world design day WDD

World Design Day

Kann man als Designerin sich selbst feiern? Oder die eigene Branche? Wenn ja, welchen Tag sollte ich bevorzugen, den heutigen World Design Day oder lieber den International Industrial Design Day? Erster wird vom International Council of Design ausgerufen, der zweite von der World Design Organisation. Eigentlich hängen beide zusammen und die Differenzierung betrifft eher die Unterscheidung zwischen Communication Design und Industrial Design.

Zwitterwesen?

Jetzt stehe ich mit einem Fuß im Industriedesign, mit dem anderen im Kommunikationsdesign. Für mich keine zwei Bereiche, denn ich bin überzeugt, dass die Kommunikation das Produkt braucht, den Anfang jedes Unternehmens. Auch bin ich überzeugt, dass nur wer das Produkt und die Prozesse dahinter versteht, die richtige Markenstrategie für Unternehmen findet. Nicht aufgesetzt, nicht laut schreiend, sondern mit Inhalt und Tiefe – das, was eine Marke nachhaltig lebendig hält. In beiden Designrichtungen, und im Schreiben, geht es um Schönheit, Natürlichkeit und Harmonie, oder altdeutsch, um das richtige Ebenmaß. Ein wunderbares Wort, welches ebenbürtige Werte und die harmonische Ästhetik beinhaltet.

Das diesjährige Thema des World Design Day, Love. Peace. Design! ist für mich immer gültig! Denn ohne Liebe zum Gestalten geht es nicht und ohne Frieden in sich selbst, kann Liebe nicht entstehen und somit auch kein gutes Design. Sicherlich wurde dieser Slogan aus anderen Gründen gewählt. Krieg, Konflikt und Unfrieden in der Welt mögen ausschlaggebend gewesen sein, und der Gedanke, dass Design zum Frieden beitragen kann. Designer*in oder nicht, der Anfang zum Frieden liegt jedoch immer in jedem selbst. Nur wer Frieden und Liebe in sich trägt, kann diese verbreiten.

 Editorial Design für formatio naturalis

In einer wissenschaftlichen Arbeit an der Technischen Universität München schreibt man nicht unbedingt von Liebe und Frieden. Und doch tauchen beide Begriffe in meinem Buch formatio naturalis auf. Das Vorbild Natur, deren Teil wir sind, führt uns genau dorthin, soviel sei hier verraten!  Das Interview und die letzte Rezession geben etwas ausführlicher. Und da ich selbst auch die gesamte Buchgestaltung übernahm – Design verpflichtet, nicht wahr – ist das Ergebnis in meinen Augen ein Vorbild für eine Designforschung. Warum? Die Gestaltung der eigenen Gedanken und Ergebnisse gehören für mich als Designerin zur Forschung hinzu.

Ergo, ich fühle mich heute genauso zu Hause wie am 29. Juni für den World Industrial Design Day (WIDD)!
Feiern Sie mit, schreiben Sie mir Ihre Gedanken zum Design, was Sie bewegt und was Sie von uns Designer*innen erhoffen!

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