creative being statt design thinking

design thinking

Die Welt sucht nach Innovationen. Sie ist gierig nach Lösungen. Immer mehr und immer dringender. Die Lösung scheint agiles Arbeiten und design thinking zu sein. (Woher das kommt lesen Sie in einem älteren Blogbeitrag.) Ihnen wird versprochen, Sie lernen in nur fünf Wochen á 4-6 Stunden online wie es geht, kreativ(er) zu sein. Erschreckend, dass es solche Kurse gibt, noch erschreckender, wenn sie tatsächlich gebucht werden. Warum?

design thinking ist eine Struktur

design thinking ist eine Struktur, alt bekannt und bewährt, aber eben nicht mehr. Im Deutschen nannte man es in meiner Studienzeit Funktionsanalyse. Diese war – und ist immer noch – weit tiefgreifender und umfassender, als das hoch gelobte design thinking. Aber auch die Funktionsanalyse ist nur eine Struktur. Sinnvoll aufgebaut und eingebettet in einen Zeitplan wird sie allerdings für den gesamten Entwicklungsprozess zu einem perfekten Kontrollinstrument.

Eine Struktur generiert keine Ideen.
Eine Struktur macht niemanden kreativ(er).
Nein, wirklich nicht.
Eigentlich weiß das jeder.

Kreativität ist nicht erlernbar

Wenn Sie Kreativität benötigen, holen Sie sich sehr gute Industrie-Designer*innen ins Boot. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter*innen schulen wollen, holen Sie sich kreative Designer*innen mit Lehr- und Coach-Erfahrung. Solche, die sich mit dem kreativen Prozess auskennen, Seminarerfahrung mitbringen (also erklären können) und auch theoretisches Wissen einbringen. Solche, die richtig fit sind, Ideen zu generieren.
Aber bitte glauben Sie niemanden, der mal kurz einen design thinking workshop absolvierte und jetzt meint, er oder sie wisse wie es geht.
Der gravierende Fehler ist bereits, wenn Ihnen jemand verkaufen möchte, Kreativität sei lernbar und nach 30 Stunden können Sie Ideen generieren und Sie werden plötzlich mit Innovationen bereichert. Kreativität ist nicht erlernbar. Kreativität kann nur frei gelegt werden.

Sie glauben das nicht? Wenn ein Laie an einem 30-stündigen online-Kurs das Kochen lernt, ist er dann ein Sternekoch oder ein Profi? Würden Sie ihm oder ihr glauben schenken, er oder sie könne Ihnen zeigen, wie man richtig lecker kocht? Ein anderes Beispiel: Nur wenn jemand ein Instrument spielt, spielt er noch lange nicht in der Liege der Philharmoniker Orchester oder ist gar ein Solist. Würden Sie Klavierunterricht nehmen von jemanden, der Geige spielt? Übrigens, auch hochkarätige Musiker üben jeden Tag.

Mit anderen Worten, wer selbst nicht täglich im Kreativen aktiv ist, sollte sich nicht anmaßen, Ihnen etwas über kreative Ideen oder Innovationen sagen zu können. Und wenn Sie in Unternehmen den kreativen Input erhöhen wollen, bitte suchen Sie sich jemanden, die praktische Erfahrung des Kreierens mitbringt, sich selbst immer wieder kreativ erfindet und zusätzlich die Fähigkeit der Vermittlung beherrscht. Ja, mit Dr. Sybs Bauer finden Sie genau die Richtige.

Interessiert? Dann rufen Sie bitte an unter 040 2369 0894