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	<title>schönheit &#8211; designkunst</title>
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		<title>Die beste Führungseigenschaft? Lieben!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2024 13:06:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Mutig, oder? Allein diese Worte auszusprechen: „Die beste Führungseigenschaft ist lieben.“ Ich höre förmlich die Einwände: „Oje, typisch Frau – so emotional!“ Oder: „Liebe hat&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Mutig, oder?</h2>
<p>Allein diese Worte auszusprechen: „<em>Die beste Führungseigenschaft ist lieben</em>.“ Ich höre förmlich die Einwände: „<em>Oje, typisch Frau – so emotional!</em>“ Oder: „<em>Liebe hat im Business nichts verloren, hier zählen Fakten</em>.“ Doch ist das wirklich so?</p>
<p>Natürlich wurden wir alle darauf konditioniert, dass Liebe etwas ist, das in romantische Beziehungen gehört – oder vielleicht noch in die Familie. Aber schauen wir genauer hin: Wir lieben unsere Kinder, unsere Haustiere, unseren Garten, in dem wir mit Stolz das Wachsen und Gedeihen beobachten. Doch im Business? Bloß nicht!  Dort herrscht oft das Motto: „<em>Professionalität ist Emotionslosigkeit.</em>“ Ein Satz, den ich nur zu gut kenne. Oder: „<em>Du brauchst eine dickere Haut</em>“, wenn männliche Kollegen ihre vermeintliche Überlegenheit zur Schau stellen.</p>
<p>Aber mal ehrlich: Wer liebt, was er tut, macht es besser – oder sogar exzellent. Das wissen wir auch alle. Liebe ist die Vision der Gegenwart. Sie ist die ektasische Freude und Glückseeligkeit im Moment. Liebe ist die Gewissheit der Ungewissen, die Gewissheit der Vision und des Verstehens. Sie ist Seelenstärke. Lieben ist Leben. Ideale ohne Frage, und doch wichtige Zielrichtungen – der Weg und das Ziel. Und in jedem Moment unterliegt es uns selbst, ob wir uns für diese Ausrichtung entscheiden, oder für ihr Gegenteil.</p>
<p>Wenn wir die eingefahrenen Denkweisen zur Seite legen, wird klar: Lieben gehört ins Business, und zwar mitten hinein ins Zentrum von Führung. Denn:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>• Wer liebt, inkludiert alles und jeden.</strong></p>
<p><strong>• Wer liebt, schützt das Leben.</strong></p>
<p><strong>• Wer liebt, hört zu, sieht sein Gegenüber und will neugierig verstehen und ist frei von (Vor-)urteilen.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Liebe schafft Vertrauen, sie verbindet, und sie richtet den Blick auf das Wachstum aller Beteiligten, nicht nur auf den eigenen Vorteil. Eine Führungskraft, die liebt, ist empathisch, offen und respektvoll. Lieben ist keine Schwäche – lieben ist Stärke. Lieben kreiert, motiviert und fördert langfristige Bindungen. Kurz: Lieben ist eine ethische Haltung, die das Leben in all seinen Facetten wertschätzt. Lieben ist das Handeln ohne Worte.</p>
<p>Es gibt unzählige Worte, die mit Liebe gleichzusetzen sein könnten: Hingabe, Freiheit, Harmonie, Lebendigkeit, Verbindung, Schönheit und das Leben selbst. Und trotzdem scheuen wir uns oft davor, es auszusprechen. Warum? Vielleicht ist gerade jetzt, in der Adventszeit mit dem Fokus auf das „<em>Fest der Liebe</em>“, der perfekte Moment, um Liebe auch in der Führung zu feiern.</p>
<p><strong>Denn wer liebt, führt nicht nur – er inspiriert.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rezension</title>
		<link>https://designkunst.com/rezension/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Apr 2023 09:58:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[formatio naturalis]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Buch von Designerin]]></category>
		<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Neuesten Rezensionen und Aktivitäten rund um mein Buch formatio naturalis will ich natürlich nicht vorenthalten! Es freut mich sehr, das der Buchtipp im prompd&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Neuesten Rezensionen und Aktivitäten rund um mein Buch <a href="https://keaedition-verlag.com/" target="_blank" rel="noopener">formatio naturalis</a> will ich natürlich nicht vorenthalten! Es freut mich sehr, das der Buchtipp im <a href="https://prompd.news/" target="_blank" rel="noopener">prompd News</a>, einem Newsletter, der das Neue fest im Blick hat, Platz gefunden hat! Hier finden Sie Technologien, Werkstoffe, Verfahren bis hin zu Lösungsansätzen, alles was Forschung und Entwicklung designrelevantes zu bieten hat – und der Buchtipp zu meinem Buch! Die Rezession schrieb Armin Scharf:</p>
