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	<title>MI &#8211; designkunst</title>
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		<title>form follows nature</title>
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		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2025 10:43:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie strategische Kreativität den Unterschied macht Willkommen im KI-Prozän – einer Epoche, in der Künstliche Intelligenz analysiert, optimiert und Entscheidungen im Millisekundentakt trifft. Doch während&#8230;]]></description>
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<h2>Wie strategische Kreativität den Unterschied macht</h2>
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<p>Willkommen im KI-Prozän – einer Epoche, in der Künstliche Intelligenz analysiert, optimiert und Entscheidungen im Millisekundentakt trifft. Doch während Maschinen rechnen, bleibt die entscheidende Frage: Wer gestaltet eigentlich? Wie bewahren Unternehmen ihre kreative Identität in einer Welt, die immer stärker von Algorithmen regiert wird?</p>
<p><span id="more-9945"></span></p>
<h3>form follows … AI?</h3>
<p>Wir Alle kennen das Mantra „form follows function“. Später von frog in „form follows emotion“ charmant verdreht. Doch wer erinnert sich noch an das Originalzitat von Louis Henry Sullivan von 1896? Hier war es ein poetischer Lobgesang auf die Natur, der am Ende festhält: „..form ever follows function. [Das ist das Gesetz.]&#8220;</p>
<p><em>„… It is the pervading law of all things organic and inorganic, of all things physical and metaphysical, of all things human and all things superhuman, of all true manifestations of the head, of the heart, of the soul, that the life is recognizable in its expression, that form ever follows function. This is the law.“</em></p>
<p>Und heute? Glaubt man den KI-Enthusiasten, heißt es: „form follows AI“. Aber stimmt das wirklich?</p>
<h3><strong>KI im Business-Alltag</strong></h3>
<p>Keine Frage: Künstliche Intelligenz hat ihre Stärken (auch wenn „Intelligenz“ hier eher Marketing- als Biologiebegriff ist). Sie automatisiert, analysiert gigantische Datenmengen, trifft blitzschnelle Entscheidungen, kennt weder Müdigkeit noch Urlaubsanspruch – und bekommt dafür gigantische Entwicklungsbudgets. Laut McKinsey flossen allein 2024 rund 1,1 Milliarden Dollar in KI-Entwicklung. Die Jobangebote in diesem Bereich stiegen um unfassbare +985 %.</p>
<p>Doch ein Blick in die Praxis zeigt: KI ist ein Assistent – kein Orakel. Sie kann schneller recherchieren, moodboards bauen oder Managementroutinen übernehmen. Aber jemand muss ihr sagen, wohin die Reise gehen soll.</p>
<p>Denn: Wer entscheidet über Ästhetik, Nachhaltigkeit, über Werte? Wer erkennt das Unvorhersehbare? Wer hat Empathie? Wer bringt die wirklich neuen Ideen? Der Mensch. KI ist nicht kreativ. Punkt.</p>
<p><strong>Power Play oder Partnerschaft?</strong></p>
<p>Wenn es den Menschen für die wirklich wichtigen Fragen braucht – warum investieren wir dann Milliarden in KI, aber deutlich weniger in die Entwicklung unserer eigenen Intelligenz?</p>
<h3><strong>Wunderwerk Mensch</strong></h3>
<p>Unser Gehirn ist schließlich ein echtes Wunderwerk: rund 86 Milliarden Nervenzellen, jede mit bis zu 100.000 Synapsen verbunden, die zusammengenommen ein Netzwerk von einer halben Million Kilometern ergeben – das sind zehnmal Erde–Mond! Und das alles mit einer Signalgeschwindigkeit von bis zu 100 m/s bei einem ständigen Wechsel von elektrischem Impus und chemischer Transportation. Oder, spannender formuliert: ein stetiger Wechsel von Raum und Zeit ist, und von Materie und Energie.</p>
