neues Jahr 2023 und Trend für 2023

Neu: 2023 & Trends

2023

Der erste Blogbeitrag gilt natürlich allen Leserinnen und Lesern: ich wünsche allen nah und fern ein friedliches und erfülltes Jahr 2023 voller Inpulse und neuen Erkenntnissen!

Das Jahr will gestaltet werden, also ist der Blick auf die Trends 2023 fast ein „muss“. Aus unterschiedlichen – und durchaus sich widersprechenden – Vorhersagen, filterte ich für Sie das Wichtigste. Damit widerspreche ich weder dem Trendbüro noch Matthias Horx, aber erlaube mir einen anderen Blickwinkel und eine inhaltlich-verbindende Interpretation. Und, ganz nach dem Design-Motto, weniger ist mehr, reduziere ich auf 4 Punkte.

• Transparenz

Ob in der Politik, in Materialien oder in der Grafik, Transparenz ist angesagt. Wir wollen verstehen und wissen, was dahinter liegt. Daher ist Transparenz im gestalterischen dieses Jahr besonders beliebt.

• Retro & Vintage

Zurück in die Zukunft. Einige behaupten, die Gestaltung der Jahrhundertwende 2000 seien im Trend. Allerdings sehe ich Retro weitergehend. Altes wird neu interpretiert, überarbeitet, restauriert oder verbunden mit anderem. Einzelstücke, gebrauchte oder geerbte Objekte, ziehen selbst in luxuriöse Räume ein. Hier deckt sich der Retro-Trend mit dem Trend der Nachhaltigkeit. Nicht neu kaufen, sondern Altes finden und kreativ einbinden. Kurz, Luxus wird subtiler, natürlicher und ist nicht mehr von der Stange. Kreativität ist hier gefragt!

• Natur & Wildnis

Mit noch mehr Pflanzen wird der Trend zur Natur fortgeführt. Senkrechte Gärten in Büros sind genauso en vogue wie die Dachbegrünung. Die Suche nach Lösungen, die von der Natur inspiriert sind, geht weiter. (Hier ist mein Buch formatio naturalis voll im Trend) Leder und Stoffe aus Pflanzenresten und Stroh als Baustoff. Die Avantgarde unter den Markenunternehmen engagieren sich und thematisieren Biodiversität, Klimawandel und regionale Naturthemen. Auch ein weiterer Aspekt kommt hier zum Tragen: wie in der Biodiversität werden auch die Gender- und Diversitätsaspekte strategisch eingebunden.

Grafisch wird die Natur im Retro-Stil abstrahiert, reduziert und farbenfroh interpretiert. Pflanzen- und Blumenmuster zieren so manchen Stoff, Tapete und Wände in Knallfarben – selbst im Küchenbereich – oder auf Farbverläufen, die ebenfalls nicht neu sind, nur jetzt punktierter eingebettet in amorphen Formen.

Fast könnte man einen separaten Trend ausrufen und doch ist der Übergang zum Lebendigen noch in die Natur einzubinden: Variablen Fonts und der Trend zum Bewegtbild. Typos werden gestört, verknotet oder gedehnt. Auch die Mode macht mit: offene Kanten und ausgefranste Kleider. Kein Wunder also, dass auch hier eine starke Verbindung zum Retro-Trend geknüpft werden kann.

• Reduktion & Leere

Hier vereinen sich die Sinn-Suche und das stylische Wellness. Reduziert in schwarz-weiss in einfachen Formen mit weniger Bild und mehr Text, gibt die Gestaltung der Leere Raum. Transparenz ist bereits überwunden, hier herrscht Ehrlichkeit.

Offene Fragen werden gestellt, wie die Frage, wie wollen wir leben? Was ist Wohlstand? Wie kann Frieden und Sicherheit gelingen? Neue Wege werden für die Zukunft gesucht. Ein Re-thinking und der Mut zum Fragen wird durch den Freiraum in der Gestaltung visualisiert.

Viva Magenta

Das Jahr 2023 soll laut dem Farbinstitut Pantone in Viva Magenta 18-1750 getaucht werden. Ein kräftiger Rotton mit etwas Blauanteil soll unsere innere Stärke fördern. Natürlich gibt es bei Pantone schon den Becher und weitere US-Konzerne bringen umgehend das Handy oder den Sportschuh mit dem farbigen Statement in den Fokus (ich frage mich, sind die Produkte käuflich oder nur digital eingefärbt?). Verringert man die Farbintensität oder die Transparenz, wird die Welt in Altrosa getaucht und erinnert stark an die Barbie-Welt. Eine Farbe die Mut erfordert, selbst wenn sie eher akzentuiert eingesetzt wird. Mein Tipp: Viva Magenta steht nicht jedem.

Gut zu wissen, dass der US-Konzerns X-Rite, zu dem Pantone gehört, selbst die jährliche Farbe bestimmt. Und, auch wichtig zu wissen, dass Pantone nicht mehr mit Adobe zusammen arbeitet, oder Adobe nicht mehr mit Pantone? Jedenfalls können Gestalter*innen die Pantonetöne nicht mehr als Vollfarbe kostenfrei in ihren Programmen anwenden. Bleibt ein Kopfschütteln aus der Designbranche.

Die jährliche Farbe mit Becher, Notizbuch & Co sind wohl eher als ein Verkaufs-Marketing-Gag zu verstehen, der wenig bis nichts über wirklich eingesetzten Farben des Jahres aussagen. Auch will Viva Magenta nicht so recht zu den allgemeinen Trends passen will oder soll der Naturtrend im kühlen Rot-Magenta-Ton durch’s Jahr getragen werden?

Umsetzung

Eine Marke an einen Trend anzupassen ist nicht immer einfach. Zumal hier Forschungen und Teilhabe gefragt sind. Alle drei Trends werden auch in meinem Buch formatio naturalis angesprochen. Hier jedoch mit Hintergrundwissen und Möglichkeiten der Implementierung. Daher lege ich Ihnen das „gefühlte Sachbuch“ wärmstens ans Herz.

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