<p>&nbsp;</p>
<div>
<p><em>»Bücher von Designer*innen, die mehr als die eigenen Projekte thematisieren, sind ausgesprochen selten. Umso erfreulicher ist das Buch von Sybs Bauer (Büro designkunst), das sich – wie der Titel vermuten lässt – mit naturgemachter Gestaltung beschäftigt. Also jenem großen und unergründlichen Themenbereich, der Menschen schon immer faszinierte – im Kleinen wie im Großen. Nur haben wir den Kontakt zu diesem Schatz an Inspiration, an ästhetischer Faszination, Komplexität und auch Einfachheit leider weitgehend verloren. Sybs Bauer will die natürlichen Strukturen, Systeme und Kontexte wieder ins kreative Bewusstsein rücken und die Hintergründe aufzeigen. Die Botschaft ist klar: Hinterfrage nicht alles, aber viel, bleibe neugierig und offen für das, was die Evolution erbrachte. Das Buch ist kein Fachbuch im klassischen Sinne, eher ein Lesebuch mit viel Text, vielen Gedanken, vielen Ansätzen, die nach Reflektionen rufen und zu anderen Ideen führen können. Dafür aber muss man in das Buch eintauchen – wer schnelle Rezepte sucht, wird stranden. Übrigens geht es auch um „Schönheit“ – und das allein ist schon ein Gewinn.«</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>formation naturalis<br />
</strong><em>Auf den Spuren der Gestaltungskunst der Natur und was wir von ihr lernen können</em><strong><br />
</strong>227 Seiten, klimaneutral auf Recyclingpapier in Hamburg gedruckt (!)<br />
2022, <a href="https://keaedition-verlag.com/" target="_blank" rel="noopener">keaedition</a>, 49,95 Euro</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Valentinstag</title>
		<link>https://designkunst.com/valentinstag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2023 11:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Karte]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
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		<category><![CDATA[Tag der Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Valentinstag]]></category>
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					<description><![CDATA[Tag der Liebe Valentinstag ist der Tag der Liebe. Aber von welcher Liebe sprechen wir eigentlich? Von der Liebe, die uns in Liebesfilmen präsentiert wird?&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #0099af;">Tag der Liebe</span></h3>
<p>Valentinstag ist der Tag der Liebe. Aber von welcher Liebe sprechen wir eigentlich?<br />
Von der Liebe, die uns in Liebesfilmen präsentiert wird? Einer Liebe, die Vergnügen anstrebt, Eifersucht kennt und den eigenen Partner / Partnerin durch die Brille eines selbst gemachten Bilds sieht? Einem Bild, welches aus unserer ureigenen Interpretation entsteht, gespeist von persönlichen und kulturellen Konditionierungen?</p>
<p>Was wäre, wenn wir unser Lieben ohne diese Brille der eigenen Interpretation wahrnehmen könnten? Wenn wir verstehen, dass diese Interpretationen aus alten Verletzungen, alten Ereignisse, kurz aus der Vergangenheit gespeist werden, ist es leichter, sich von den eigenen Bildern zu befreien. Oder anders ausgedrückt, was wäre, wenn wir uns nur auf den Moment und auf unser Gegenüber einließen? Sie wären erstaunt! Denn plötzlich ist die Liebe (wieder) frisch, neu und unschuldig!</p>
<h3><a href="https://designkunst.com/wp-content/uploads/2023/02/Valentinsday_2010.jpg"><span style="color: #0099af;">Valentinskarte zum Download</span></a></h3>
<p>Zum 14.02. dürfen Sie, wie seit Jahren schon, das obige Valentins Bild verwenden. In diesem Jahr verbinde ich die Liebe bildlich mit der Natur. Einfach, weil es nichts Faszinierenderes gibt als die Schönheiten der Natur gibt und Liebe gleichgesetzt werden kann mit unserem natürlichen Sein.  Nutzen Sie die Karten für einen digitalen Gruß, ob privat oder beruflich. Vergessen Sie bitte nicht, Ihren eigenen Text hinzuzufügen!</p>
