tausend arme, ein herz, Guanyin als Vorbild für Führungskiunst

Tausend Arme, ein Herz

was Guanyin über Führung erzählt

Eine chinesische Göttin, die Führung neu denken lässt

Das Faszinierende an ihr ist genau ihre Verwandlung: Aus dem indischen männlichen Bodhisattva Avalokiteśvara wird im chinesischen Buddhismus die weibliche Guanyin – die Göttin des Mitgefühls, die „Hörerin der Klagen der Welt“. Und damit beginnt eine Geschichte über Wandel, Haltung, und ein ungewöhnliches Vorbild mit Tausend Armen, 11 Köpfen und ein Herz wie Führung gehen könnte. 

Und dann wird die Geschichte geradezu dramatisch.

Denn Guanyin legte ein Gelöbnis ab: Sie würde so lange wirken, bis alle Lebewesen aus dem Kreislauf des Leidens befreit sind. Also begann sie, die Schreie der Welt zu hören. Alle.Ihr Kopf zerbarst in elf Teile so groß war die Not. Ihre Arme zerbrachen in tausend Stücke. Aus diesen Bruchstücken entstand ihre neue Gestalt: elf Köpfe, tausend Arme. Zwei Hände bleiben vor ihrer Brust zum Gebet vereint. Die anderen Arme reichen hinter ihr in alle Richtungen. Über allen thront die kleine Buddhafigur: ihr spirituellen Lehrer.

Die Tausendarmige, deren unzählige Hände für die vielen Möglichkeiten stehen, Menschen zu erreichen und ihnen zu helfen.

Hören. Wahrnehmen. Handeln.

Eine wunderbare Kurzform für Führung. Denn Führung beginnt dort, wo jemand wirklich zuhört. Wahrnimmt. Dem Gesagten und Ungesagten. Den Menschen. Dem Unternehmen. Dem Markt. Dem Produkt. Und, der eigenen Intuition.

Was brauchen die Mitarbeitenden? Was geschieht gerade im Unternehmen? Was möchte ausgesprochen werden? Was zeichnet sich im Markt bereits ab? Was will die Natur? Wie wirkt ein Produkt tatsächlich? Was bewirkt es? Was zerstört es? Was möchte sich verändern? Und dann kommt die vielleicht spannendste Frage für Führungskräfte: Was möchte entstehen? Sie öffnet eine neue Perspektive: Was braucht es, damit etwas Gutes entstehen kann?

Eine Führungstranformation.
Weg vom klassischen Management, hin zu einer humanen, wertschätzenden Haltung. Hier ist die Ästhetische Haltung zu Hause.

Tausend Arme, ein Herz: Die lebendige Wechselwirkung

Unsere Wirtschaft basiert auf einer Kultur von Wachstum, Effizienz und Optimierung. Diese Kräfte resultieren in unseren Wohlstand und gerade da sind wir dabei diese eigene Kraft, also die das möglich machte, abzuschaffen.
Kein Wunder also, dass die Sehnsucht nach dem, was Organisationen lebendig hält wächst: Menschen, Aufmerksamkeit, Vertrauen, Beziehungen und Kreativität. Und nach einer Haltung, die die Natur als lebendiges Gegenüber versteht, langfristig und nachhaltig agiert. Es ist die Sehnsucht wahrgenommen zu werden, in verbindende Beziehung zu treten und wieder im Dialog zu kommunizieren. Es ist die Sehnsucht nach einer Guanyin. Die Not (das Problem) sehend, die helfende Hand und die Geburt von Neuem. Macht tragen und Gleichwertigkeit leben.

Und genau das ist die Aufgabe von Führung.
(Damit erwarte ich nicht, dass Sie Gottheiten in Ihr Unternehmen bringen sollen.)

Und plötzlich sind wir mitten im Design

Genau hier liegt einer der wichtigsten Aspekte im Design:Probleme erkennen, visualisieren und lösen. Die User, also Menschen, werden integriert und die Problemstellung ganzheitlich gelöst. Dann bekommt Guanyins Haltung eine Form. In Produkten, in Räumen, in Sprache, in Bildern, in Kommunikation und in der Art, wie ein Unternehmen Beziehungen gestaltet. Kurz: in seiner Marke.

Auch wenn wir keine 11 Köpfe und tausend Arme haben, sind die Fragen sind im Design ziemlich ähnlich: Was ist wesentlich? Was kann weg? Was braucht der Mensch? Was braucht das System? Was braucht die Zukunft? Was braucht die Natur? Design ist eine systemisch-agierende Haltung für den Menschen und für die Natur.

 

Mit offenen Ohren.
Mit einem offenen Herzen.
Mit Gestaltungskraft.

 

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