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	<title>gute Form &#8211; designkunst</title>
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	<description>die Kunst, Erfolg zu gestalten</description>
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		<title>10 Thesen Gutes Design von Dr. Fritz Eichler, braun</title>
		<link>https://designkunst.com/10-thesen-gutes-design/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jun 2022 13:25:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Industriedesign]]></category>
		<category><![CDATA[designstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[gute Form]]></category>
		<category><![CDATA[gutes Design]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei den 10 Thesen für gutes Design fällt meist der Name Dieter Rams. Weniger bekannt ist, dass die ursprünglichen 10 Thesen von Dr. Fritz Eichler,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den 10 Thesen für gutes Design fällt meist der Name <a href="https://designkunst.com/gutes-design/" target="_blank" rel="noopener">Dieter Rams</a>. Weniger bekannt ist, dass die ursprünglichen 10 Thesen von Dr. Fritz Eichler, Vorstand Gestaltung der braun AG bereits in 1972/1973 als Anleitung verfasst wurden und erst 1995 von Dieter Rams modifiziert. Eichler prägte die Designorientierung mit dem Gründern Artur und Erwin Braun und verknüpfte das Unternehmen mit der Ulmer Schule. Otl Aicher und Hans Gugelot wurden feste Ansprechpartner. Man könnte fast vermuten, dass der plötzliche Tod des Architekten und Designers Hans Gugelot 1965, der maßgeblich die Formensprache in den braun Produkten verantwortete, für Fritz Eichler Anlass war, die erarbeitete Designphilosophie in Worte zusammenzufassen. Wer Interesse an der braun-Geschichte hat, wird im letzten Heft <a class="" href="https://www.designundtext.com/epaper-zero/index.html#0" target="_blank" rel="noopener">Design+Design zero</a> fündig. Wenig ist den ursprünglichen Punkten hinzuzufügen, und sie sind im Original klarer als so mancher Versuch, diese umzuformulieren. Hier das vollständige Original als pfd <a href="https://designkunst.com/wp-content/uploads/2021/12/3.7.pdf">10 thesen gutes design</a> zum download.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>GUTES DESIGN</h3>
<p>Die Voraussetzung für gutes Design, und so auch für eine langfristige Marke, ist ein klares strategisches Unternehmenskonzept. Hier muss Design als Aufgabe des gesamten Unternehmens zur Chefsache werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol>
<li>
<h5>Die Einheitlichkeit: <em>Design orientiert sich nicht an starren Regeln, sondern an den Zielen und Gegebenheiten, die eine Aufgabe an sie stellt</em></h5>
</li>
<li>
<h5>Die Funktion: <em>Der Gebrauch ist für uns Ausgangspunkt und Ziel jeder Gestaltung.</em></h5>
</li>
<li>
<h5>Die Ordnung: <em>Jede Gestaltung ist für uns erst brauchbar, wenn sie eine durchdachte Ordnung hat.</em></h5>
</li>
<li>
<h5>Die Ergonomie: <em>Formgestaltung wird für Menschen gemacht und muss auf die Kräfte, die Maße, die Sinne des Menschen abgestimmt sein.</em></h5>
</li>
<li>
<h5>Die Einfachheit: <em>Gutes Design heißt möglichst wenig Design.</em></h5>
</li>
<li>
<h5>Die Ausgewogenheit: <em>Design bringt alle einzelnen Elemente in die richtigen Proportionen.</em></h5>
</li>
<li>
<h5>Die Sorgfalt: <em>Für Designer*innen gibt es keine Nebensächlichkeiten.</em></h5>
</li>
<li>
<h5>Der Ausdruck: <em>Gutes Design ist Ausdruck hoher Qualität, fortschrittlicher Technik und neuartiger Gebrauchseigenschaften</em></h5>
</li>
<li>
<h5>Die Innovation: <em>Design geht neue Wege, weil es sich an der Entwicklung der Technik und den Änderungen des Verhaltens der Menschen orientiert.</em></h5>
</li>
<li>
<h5>Die Zusammengehörigkeit: <em>Design stellt die Dinge in den Zusammenhang eines sinnvollen Programms.</em></h5>
</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://designkunst.com/gutes-design/" target="_blank" rel="noopener">Vergleichen Sie diese 10 Thesen mit denen, die Dieter Rams als seine ausgab.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>10 Thesen für Gutes Design nach Dieter Rams</title>
		<link>https://designkunst.com/gutes-design/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2020 11:58:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Industriedesign]]></category>
		<category><![CDATA[10 Thesen]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Rams]]></category>
		<category><![CDATA[gute Form]]></category>
		<category><![CDATA[gutes Design]]></category>
		<category><![CDATA[qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wert]]></category>