<p>Vergessen Sie bitte nicht, Ihre Aufmerksamkeit am 14.02.2021 zu verschenken. Ein Tipp: verlängern Sie die Valentins-Energie für die ganze Woche. Still und leise. Geben Sie Ihrem Partner, Ihrer Partnerin eine Woche lang Ihre volle Aufmerksamkeit. Verwöhnen Sie mit kleinen Geschenken, mit Zeit und ganz besonders mit Ihrer Offenheit! Damit ist gemeint, dass Sie Ihr Bild hinterfragen, und neugierig und neu den Menschen vor sich wahrnehmen. Voller Liebe und voller Demut für das Leben in dem Anderen!</p>
<p><strong><a href="https://designkunst.com/wp-content/uploads/2023/02/Valentinsday_2010.jpg">Download Valentin&#8217;s Day</a></strong></p>
<p>Ich wünsche Ihnen eine liebevolle Woche!<br />
Ihre Dr. Sybs Bauer</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lesung formatio naturalis</title>
		<link>https://designkunst.com/lesung-formatio-naturalis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2022 09:12:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[formatio naturalis]]></category>
		<category><![CDATA[Formbildung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen von der Natur]]></category>
		<category><![CDATA[natürlich kreieren]]></category>
		<category><![CDATA[natürliche Formbildung]]></category>
		<category><![CDATA[schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[sybs bauer]]></category>
		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein wunderbarer Kreis von Interessierten traf sich zur Feier der Fertigstellung meines Buches! &#8222;Ich habe selten eine so tolle Zuhörer- und Diskussionsrunde erlebt&#8220; bestätige der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wunderbarer Kreis von Interessierten traf sich zur Feier der Fertigstellung meines Buches! &#8222;Ich habe selten eine so tolle Zuhörer- und Diskussionsrunde erlebt&#8220; bestätige der Autor Rainer Jogschies. &#8222;Das Buch ist thematisch und grafisch sehr, sehr gelungen.&#8220; Der Meistergrafiker <a href="https://holgermatthies.com/" target="_blank" rel="noopener">Holger Matthies</a> bewunderte schon vorab das Coverbild, es spräche genau aus, was der Inhalt des Buches sei – chapeau! Nach der Lesung umgarnte er mich mit weiteren Lobpreisungen, es müsse dringend in die Welt.</p>
<p>&#8222;Das Vorwort von <a href="https://www.epfischer.com/" target="_blank" rel="noopener">Ernst Peter Fischer</a> ist ja allererste Sahne. Das Gefühl zu verspüren, wie viel Liebe, Enthusiasmus, wie viele Jahre deiner Zeit, gepaart mit einer unglaublichen Ästhetik und deiner Farbe türkis &#8230; ich spüre beim Durchblättern eine Gänsehaut am ganzen Körper – sehr beeindruckend.&#8220; kam als Feedback einer Vorabbestellung direkt zur Lesung.</p>
<p>&#8222;Das ist so lehrreich und spannend! Das müssen ganz viele lesen und hören – und genau so diskutieren! Es gehört in jede Ausbildung!&#8220; Mia Kulla. Die Pâtissière begleitete den Event kulinarisch, wie schon bei den Ausstellungen vor der Pandemie. Ihre leckeren Kleinigkeiten zum Champagner ergänzten die Welt der Schönheit.</p>
<p>Vor lauter Freude und Feierlaune verpasste ich es, alle schönen Aussagen zu notieren – freue mich aber schon auf das Ihrige!</p>
<p>Ja, das Wissen soll in die Welt. Nicht für mich, sondern für unsere Zukunft! Für ein Umdenken in unseren Tätigkeiten, gleich welcher Art. Deswegen stehe ich sehr gerne für Lesungen, Vorträge oder Trainings zur Verfügung.</p>
<p>Aus Liebe zur Natur!<br />
Ihre Sybs Bauer</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frohe Weihnachten</title>
		<link>https://designkunst.com/frohe-weihnachten-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2021 14:11:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[May you find peace in the promise of the solstice night, that each day forward will be blessed with more light. That the cycle of&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1">May you find peace in the promise of the solstice night,<br />
</span><span class="s1">that each day forward will be blessed with more light.<br />
