Marke ist nicht gleich Marketing

Marke nicht gleich Marketing

Ist doch logisch, glauben Sie? Nein, ist es nicht. Die Namensähnlichkeit der Marke und Marketing verleitet zu leicht, die Marken-Entwicklung der Marketing-Abteilung zu überlassen. Eine gelebte Realität in vielen Unternehmen.
Die Definition von „Marketing“ ist jedoch deutlich: „Marketing beschreibt ein Konzept der marktorientierten Unternehmensführung, das darauf ausgerichtet ist, die Bedürfnisse (potenzieller) Kunden zu befriedigen. Dies umfasst neben operativen Maßnahmen, die die Kaufentscheidung beeinflussen sollen, auch alle anderen Unternehmensbereiche. Außerdem wird unter Marketing der Unternehmensbereich verstanden, der für die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen verantwortlich ist.“

 

Marktorientierung?

Ich höre das große Aber. „Marktorientierung“ und „Bedürfnisse des Marktes“ heißt nichts anderes, als dass vom Kunden aus das Produkt, das Produktportfolio und auch die Marke bestimmt wird. Der Weg eines Markenunternehmens geht jedoch immer von Innen nach Außen. Ein Beispiel (sorry, wieder mal die gleiche Firma): hätte Apple vor der Entwicklung des iPhones den Markt gefragt oder gar Bedürfnisse der Kunden erkundet, wäre dieses Produkt nie zustande gekommen. Warum? Weil der damalige Markt mit Mobiltelefonen längst übersättigt und das Bedürfnis, z. B. mit dem Mobiltelefon zu fotografieren, nicht vorhanden war. Die Initiative kam aus (damals) utopischen Ideen der Industriedesigner*innen, die in einem Produkt Verbindungen schafften, die sonst niemand sah. Und aus dem Mut der Führungsspitze in der ihr eigenen Wertehaltung, den Nutzer in der Handhabung miteinzubeziehen.

 

Produkt macht Marke

Das heißt nichts anderes, als dass immer das Produkt zuerst da ist und mit diesem Werte und Haltung eines Unternehmens festgelegt ist – im Idealfall schriftlich im Design- und Markenhandbuch – dann fängt die Vermarktung innerhalb des festgelegten Rahmens einer Marke nach Außen treten.

Das heißt nicht, dass die Bedürfnisse des Marktes unwichtig sind, aber sie sind immer in der aktuellen Situation verankert und gelten nicht für die Zukunft. Aber jedes neue Produkt muss im Markt der Zukunft seinen Platz finden. Wer in der Produktentwicklung zu Hause ist, weiß, dass diese mitunter Jahre dauern kann. Und mit Blick auf die Nachhaltigkeit sogar eine (alte) neue, umfassende und notwendige Langfristigkeit beinhalten muss. Das passt zum Marken-Denken: denn auch eine Marke wird auf Jahrzehnte angelegt. Somit gleichen sich die Produktentwicklung und Markenentwicklung an: nachhaltig und langfristig. Produkt macht Marke – Marke macht Produkt.

 

Für eine Zukunft nach der Zukunft

Hier unterscheiden wir uns bei designkunst auch deutlich von Marketing- und Werbeagenturen – und von klassischen Unternehmensberatungen. Wir kennen die Produktentwicklung. Wir integrieren das Produkt und das Produktportfolio in die Markenstärkung oder für Start-ups für den Aufbau einer Marke. Dabei agieren wir datenbasiert im Screening, kreativ in der Konzeption und wirtschaftlich in der Ausführung. Wir gehen immer von Innen nach Außen, sprich vom Wesenskern, vom Sinn (neudeutsch purpose), in eine ganzheitliche Visualisierung – und integrieren unsere schützenswerte Natur. Unser Motto: Für eine Zukunft nach der Zukunft.

Wie schnell sich die Welt verändert, erleben wir jetzt seit einigen Jahren. Einem Tornado gleich wechseln die Prioritäten. Nichts zeigt deutlicher, wie wichtig Stabilität und Vertrauen sind. Übrigens, zwei Komponenten, die eine gelebte Marke und gutes Produktdesign immer beinhalten.

 

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