Chief ohne Titel, CBO, CDO oder beides?

CBO, CDO oder beides?

Der kreative Kopf hinter jeder starken Marke

In immer mehr Unternehmen wird klar: Marketing allein reicht nicht aus, um eine Marke nachhaltig zu formen. Genau hier kommt ein Mandat ins Spiel, deren Titel erstaunlich unklar ist. Heißt sie Chief Brand Manager (CBM), Chief Brand Officer (CBO), Chief Design Officer (CDO, könnte aber auch als Chief Data Officer gelten) oder Chief Growth Officer (CGO)? Vielleicht auch alles zusammen – oder einfach: die Person, die dafür sorgt, dass Marke, Innovation und Kultur sinnvoll zusammenspielen?

Unabhängig vom Titel ist es ein hoch-kreative Kopf, der die Design-, Marken- und Erlebnisstrategie – intern wie extern – verantwortet und sorgt dafür, dass Produkte und Marke langfristig strahlen – nach innen wie nach außen, und stets in enger Abstimmung mit CEO, Vorstand und Mitarbeitenden – und, immer auch mit dem Blick auf die Kunden und deren Bedürfnisse.

Silo-Denken?

Titel sind das eine. Inhalte das andere. Denn keiner der gängigen C-Level-Titel beschreibt wirklich vollständig, was hier gebraucht wird. Man könnte noch den Chief Creative Officer ins Feld führen – doch  dieser Titel ist agenturgetrieben und auch mehrfach belegt. Also: Lassen wir die Titel beiseite und konzentrieren wir uns auf die eigentliche Funktion.

Anspruch: Ganzheitlichkeit en détail

Diese Funktion ist ebenso vielfältig wie anspruchsvoll: von der Analyse und Definition der Markenidentität über die Steuerung der visuellen und sprachlichen Gestaltung bis hin zur Sicherstellung einer konsistenten Kundenerfahrung. Kreativität, Ideenreichtum, strategisches Denken, und ein feines Gespür für Menschen, Trends, Markt und Nachhaltigkeit sind hier untrennbar miteinander verbunden. Ganzheitliches Denken ist genauso gefragt wie Liebe zum Detail.

Diese Schnittstellenfunktion vermittelt Sinn und Richtung, hält Marke, Design (vom Industriedesign bis zur UX) und Innovation lebendig, fördert kreative Prozesse, stärkt die Unternehmenskultur und bringt Menschen, Markt und Technologie zusammen. Nicht in getrennten Zuständigkeiten, sondern eingebettet in eine Gesamtperspektive – und dennoch aufmerksam für jeden einzelnen Touchpoint. Nochmals erwähnt sei hier, das geht nur in enger Abstimmung mit den Stakeholdern.

Willkommen im echten Leben

Eine der größten Hürden liegt in der klaren Definition der Position – hier ist die beste Definition keine Definition. Denn Design- und Markendenken berührt nahezu alle Bereiche eines Unternehmens und verlangt einen engen Austausch mit dem Vorstand und ein hohes Verständnis für die Produkte, für alle Bereichen, für das Umfeld und für die Kunden.

Grundlagen

Häufig beginnt die Arbeit bei den Basics: Werte, Leitlinien, Kultur – vieles muss analysiert, geschärft, konsequent umgesetzt oder neu gedacht werden. Ein strukturiertes Design- und Markenhandbuch, klare Templates und gezielte Schulungen helfen, diesen Wandel nachhaltig zu verankern, besonders auch für neue Mitarbeitende und wachsende Organisationen.
Konkret heißt das, Corporate Design, Corporate Communication und Corporate Product in eine Einheit mit den Werten und der Haltung des Unternehmens zu verbinden, gefolgt von der operativen Implementierung.

Strategische Kreativität

Doch damit nicht genug. Die Marke muss strategisch aufgebaut, ästhetisch-emotional kommuniziert und gleichzeitig fachlich korrekt und verständlich vermittelt werden – gerade wenn es um komplexe oder technische Inhalte geht. Und zusätzlich geht es darum, eine kreative Kultur zu fördern: ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen sich sicher fühlen, Ideen einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und Innovation aktiv mitzugestalten.

Für mich impliziert strategische Kreativität auch die Intergration der Natur, das Lernen aus der Natur und machbare nachhaltigen Schritte einzuleiten. Im Kleinen wie im Großen. Direkt umsetzbare ebenso wie Visionen als Ausrichtung.