</span>That the cycle of nature, unbroken and true,<br />
<span class="s1">brings faith to your soul and well-being to you.<br />
</span>Rejoice in the darkness, in the silence find rest,<br />
<span class="s1">and may the days that follow be abundantly blessed.</span></p>
<p>designkunst wünscht allen Leserinnen und Lesern<br />
in gesegnetes Weihnachtsfest und Frieden in 2022!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Noblesse des Schönen</title>
		<link>https://designkunst.com/noblesse-des-schoenen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 May 2021 13:45:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[An den vorigen Beitrag anschließend, geht es nochmals um Design. Denn Designfragen stellen sich überall. Von Micro- bis Macro-Themen. Verzeihen Sie mir, aber ich kann&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An den <a href="https://designkunst.com/design-was-ist-das-eigentlich/" target="_blank" rel="noopener">vorigen Beitrag</a> anschließend, geht es nochmals um Design. Denn Designfragen stellen sich überall. Von Micro- bis Macro-Themen. Verzeihen Sie mir, aber ich kann nicht oft genug für die Integration von Design – oder von kreativen Lösungswegen – plädieren, gerade in diesen Zeiten.</p>
<p>Design spricht von Beständigkeit, Zeitlosigkeit und von der guten Form. Dabei ist die gute Form nicht nur eine äußere formale Hülle, sie ist Prozess, gelebte Werte und eine Kultur der Kreativität. Design ist auch, was man nicht sieht. Oder, anders ausgedrückt: Die sichtbare Form ist das Resultat von dem unsichtbaren Design. (Gutes) Design macht Unsichtbares sichtbar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Die richtige Frage ist die Antwort</h4>
<p>Unsere Welt braucht dringend Antworten. Neue Antworten. Doch dafür müsste so manche Frage neu gestellt werden. Genau hier fängt Design an. Die richtigen Fragen finden ist die Antwort. Sehen, wahrnehmen, zuhören, reflektieren und visualisieren. Spontan fällt mir hier der Rabbiner und Psychoanalytiker Erich Fromm ein, der auf wunderbare Weise die Kreativität erklärte, von der ich spreche:</p>
<p style="padding-left: 40px;"> &#8222;<em>Kreativität ist die Fähigkeit, zu sehen (oder bewusst wahrzunehmen) und zu antworten. Es könnte der Eindruck entstehen, als sei diese Definition von Kreativität zu einfach. Man könnte sagen: Wenn das Kreativität ist, dann bin ich ganz gewiss kreativ, denn ich nehme Dinge und Menschen ganz bewusst wahr und reagiere darauf. Nehme ich denn nicht wahr, was auf meinem Weg zum Büro geschieht? Reagiere ich nicht mit einem freundlichen Lächeln auf jene Menschen, die mit mir in Kontakt kommen? Sehe ich nicht meine Frau und reagiere auf ihre Wünsche? Tatsächlich denken die meisten Menschen so, doch sie irren sich. Die Wahrheit ist, dass die meisten Menschen so gut wie gar nichts bewusst wahrnehmen und auf nichts wirklich antworten. Untersuchen wir zunächst, was beim Prozess des Sehens und Antwortens vor sich geht und was hierbei die kreative von der nicht-kreativen Einstellung unterscheidet. [&#8230;] Wenn wir uns eines Baumes, den wir sehen, voll bewusst sind, wenn wir ihn in seiner vollen Wirklichkeit, in seinem So-Sein sehen und auf sein So-Sein mit unserer ganzen Person antworten, dann machen wir eine Erfahrung, die die Voraussetzung dafür ist, den Baum malen zu können.&#8220; </em>[i]</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Design als Antwort auf das So-Sein.<br />
Und, <a href="https://designkunst.com/artwork/" target="_blank" rel="noopener">Bäume malen</a></h4>
<p>&nbsp;</p>
<h6><a href="#_ednref1" name="_edn1">[i]</a>  Fromm (1959), S. 3–4</h6>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Osterblüte</title>
		<link>https://designkunst.com/osterbluete/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2020 08:22:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