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					<description><![CDATA[Die 10 Thesen, die Dieter Rams zugeschrieben werden, aber in der Urfassung von dem Vorstand Gestaltung in der Braun AG, Dr. Fritz Eichler 1972/72 als&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die 10 Thesen, die Dieter Rams zugeschrieben werden, aber in der Urfassung von dem Vorstand Gestaltung in der Braun AG, <a href="https://designkunst.com/10-thesen-gutes-design/" target="_blank" rel="noopener">Dr. Fritz Eichler</a> 1972/72 als Anleitung aufgeschrieben wurde, sind so etwas wie Ur-Thesen für mein Industriedesign Studium. 1995 modifizierte Dieter Rams diese Thesen und erweiterte sie 2002 und vergaß leider den Urheber zu erwähnen. Wer Interesse an der braun-Geschichte hat, wird im letzten Heft <a href="https://www.designundtext.com/epaper-zero/index.html#0" target="_blank" rel="noopener">Design+Design zero</a> fündig.</p>
<p>Noch stark geprägt von der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bauhaus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bauhaus</a>-Idee und der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hochschule_f%C3%BCr_Gestaltung_Ulm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ulmer Schule</a>, galt die Gute Form als einziges Ziel. Die 10 Thesen hießen damals nicht 10 Thesen, sondern Funktionsanalyse (heute extrem ausgedünnt als design thinking im Umlauf). Hier wurde in die verschiedenen Funktionsbereiche bis in die Tiefe unterschieden, in denen die ästhetischen Funktionen gleichwertig neben der funktionalen Funktionen und der Reparaturfähigkeit, Materialtrennung und Entsorgung (heute: Nachhaltigkeit) stand. Im Fokus stand immer der Verbraucher, der Mensch (heute: user centered), der das Produkt nutzte.<br />
Diese 10 Thesen können perfekt auch als Qualitätskontrolle eingesetzt werden – übrigens in allen Designsparten.</p>
<h4>braun</h4>
<p>Was heute apple ist, war in den 60-80 Jahren die Firma braun. Dr. Fritz Eichler, Initiator für Design im Unternehmen, kommunizierte übergreifend die Haltung im Unternehmen Die braun&#8217;sche klare Formensprache begründete der Architekt und Designer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Gugelot" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hans Gugelot</a>, der auch maßgeblich an der Ulmer Schule mitwirkte und 1965 plötzlich verstarb. Eichler und Gugelot sahen Design als intellektuelle und moralische Frage, die mit Geschmack nichts zu tun hat. braun arbeitete auch eng mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Otl_Aicher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Otl Aicher</a> und weiteren großen Namen zusammen. Letzter entwarf übrigens das Corporate Design. Nach dem frühen Tod von Gugelot, setzte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Rams" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dieter Rams</a> das Gedankengut der radikalen Reduktion fort und war bis 1995 Leiter der Formgebung bei braun. Im Folgenden sind die 10 Thesen nach Dieter Rams (das Original wird in einem <a href="https://designkunst.com/10-thesen-gutes-design/" target="_blank" rel="noopener">anderen Blogbeitrag</a> auftauchen).</p>
<ol>
<li>
<h4><strong>Gutes Design ist innovativ</strong></h4>
<p>Die Möglichkeiten für Innovation sind noch längst nicht ausgeschöpft. Die technologische Entwicklung bietet immer wieder neue Ausgangspunkte für innovative Gestaltungskonzepte, die den Gebrauchswert eines Produktes optimieren. Innovatives Design entsteht aber stets im Zusammenhang mit innovativer Technik und ist niemals Selbstzweck.</li>
<li>
<h4>Gutes Design macht ein Produkt brauchbar</h4>
<p>Man kauft ein Produkt, um es zu benutzen. Es soll bestimmte Funktionen erfüllen – Primärfunktionen ebenso wie ergänzende psychologische und ästhetische Funktionen. Gutes Design optimiert die Brauchbarkeit und lässt alles unberücksichtigt, was nicht diesem Ziel dient oder gar entgegensteht.</li>
<li>
<h4>Gutes Design ist ästhetisch</h4>
<p>Die ästhetische Qualität eines Produktes ist integraler Aspekt seiner Brauchbarkeit. Denn Geräte, die man täglich benutzt, prägen das persönliche Umfeld und beeinflussen das Wohlbefinden. Schön sein kann aber nur, was gut gemacht ist.</li>
<li>
<h4>Gutes Design macht ein Produkt verständlich</h4>
<p>Es verdeutlicht auf einleuchtende Weise die Struktur des Produkts. Mehr noch: es kann das Produkt zum Sprechen bringen. Im besten Fall erklärt es sich dann selbst.</li>
<li>
<h4>Gutes Design ist ehrlich</h4>
<p>Es lässt ein Produkt nicht innovativer, leistungsfähiger, wertvoller erscheinen, als es in Wirklichkeit ist. Es versucht nicht, den Verbraucher durch Versprechen zu manipulieren, die es dann nicht halten kann.</li>
<li>
<h4>Gutes Design ist unaufdringlich</h4>
<p>Produkte, die einen Zweck erfüllen, haben Werkzeugcharakter. Sie sind weder dekorative Objekte noch Kunstwerke. Ihr Design sollte deshalb neutral sein, die Geräte zurück treten lassen und dem Menschen Raum zur Selbstverwirklichung geben.</li>
<li>
<h4>Gutes Design ist langlebig</h4>
<p>Es vermeidet modisch zu sein und wirkt deshalb nie antiquiert. Im deutlichen Gegensatz zu kurzlebigem Mode-Design überdauert es auch in der heutigen Wegwerfgesellschaft lange Jahre.</li>