Ziel ist immer auch eine zukunftsträchtige Unternehmenskultur, die u.a. Krisen vermeidet, extrem schnell reagierend oder, wenn notwendig, entsprechend kommuniziert.

Vision und Trends

Mein Verständnis dieser Aufgabe bringt außerdem den Blick nach vorn ins Unternehmen: Welche Trends kommen? Welche Technologien, Materialien oder Geschäftsmodelle könnten relevant werden? Wo entstehen neue Chancen für Produkte, Services oder Märkte?
Konkret: Utopien entwickeln, Fragen stellen, hinterfragen (z. B.zum Thema Arbeit) und eine gelebte Offenheit für das Neue – und immer wieder das Gedachte auf den wesentlichen Kern zu reduzieren.

Herausforderungen, na klar

Herausforderungen stehen mehr als genug bereit. Derzeitig ist klar, es wird schneller, und verschiedene Richtungen müssen bedacht werden – auch unangenehme. Einer der vielen Gründe für die bewusste Offenheit des Wirkungsfeldes selbst. Zum anderen ist einer der Schwierigkeiten die Messbarkeit des Markenwerts. Brand Equity lässt sich nur indirekt erfassen, auch wenn Studien, etwa von McKinsey, längst belegen, wie stark Design- und Markenorientierung mit wirtschaftlichem Erfolg korrelieren.

In technischen Unternehmen wird die strategische Verantwortung besonders anspruchsvoll: Will man die Marke prägen, muss Technik verstanden, Innovationsprozesse gekannt und zugleich die Fähigkeit mitgebracht werden, komplexe Inhalte verständlich, attraktiv und markengerecht zu vermitteln. Funktionalität, Ästhetik, Service und Usability sollten keine Buzzwords sein, sondern echtes Handwerkszeug.

Man könnte hier noch weitere Trendbegriffe einbringen – wie Diversity, KI und Digitalisierung – ebenso Soft Skills, wie Empathie, Optimismus – und, vielleicht das Wichtigste von allen, ein sehr große Portion Neugier – die typischen Eigenschaften für Menschen, die Ästhetik nicht nur im Formalen sehen, sondern als ganzheitlichen Wert und als gelebte Haltung.

Fazit: Die Chief ohne Titel

Diese „Chief-Position ohne Titel“ verbindet Kreativität mit Strategie, Innovation mit Markenführung, Kommunikation mit nachhaltiger Unternehmenskultur und Vision mit operativer Realität.

Wer diese Position erfolgreich besetzt, steht mit in der Verantwortung, dass Produkte, Mitarbeitende und Marke langfristig an Strahlkraft gewinnen, das Unternehmen sich klar differenziert, die Unternehmenskultur erblüht und die Marke zum echten Wettbewerbsvorteil wird – und Wachstum die Folge ist.

Superheld oder Superwoman?

Nein, diese Rolle ist keine Superhelden-Position, sondern eine hochprofessionelle, systemisch denkende Gestalterrolle. Nicht „alles können“, sondern Zusammenhänge kritisch hinterfragen, verstehen, orchestrieren und in Wirkung bringen. Oder anderes ausgedrückt, hier wird das gefordert, was Automaten nicht können.

Kurz gesagt

Es ist Ihre Designerin, die mit Freude an Ästhetik und der Zusammenarbeit mit Menschen, Disziplinen und Ideen so verbindet, dass daraus ein stimmiges Ganzes für den Erfolg des Unternehmens entsteht. Mit einer Haltung, die weder laut, noch heroisch ist, sondern klar, verbindend und konsequent.

Warum dieses Wirkungsfeld zu mir passt

Weil ich Ästhetik, Gestaltung, Strategie und die verschiedenen Bereiche nicht als getrennte Einheiten sehe, sondern als gemeinsames Wirkungsfeld für den Erfolg aller. Weil ich das Ganze wie die Details wahrnehme und den Fokus immer auf den Kern richte. Weil ich Verantwortung ernst nehme, Qualität schützen will und Beziehungen nicht leichtfertig in Fragen stelle. Denn das „Wie“ ist in allen Bereichen immer Teil der Ästhetik und Teil der Marke – denn es wird immer auch unbewusst mit kommuniziert.
Und die Resultate aus vergangenen Projekten überzeugen!

Interessiert?

Sie wollen mehr erfahren, wie ich als „Chief ohne Titel“ bei Ihnen aktiv werden kann?
Dann vereinbaren Sie bitte direkt einen Termin per mail unter sybs(add)designkunst.com
Das digitale Erstgespräch ist kostenfrei (max. 1,5 Stunden)!

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