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		<category><![CDATA[Natur]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach der 40-tägigen Fastenzeit – in 2020 heißt Fastenzeit eher Quarantäne – feiern wir das wichtigste Fest des Christentums: die Auferstehung. Allerdings ist Ostern weit&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der 40-tägigen Fastenzeit – in 2020 heißt Fastenzeit eher Quarantäne – feiern wir das wichtigste Fest des Christentums: die Auferstehung. Allerdings ist Ostern weit älter als die christliche Kirche, denn schon zu heidnischen Zeiten wurde zu Ehren der germanischen Lichtgöttin ‚Eostrae‘ ihr Sieg über die Dunkelheit des Winters zelebriert. Das Licht ist Hoffnungsgeber – übrigens in allen Religionen – und Ostern ist der Siegeszug über die Hoffnungslosigkeit und die Verzweiflung, über den Hass und den Tod und trägt die Hoffnung zur Besserung gegen alles, was uns immer wieder zu Boden drückt. Mit Ostern wird das Ende der neue Anfang.</p>
<p>Mit dem Licht erwacht die Natur um uns zu neuem Leben – und nichts hält sie auf. Sie gibt sich voll und schenkt sich sich selbst. Keine Blüte hält sich zurück, kein Wachstum bleibt stehen und kein Balztanz verschoben. Kein Baum stoppt vor lauter Angst vor der Zukunft seine jungen Triebe, die sich mit aller Kraft entfalten wollen.</p>
<p>Nicht nur, aber gerade in schwierigen Zeiten ist jeder Baum, jede Pflanze und jedes Entenpaar wundervolle und perfekte Vorbilder für den Menschen. Sie erinnern uns an unsere Heimat, die Natur. Denn der Mensch ist nicht getrennt, sondern ist Teil derselben. Diese (gefühlte) Erkenntnis ist großartig, denn sie ermächtigt uns, die gleichen Fähigkeiten in uns zu entdecken; die gleiche Lebendigkeit im Hier und Jetzt zu sein, und das gleiche Streben nach dem Aufblühen wie die Apfelbäume im Alten Land.</p>
<p>Sich selbst in der eigenen strahlenden Blüte an die Welt verschenken, was gibt es Schöneres?</p>
<p>designkunst wünscht allen Leserinnen und Lesern, dass alle dunklen Gedanken im Licht verblassen und neue voller Zuversicht erblühen.<br />
Frohe Ostern und bleiben Sie gesund!</p>
<h6>*Bild: © Composition mit &#8222;Pink Lady&#8220;, Sybs Bauer 2019</h6>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Valentin de luxe</title>
		<link>https://designkunst.com/valentin-de-luxe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2020 08:30:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Karte]]></category>
		<category><![CDATA[schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Valentin]]></category>
		<category><![CDATA[Valentin de luxe]]></category>
		<category><![CDATA[Valentinstag]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe und Berufswelt? Oder zwei Dinge, die nicht zusammen gehören? Wir wollen Sie überzeugen. Überzeugen, dass Liebe sehr gut in der Berufswelt aufgehoben ist. Daher&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe und Berufswelt? Oder zwei Dinge, die nicht zusammen gehören?</p>
<p>Wir wollen Sie überzeugen. Überzeugen, dass Liebe sehr gut in der Berufswelt aufgehoben ist. Daher bitten wir Sie, starten Sie am 14.02.2020 ein kleines Experiment: Zuerst erstellen Sie bitte Lose, dazu schreiben Sie alle Namen Ihres Teams jeweils auf einen Zettel und falten diese. Legen Sie diese in ein Gefäß und jetzt darf jede und jeder sich einen Namenszettel aus dem Pool fischen.<br />
Die Aufgabe ist ein Verwöhn-Programm, das &#8218;Valentin de luxe&#8216;, ohne Absender. Denn die gezogene Person darf jetzt für eine Woche verwöhnt werden, ohne, das ist der wichtige Punkt, dass diese den Gebenden erkennen darf! Jedes Teammitglied wird sich ganz unauffällig um ein anderes Teammitglied kümmern. Das bedeutet eine intensive Beschäftigung mit der Kollegin und dem Kollegen. Was mag sie? Wie kann man ihn erfreuen? Ein bisschen heimliche Forschungsarbeit ist notwendig und ein bisschen Kreativität für kleine Aufmerksamkeiten. Es können tägliche Komplimente sein (natürlich echte), ein Stückchen Kuchen oder eine Blume auf dem Schreibtisch. Vielleicht auch einfach mal das Fenster schliessen, weil die Kollegin immer friert. Lassen Sie Ihren Mitarbeiter*innen freie Hand &#8211; sie werden aufblühen in ihren kreativen Überraschungen!</p>