<p>Und es reicht noch immer nicht: Das Gehirn ist nicht allein. Es gibt das Bauchhirn – eigenständig lebensfähig – und das Herz als Informationsgeber. Spätestens hier wird klar: Der Kopf ist zwar wichtig, aber sicher nicht die herrschende „Zentrale“.</p>
<p>Und das Beeindruckendste: Alles begann mit zwei winzigen Zellen, die all das Wissen bereits in sich trugen.</p>
<h3><strong>Wie weiß die Raupe, dass sie ein Schmetterling wird?</strong></h3>
<p>Wie weiß jede Zelle, was sie zu tun hat? Wie weiß das Neugeborene, dass es atmen muss? Oder wie verwandelt sich eine Raupe in einen Schmetterling? Die Natur arbeitet mit einer Intelligenz, die kooperiert statt konkurriert, die frei von Bewertungen ist und Form aus innerem Wissen gestaltet. Diese Intelligenz ist unzerstörbar, nachhaltig und kreativ – mit Millionen Jahren Erfahrung.<br />
Ihr größter Nachteil? Der Mensch selbst. Unsere Konditionierungen, Glaubenssätze und unbewussten Muster blockieren oft, was eigentlich möglich wäre.</p>
<h3><strong>NI + MI + KI = Zukunftsformel</strong></h3>
<p>Mein Plädoyer: eine Synergie aus den drei Intelligenzen:<br />
<strong>NI</strong> – Natürliche Intelligenz: das vererbte, intuitive Urwissen.<br />
<strong>MI</strong> – Menschliche Intelligenz: die Fähigkeit zu abstrahieren, zu entscheiden, kreativ zu denken.<br />
<strong>KI</strong> – Künstliche Intelligenz: das Tool zur Wissensaneignung, Analyse und Automatisierung.<br />
Nur im Dreiklang entsteht wahre Innovationskraft.</p>
<h3><strong>Strategische Kreativität trainieren (Pathways)</strong></h3>
<p>Wie lässt sich diese strategische Kreativität trainieren? Hier ein paar Wege:</p>
<p><strong>· Pathway Wissensaneignung</strong><br />
Wer KI nutzen will, muss sie verstehen – genauso wie Materialien, Fachwissen oder neue Technologien. Ohne Lernen geht nichts.</p>
<p><strong>· Pathway Natur-Ethik</strong><br />
Die Prinzipien der Natur sind Lehrstoff als Vorbild für nachhaltige Innovationsentwicklung: vielfältig, neutral, kooperativ. Design Leadership übernimmt diese Haltung der kreativen Strategie als ethische Grundlage für zukunftsfähiges Gestalten.</p>
<p><strong>· Pathway Leere</strong><br />
Meditation, Kunst, Musik oder Zeit in der Natur schaffen geistige Entrümpelung. In der Leere entstehen neue Ideen – ohne Ballast der Vergangenheit oder Sorgen um die Zukunft.</p>
<p><strong>· Pathway Freiräume</strong><br />
Kreativität braucht Raum – räumlich, geistig und organisatorisch. Scheitern muss erlaubt sein, starre Prozesse dürfen Innovation nicht ersticken. Eine innere Freiheit ist der Weg und das Ziel.</p>
<p><strong>· Pathway Beziehungen</strong><br />
Natur ist Beziehung: zwischen Menschen, zwischen Mensch und Produkt, zwischen Mensch und Natur, zwischen Unternehmen und Gesellschaft. Vertrauen, Kooperation und offene Kommunikation sind der Humus für Innovation. Hier sind mehr als nur Skills gefragt.</p>
<h3><strong>Lebendige Wechselwirkungen</strong></h3>
<p>Eine kreative Unternehmenskultur strahlt nach außen und wirkt doppelt zurück. Wer strategische Kreativität etabliert, macht Mitarbeitende zu Botschafter:innen – freiwillig und überzeugend.</p>
<h3><strong>Wirkung &amp; Wachstum</strong></h3>
<p>Kreativität ist unser wichtigstes Kapital. Kreativität diffundiert – nach innen und außen. Wo sie wächst, entstehen Innovationen, die Unternehmen reifen lassen. Monetärer Erfolg? Kommt fast von selbst als Nebenprodukt.</p>
<h3><strong>Design Leadership – Pflichtfach für die Zukunft</strong></h3>
