieg &#8230;</p>
<p>Muss es erwähnt werden, dass die abgewiesenen Göttinnen mit all ihrer Macht auf seiner Gegenseite standen?</p>
<h6>Text: © Sybs Bauer 2007<br />
Zeichnung: © Sybs Bauer 2018</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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