<p>Diese persönliche Beschäftigung untereinander verbindet das Team. Und Sie als Teamleiter und/oder Chef machen einfach mit! Die Freude, die geschenkt wird, kommt tausendfach zurück. Das Klima wird deutlich besser, versprochen! Sie haben kein Team? Dann regen Sie diese Übung in Ihrem Freundeskreis oder in der Familie an.</p>
<p>Probieren Sie es aus. Dann wissen Sie, wie Liebe die Berufswelt verändern kann.</p>
<p>Längst ist es eine Tradition, die <a href="https://designkunst.com/wp-content/uploads/2020/02/valentinstag2020.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Valentinskarte </a>dürfen Sie nutzen und mit Ihrem persönlichen Gruß verschicken.</p>
<p>Happy Valentine’s Day!<br />
Ihre Sybs Bauer, designkunst</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Es ist nie zu spät</title>
		<link>https://designkunst.com/es-ist-nie-zu-spaet/</link>
					<comments>https://designkunst.com/es-ist-nie-zu-spaet/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2020 14:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Doktorarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Ernst Peter Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
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		<category><![CDATA[TUM]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist nie zu spät, neugierig zu sein. Und es ist nie zu ­­­spät, seine Neugier zu befriedigen. Es fing alles an mit meiner Faszination&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nie zu spät, neugierig zu sein. Und es ist nie zu ­­­spät, seine Neugier zu befriedigen.</p>
<p>Es fing alles an mit meiner Faszination der Formenvielfalt der Natur. Dieser unbeschreibliche Reichtum an intelligenten Lösungen in einer Formen- und Farbenpracht, der in seinen Schönheiten global akzeptiert ist. Jedoch noch nie als universelle Schönheit definiert wurde. (Warum eigentlich nicht?)</p>
<p>Der nächste Gedanke war für mich naheliegend: Wenn man herausfiltern könnte, wie die Natur ihre Formen findet, welche Prozesse sie nutzt und welche Geometrien die Formen bestimmen, könnte dies auf den kreativen Prozess im Design – und darüber hinaus – von gigantischem Nutzen sein, denn dann wären auch die daraus resultierenden Ergebnisse global akzeptiert. Und, fast wie ein Nebeneffekt, die Natur wäre in allen Ebenen immer inkludiert. Also begann ich eine forschende Haltung einzunehmen und tauchte ein in die Evolutionstheorie, die Physik und Psychologie. Noch mehr Faszination folgte und eine tiefe Demut gegenüber dem, was wir so selbstverständlich nehmen. Mit dieser Arbeit präsentiere ich die Richtigkeit meiner Behauptung und den Möglichkeiten, wie eine vertiefende kreierende Haltung erreicht werden kann.</p>
<p>Da die inhaltliche Forschung weit entfernt vom Industriedesign ist, gewann ich <a href="https://www.epfischer.com/" target="_blank" rel="noopener">Dr. Ernst Peter Fischer</a> als Zweitgutachter. Sein unglaubliches Wissen über die Naturwissenschaften und seine positive Begeisterung brachten mich bei jedem Zweifel wieder zurück zum Durchhalten und so scheute ich selbst vor einer Ergänzung in der aktuellen Evolutionstheorie nicht zurück. Ermöglicht wurde mir diese Doktorarbeit an der exzellenten <a href="https://www.tum.de/" target="_blank" rel="noopener">Technische-Universität München</a> durch <a href="http://www.professoren.tum.de/frenkler-fritz/" target="_blank" rel="noopener">Prof. Fritz Frenkler,</a> Lehrstuhl Industriedesign in der <a href="https://www.ar.tum.de/startseite/" target="_blank" rel="noopener">Fakultät Architektur</a>.</p>
<p>I proudly present my dissertation: <a href="https://mediatum.ub.tum.de/?id=1453674" target="_blank" rel="noopener">Von der evolutionären Morphologie zur natürlichen Formbildung </a></p>
<p>Ich danke Dr. Ernst Peter Fischer, Prof. Fritz Frenkler, seine Assistentin Dr. Sandra Hirsch und der TUM!</p>
<p>Dr.-Ing. Astrid Sybille (alias Sybs) Bauer</p>
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		<title>Ästhetik</title>