<p>Wenn Kreativität die Schlüsselkompetenz der Zukunft ist – und das bestätigt sogar das <a href="https://www.weforum.org/" target="_blank" rel="noopener">World Economic Forum</a> – dann ist klar: Strategische Kreativität ist Pflicht, nicht Kür.<br />
Nur wer natürliche Intelligenz versteht und mit menschlicher und künstlicher Intelligenz kombiniert, schafft nachhaltige Transformation.</p>
<p>Industriedesigner:innen sind dabei prädestiniert, den Wandel zu führen: neugierig, mutig und immer auf der Suche nach funktionaler, nachhaltiger Ästhetik. Bleibt noch, Sullivans‘ Zitat in seinen ursprünglichen Inhalt klar zu benennen:</p>
<h2><strong>Form follows nature</strong></h2>
<p>Vortrag von Dr. Sybs Bauer</p>
<p><strong>Interessiert an einer Zusammenarbeit?</strong><br />
Dann schreiben Sie mir bitte eine E-Mail info(add)designkunst.com oder rufen mich an unter 040 23 69 08 94</p>
<p>Kennen Sie meinen regelmäßig unregelmäßig erscheinenden Newsletter Gestaltung:zyklus? Nein?<br />
Dann melden Sie sich bitte <a href="https://designkunst.com/newsletter-gestaltungzyklus-von-designkunst/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> an!</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
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		<title>smart design shift</title>
		<link>https://designkunst.com/smart-design-shift-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2025 10:30:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Industriedesign]]></category>
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					<description><![CDATA[Drei Abende – sechs Impulse – unzählige Denkanstöße In der Sommerreihe &#8222;smart design shift&#8220; der VDID Projektgruppe Wirtschaft waren an drei Abenden im August sechs&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Drei Abende – sechs Impulse – unzählige Denkanstöße</h2>
<p>In der Sommerreihe &#8222;smart design shift&#8220; der <a href="https://www.vdid.de/verband/projektgruppen/" target="_blank" rel="noopener">VDID Projektgruppe Wirtschaft</a> waren an drei Abenden im August sechs höchst unterschiedliche, inspirierende und bereichernde Impulsvorträge zu hören. Trotz sommerlich-verlockenden Wetters fanden zahlreiche Interessierte den Weg an ihre Computer. Das Ergebnis: lebhafte Debatten, spannende Fragen und Anmerkungen, die wir in unserer <a href="https://www.vdid.de/verband/projektgruppen/" target="_blank" rel="noopener">VDID Projektgruppe</a> „WirtschaftsMacht IndustrieDesign“ weiter vertiefen werden.</p>
<h3>Auftakt</h3>
<p>Der Auftakt-Abend stand ganz im Zeichen der Design Skills. Thorsten Dreßler und Linda Schmidt machten deutlich, dass Soft Skills – also die bewusste Arbeit an der eigenen Persönlichkeit – zu den entscheidenden Zukunftskompetenzen zählen. Kommunikation, Empathie und Diplomatie sind hier ebenso gefragt, wie die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge klar zu vermitteln.</p>
<h3>Zweiter Teil</h3>
<p>Im zweiten Teil führte ich unsere Zuhörer*innen in die Welt der Künstlichen Intelligenz mit den Veränderungen und Herausforderungen für unsere Branche : Die Zukunft braucht verantwortungsbewusste, entscheidungsfreudige Designer:innen. Mehr noch – ich plädierte für eine Trias aus Menschlicher Intelligenz (MI), Künstlicher Intelligenz (KI) und Natürlicher Intelligenz (NI). Hier verweise ich auch sehr gerne auf meine Forschungsarbeit, veröffentlicht unter dem Titel <a href="https://designkunst.com/training/" target="_blank" rel="noopener">formatio naturalis.</a><br />