<li>
<h4>Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail</h4>
<p>Nichts darf der Willkür oder dem Zufall überlassen werden. Gründlichkeit und Genauigkeit der Gestaltung sind letztlich Ausdruck des Respekts dem Verbraucher gegenüber.</li>
<li>
<h4>Gutes Design ist umweltfreundlich</h4>
<p>Das Design leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt. Es bezieht die Schonung der Ressourcen ebenso wie die Minimierung von physischer und visueller Verschmutzung in die Produktgestaltung ein.</li>
<li>
<h4>Gutes Design ist sowenig Design wie möglich</h4>
<p>Weniger Design ist mehr, konzentriert es sich doch auf das Wesentliche, statt die Produkte mit Überflüssigem zu befrachten. Zurück zum Puren, zum Einfachen!</li>
</ol>
<p><a href="https://designkunst.com/10-thesen-gutes-design/" target="_blank" rel="noopener">Vergleich mit dem Original von Dr. Fritz Eichler</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Heute: world design day</title>
		<link>https://designkunst.com/heute-world-design-day/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2020 07:25:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[gute Form]]></category>
		<category><![CDATA[qualität]]></category>
		<category><![CDATA[world design day 2020]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor kurzem wurde ich mit der Äußerung konfrontiert, Design sei alles. Die Aussage kam aus der Hamburger Kulturbehörde und kann auch auf der Webpage des&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem wurde ich mit der Äußerung konfrontiert, Design sei alles. Die Aussage kam aus der Hamburger Kulturbehörde und kann auch auf der Webpage des seit Jahren brachliegenden <a href="https://www.designxport.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">designxport</a> mit dem Zusatz „design ist alles ist design“ nachgelesen werden. Selbst unter dem Aspekt, dass alles irgendwie gestaltet wurde, kann ich das als Designerin nicht stehen lassen. Warum? Das &#8222;irgendwie&#8220; macht den Unterschied. Design ist nicht irgendwie irgendwas gestalten. Design ist nicht alles. Und nein, nicht alles ist Design.</p>
<p>Wir haben ein Problem mit der Definition von Design.</p>
<p>Markenunternehmen, die sich erfolgreich dem Design verschrieben haben, sind die besten Beweise, dass mit professionellen Designer*innen eine klare Gestaltungshaltung in den Produkten, in der Kommunikation und in der Haltung erarbeitet wurde und wird. Gerade diese Klarheit macht ein Unternehmen erst zu einem Markenunternehmen. Design macht Marke, wäre ein besserer Slogan. Denn, Porsche produziert nicht irgendein Auto, sondern einen Porsche. Gerade mit der Automobilbranche versteht ein jeder, wie Design wirkt und was bewirkt. Ober nehmen Sie apple. Sie erinnern sich noch an den millionenschweren Börseneinbruch als der Chefdesigner Jonathan Ive das Unternehmen apple verließ?</p>
<p>Wie sehr wir im Design offensichtlich dem Nichtwissen ausgesetzt sind, zeigt auch das <a href="https://www.donaukurier.de/nachrichten/wirtschaft/Es-geht-nicht-nur-um-subjektive-AEsthetik;art154664,4559649?fbclid=IwAR0FLgM8sqXcNqZDA2gyxSiDSFQCVts4ze4Q9miblrQXc4lSgDVCNXQipnQ" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuelle Interview</a> zum <a href="https://dertagdes.de/jahrestag/welttag-des-designs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Welttag des Designs</a> 2020 mit Prof. Markus Frenzl (Autor von <a href="http://www.designerglueck.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Designerglück</a>). Die erste Frage an ihn, was ist Design? Szenenwechsel. Stellen Sie sich vor, Sie lesen morgen ein Interview mit Angela Merkel, und die erste Frage wäre, was ist Politik? Oder, eins mit Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender von Porsche, was ist ein Auto? Oder Tim Cook, was ist ein Smartphone? Ich nehme an, Sie haben die Absurdität dieser Frage verstanden.</p>
<p>Ja, Design ist vielfältig. Und ja, es gibt viele unterschiedliche Bereiche – so wie in vielen Branchen. Nur eins bietet ausschließlich das Design: einen branchenübergreifenden Erfolgsfaktor. Wäre das geklärt? Dann können wir über Inhalte diskutieren.</p>
<p>Denn eigentlich geht es im Design (und nicht nur hier) um Qualität: die richtigen Fragen zu finden und die passenden Lösungen. Früher (in meiner Studienzeit) wurde die Designqualität als „gute Form“ bezeichnet. Eine alte Ausdrucksweise, die ich zu gerne wieder auf leben lassen würde. Denn die „gute Form“ beinhaltet weit mehr als nur die Gestaltung eines Produktes; ebenso liegen darin die Haltung, das Verhalten und der Prozess.</p>
<p>Also reden wir über die gute Form und die Qualitätskriterien.</p>
<p>Fortsetzung folgt im nächsten Beitrag – doch heute wird das facettenreiche Design gefeiert!</p>
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