		<link>https://designkunst.com/aesthetik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jan 2020 11:36:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Diskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[schönheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf Grund des vorigen Artikels beauty &#38; the beast will ich nochmals auf die zwei Beiträge über Schönheit &#8211; meine Leidenschaft I und Schönheit meine&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Grund des vorigen Artikels <a href="https://designkunst.com/beautyandthebeast" target="_blank" rel="noopener">beauty &amp; the beast </a>will ich nochmals auf die zwei Beiträge über <a href="https://designkunst.com/schoenheit-meine-leidenschaft-i/" target="_blank" rel="noopener">Schönheit &#8211; meine Leidenschaft I</a> und <a href="https://designkunst.com/schoenheit-meine-leidenschaft-ii/" target="_blank" rel="noopener">Schönheit meine Leidenschaft II</a> (beide aus 2007) verweisen und diese mit dem folgenden Versuch einer Definition über Ästhetik aus meiner <a href="https://designkunst.com/es-ist-nie-zu-spaet" target="_blank" rel="noopener">Dissertation</a> ergänzen.</p>
<p>Ästhetik leitet sich aus dem altgriechischen Wort <em>aisthesis</em> ab, welches Wahrnehmung, Empfindung bedeutet. Das Substantiv entstammt aus dem Verb <em>aisthanesthai</em>, das fühlen, wahrnehmen, der Wahrnehmung fähig, empfinden, merken, verstehen, einsehen, Einsicht haben in sich trägt. Im Substantiv stehen die Bedeutungen Gefühl, Wahrnehmung, Empfinden, Sinneswerkzeug, Empfindungsvermögen, Erkenntnis, Begreifen und Verständnis hinter dem Begriff.</p>
<p>Für Platon (427–347 v. Chr.) stand die Nachahmung der Schönheit im Vordergrund, um diese zu verinnerlichen. Er bildete eine Stufenleiter von „der leiblichen Schönheit über die seelische Schönheit zu den schönen Tätigkeiten (aktives Tun), weiter zu den schönen Erkenntnissen (Wissenschaft) bis zum Schönen an sich“.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Mit Nachahmung ist jedoch nicht die getreue Wiedergabe einer Form oder die Kopie gemeint, sondern innerhalb der Stufenleitung die Haltung des Schönen zu erlernen und in eine selbstständige Handlungsweise einzubetten. Das bedarf einer Läuterung und Reinigung, denn nur in der künstlerischen Ekstase, in der Inspiration, kann es gelingen, die ursprüngliche Wirklichkeit der Ideen – und Gott – nahezukommen. Das Ziel ist ein ästhetisches, intellektuelles und ethisches Maximum.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> Dabei wird die Idee des Schönen mit der Idee des Guten zu einer Weisheitslehre verbunden. Schönheit ist das beständig Seiende, ewig und unvergänglich, und frei von Vergleichbarkeit. Schön ist in sich rein und immer nur es selbst. Schön ist die Liebe in ihrer reinen und wahren Form, denn nur sie enthält die Erkenntnis für das unvergleichbare Wahre und Ewige. Das Urschöne ist die wahre Liebe, ist das Göttlich-Schöne. Für Platon zeigt sich in der Suche nach dem Guten das Schöne: <em>„’Der Schönheit allein ist dies zuteil geworden, daß [sic!] sie das am meisten Hervorleuchtende (ekphanestaton) und Liebenswerte ist’.“</em><a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a> Platon greift hier inhaltlich auf den griechischen Dichter Pindar zurück, der dies poetischer formulierte:</p>
<p><em>„Was von Natur kommt, ist voller Kraft [&#8230;] Doch alles, was ohne Gottheit geschieht, wird durch das Verschweigen nicht schlechter [&#8230;] Angeborener Wert ist&#8217;s, der hohes Gewicht leiht. Wer nur Gelerntes kann, ein dunkler Mann, denkt auf dieses, auf jenes er bald, geht nie sicheren Fußes, versucht sich an tausend Leistungen nur mit ziellosem Sinn.“<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a></em></p>
<p>Sokrates, Platon und Aristoteles vereint der Glaube an universelle und zeitlose Kriterien für eine Bewertung von Schönheit, wobei schön ausschließlich das Ur-Schöne, das Göttliche, frei von jeglicher Vergleichbarkeit ist.</p>