Diese drei Formen von Wissensaneignung, Training des eigenen Denkens und unserer natürlichen Ressource, sollten gleichwertig trainiert und genutzt werden und führt zu einer neuen Art von <a href="https://www.vdid.de/aktuelles/news/detail/2025-09-05-design-leadership-im-ki-prozaen" target="_blank" rel="noopener">Design Leadership.</a> KI kann zwar Daten in Perfektion liefern, doch gerade im Bereich ESG (Environmental, Social, Governance) zeigt sich die Schwierigkeit. Auf die ging Angelo Schulz in seinem Vortrag zur nachhaltigen Produktentwicklung durch Green Controlling ein: Wo findet man die richtigen Informationen, wie bringt man sie sinnvoll zusammen? Für Designer:innen oft eine beinahe unlösbare Aufgabe. Er zeigte beispielhaft, wie die Kooperation mit fachspezifischen Agenturen helfen kann, tiefergehende Analysen zu ermöglichen. Gleichzeitig eröffnet sich die Chance, Softwarelösungen zu entwickeln, die Nachhaltigkeit objektiver in der Produktentwicklung bewerten können.</p>
<h3>Dritter Teil</h3>
<p>Der dritte Abend – gestaltet von Michael Grewer und Simon Meyer – rückte die Rolle von Design als Beratung ins Zentrum. Mit Beispielen und Zahlen belegten sie die Herausforderungen, vor denen die Designbranche steht. Überraschungsgast <a href="https://2025.mcbw.de/sprecherinnen/detail/speaker/simon-betsch-2" target="_blank" rel="noopener">Simon Betsch</a> (KMS München) brachte zusätzliche Aspekte ein. Leider sind auch Themen wie Preisverfall, Imageverlust und das fehlende Bewusstsein für die langfristige Wertschöpfung von Design nach wie vor präsent. <em>„Wir sind im Moment wieder meilenweit davon entfernt, dass der Designwert für unternehmerischen Erfolg anerkannt wird“</em>, so Simon Betsch treffend. Deshalb ist es wichtig, Begrifflichkeiten mit Auftraggeber:innen frühzeitig zu klären und darauf zu achten, dass die Qualität des Entwurfs nicht betriebswirtschaftlichen Zwängen geopfert wird.</p>
<p>Grundsätzliches Ziel: Statt mit bloßem Werkvertrag sollte ein partnerschaftlicher Dienstleistungsvertrag die Zusammenarbeit verbindlich regeln. Und Langfristigkeit ist nicht nur im Endergebnis gefragt, sondern auch in der Kooperation!</p>
<h3><strong>Unser Fazit:</strong> <strong>Wir müssen mehr Verantwortung übernehmen!</strong></h3>
<p>Denn wer Verantwortung trägt, schafft Werte – und erhält die Anerkennung, die ihr/ihm zusteht.</p>
<p><strong>Interessiert? </strong><br />
links zu drei Fachbeiträge:<br />
<a href="https://designkunst.com/design-leadership-im-ki-prozaen-2/" target="_blank" rel="noopener">Design Leadership</a><br />
<a href="https://www.vdid.de/aktuelles/news/detail/2025-09-01-design-als-strategische-beratung" target="_blank" rel="noopener">Design als Beratung</a><br />
<a href="https://www.vdid.de/aktuelles/news/detail/2025-09-08-nachhaltige-produktentwicklung" target="_blank" rel="noopener">Nachhaltige Produktentwicklung</a></p>
<p><strong>Interessiert an einer Zusammenarbeit?</strong><br />
Im kostenfreien Erstgespräch lernen wir und kennen, sprechen erste Möglichkeiten an und die mögliche Vorgehensweise. Schreiben Sie mir bitte info(add)designkunst.com oder rufen an unter 040 23 69 0894 für eine Terminvereinbarung!</p>
<p>Übrigens, kennen Sie unseren Newsletter <strong><span style="color: #0099af;">Gestaltung:zyklus?</span></strong><br />
Regelmäßig unregelmäßig gibt es kurze Beiträge zum Design, zur Markenbildung, zu Veranstaltungen und/oder einfach ein paar Gedanken. <a href="https://designkunst.com/newsletter-gestaltungzyklus-von-designkunst/">Anmeldung</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Titel/Grafik: ©Sybs Bauer</h6>
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