<p>Der deutsche Philosoph Alexander Gottlieb Baumgarten (*1714–1762) gilt als der Begründer der ästhetischen Bildung als eigene Wissenschaft, und er beschreibt in seinem Werk <em>Aesthetica</em> (1790) seine Lehre von den angewandten Gesetzen der Schönheit. Baumgarten setzt die Ästhetik als Analogon zur Logik und strukturiert sie in Teilgebiete. Für ihn umfassen Ästhetik und Logik sowohl natürliche als auch künstliche Bereiche<a href="#_ftn5" name="_ftnref5">[5]</a>, und er definiert Ästhetik wie folgt: <em>„Die Ästhetik (Theorie der freien Künste, untere Erkenntnislehre, Kunst des schönen Denkens, Kunst des Analogons der Vernunft) ist die Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis.“</em><a href="#_ftn6" name="_ftnref6">[6]</a> Baumgarten unterteilt weiterhin die Definition der Ästhetik in folgende Teilbereiche:</p>
<p><em>„1) Die Ästhetik ist eine Erkenntnistheorie, und zwar speziell der ‚unteren’, sinnlichen Erkenntnisvermögen, 2) sie soll als Wissenschaft der Logik an die Seite gestellt werden, 3) sie ist zugleich eine ‚Kunst des schönen Denkens’ und eine ‚Theorie des Schönen’ und sie soll 4) auch eine Theorie der freien Künste umfassen.“</em> <a href="#_ftn7" name="_ftnref7">[7]</a></p>
<p>Für ihn ist das rationale Denken gleichwertig mit der sinnlichen Erkenntnis. Damit beinhaltet Ästhetik die sinnliche Erkenntnis, das Begreifen, das Verständnis und das Urteil. Für ihn wird die Ästhetik zu einer Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis durch das untere Erkenntnisvermögen, heute würde man sagen dem Unbewussten.</p>
<p><em>„Die unteren Erkenntnisvermögen, die Sinnlichkeit, sind eher zu bekämpfen als zu erwecken und zu stärken. Meine Antwort: a) Die unteren Erkenntnisvermögen haben keine Gewaltherrschaft, sondern eine sichere Erfahrung nötig. b) Die Ästhetik wird diese Führung übernehmen, soweit dies auf natürliche Art und Weise erreicht werden kann, indem sie uns gleichsam in die Hand nimmt […]“.</em><a href="#_ftn8" name="_ftnref8">[8]</a></p>
<p>Wie in der Antike vertritt auch Immanuel Kant die Verwandtschaft und Gleichursprünglichkeit von ästhetischem und moralischem Gefühl in seiner Analyse des Schönen und Erhabenen<a href="#_ftn9" name="_ftnref9">[9]</a>. Für ihn gilt einerseits: <em>„Es kann keine objektive Geschmacksregel, welche durch Begriffe bestimmte, was schön sei, geben. Denn alles Urteil aus dieser Quelle ist ästhetisch.“</em><a href="#_ftn10" name="_ftnref10">[10]</a> Andererseits gilt, dass die empirische, interkulturelle und Zeiten übergreifende Geschmacksregel abhängig von der Abstammung ist, dass es aber darunter auch eine tief verborgene, allen Menschen eigene Beurteilung der Formen geben muss. Schließlich gilt drittens, dass es exemplarische Produkte des Geschmacks gibt, welche ein Ideal der Schönheit darstellen, wobei das Urbild des Geschmacks lediglich eine Idee<a href="#_ftn11" name="_ftnref11">[11]</a> ist, die jeder eigenverantwortlich aus sich selbst entstehen lassen muss und die Grundlage der eigenen Beurteilung ist.<a href="#_ftn12" name="_ftnref12">[12]</a></p>
<p>In der Antike wurde das Urschöne mit dem Guten und Göttlichen verbunden und galt als Vorbild zur Nachahmung. Kant nennt es das Urbild des Geschmacks, das jeder in sich trage und hervorbringen müsse.</p>
<p>Diese Auffassungen gleichen sich im Kern und sind auch noch heute gültig.<br />
Ihre Sybs Bauer</p>
<h6><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a>           Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a>           Vgl. Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a>           Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a>           Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref5" name="_ftn5">[5]</a>           Vgl. Mirbach (2007), S. 27f.<br />
<a href="#_ftnref6" name="_ftn6">[6]</a>           Baumgarten in Mirbach (2007), S. 28.<br />
<a href="#_ftnref7" name="_ftn7">[7]</a>           Baumgarten in Mirbach (2007), S. 28.<br />
<a href="#_ftnref8" name="_ftn8"><sup>[8]</sup></a>            Baumgraten in Hamker (2003), S. 178.<br />
<a href="#_ftnref9" name="_ftn9">[9]</a>           Vgl. Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref10" name="_ftn10"><sup>[10]</sup></a>          Kant (1790) Kapitel 25, § 17.<br />
<a href="#_ftnref11" name="_ftn11">[11]</a>         Vgl. Natter (2017).<br />
<a href="#_ftnref12" name="_ftn12">[12]</a>         Vgl. Kant (1790) Reclam, 2006.</h6>
<h6>Foto: Ronny Overhate</h6>
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