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	<title>Gender &#8211; designkunst</title>
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	<description>die Kunst, Erfolg zu gestalten</description>
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	<title>Gender &#8211; designkunst</title>
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		<title>Internationaler Frauentag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 07:15:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gender & Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper" id="wpb-content-root"><div class="vc-row-container container"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1773038283215"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<h2><strong>(not-so-fun) facts</strong></h2>
<p>In Schweden darf seit 2023 der erste an die weibliche Anatomie angepasste Dummy im Crashtest gegen die Wand fahren. Eine Vorreiterrolle, denn die EU bestimmt noch im Jahr 2023 die Nutzung einer männlichen Standard-Puppe. <span id="more-7734"></span>Dafür bestand die Frau an der Spitze der EU als deutsche Verteidigungsministerin darauf, dass auch Schwangere im Panzer Platz finden müssten.</p>
<p>Am Internationalen Frauentag steht erneut die Frage im Fokus, wie sieht es aus mit der Umsetzung unserer Grundrechte „Niemand darf wegen seines Geschlechts, […] benachteiligt oder bevorzugt werden. […].“? Und, woher kommt eigentlich diese noch heute bestehende Ungleichheit?</p>
<p>Die erste Frage überlasse ich anderen. Für die zweite wird ein Blick in die europäische Geschichte mit reichlich Anekdoten belohnt. Erhellend oder erschreckend? Satire? Leider nein. Unsere großen Denker zeigen uns in ihren Schriften die Geschlechterrollen ihrer Zeit – oder, wie sie ihre und unsere prägten.</p>

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			<h3>Die alten Griechen</h3>
<p>Starten wir mit Platon: Er ordnet das Wesen Frau nicht der Menschheit, sondern der Tierwelt zu. Aristoteles war nicht besser, die Frau sei ein verunglückter Mann, eine Art Mangelbildung und ihr fehle “das Prinzip der Seele”.</p>
<p>Kaiser Konstantin, der als Heide 315 die Schlacht unter dem Banner des Kreuzes gewann, ein Mann, der seinen Sohn, Neffen und Schwager tötete und seine 2. Frau ertränkte, berief das erste Konzil aller christlichen Gemeinden und war als Heide Gründer der Kirche. Augustinus, einer der einflussreichsten Kirchenväter erlaubte keiner Frau, sein Haus zu betreten. Seine Überzeugung, sexuelles Begehren sei von Natur aus böse, verankerte er als Tradition in der Kirche.</p>
<p>Das Zölibat setzte erst Papst Gregor VII durch, jedoch nicht die Keuschheit. Priesterehen wurden unter Zwang getrennt und die Ehefrauen als Sklavinnen verkauft. Übrigens: der Grund der Abspaltung der orthodoxen Kirche. Papst Calixt II. festigte in 1123 die Ehelosigkeit als stärkste geistliche Realität im Ersten Konzil der Westkirche. Und das, obwohl es noch wenige Generationen davor Doppelklöster gab: Mönche und Nonnen lebten unter einem Dach. Zugegeben, sie glichen eher großen Hurenhäusern. Aber Nonnen konnten eigene Klöster eröffneten. Die berühmteste unter ihnen, Hildegard von Bingen (1098 -1179), lehrte den Gott der Liebe und als erste die Ebenbürtigkeit der Geschlechter: „Ohne die Frau könnte der Mann nicht Mann heißen; ohne Mann könnte die Frau nicht und keiner vermöchte es, hinfort ohne den anderen zu existieren.”</p>

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			<h3>Der Anfang der christlichen Kirche</h3>
<p>Kaiser Konstantin, der als Heide 315 die Schlacht unter dem Banner des Kreuzes gewann, ein Mann, der seinen Sohn, Neffen und Schwager tötete und seine 2. Frau ertränkte, berief das erste Konzil aller christlichen Gemeinden und war als Heide Gründer der Kirche. Augustinus, einer der einflussreichsten Kirchenväter erlaubte keiner Frau, sein Haus zu betreten. Seine Überzeugung, sexuelles Begehren sei von Natur aus böse, verankerte er als Tradition in der Kirche.</p>
<p>Das Zölibat setzte erst Papst Gregor VII durch, jedoch nicht die Keuschheit. Priesterehen wurden unter Zwang getrennt und die Ehefrauen als Sklavinnen verkauft. Übrigens: der Grund der Abspaltung der orthodoxen Kirche. Papst Calixt II. festigte <span style="text-decoration: line-through;">in </span>1123 die Ehelosigkeit als stärkste geistliche Realität im Ersten Konzil der Westkirche.</p>
<p>Und das, obwohl es noch wenige Generationen davor Doppelklöster gab: Mönche und Nonnen lebten unter einem Dach. Zugegeben, sie glichen eher großen Hurenhäusern. Aber Nonnen konnten eigene Klöster eröffneten. Die berühmteste unter ihnen, Hildegard von Bingen (1098 -1179), lehrte den Gott der Liebe und als erste die Ebenbürtigkeit der Geschlechter: „Ohne die Frau könnte der Mann nicht Mann heißen; ohne Mann könnte die Frau nicht und keiner vermöchte es, hinfort ohne den anderen zu existieren.”</p>

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			<h3>Spätmittelalter</h3>
<p>Aber schon im 13. Jahrhundert war die Frau wieder ein „Missgriff der Natur“. Töchter entstünden aus ungünstigen Umständen wie zum Beispiel Südwind, glaubte Thomas von Aquin „also schlecht ist das Weib von Natur“. Nonnen wurden hinter Klostermauern verbannt und es endete mit der Hexenverfolgung. „[…] wenn eine Frau keinen Mann bekommen kann, wird sie sich mit dem Teufel selbst zusammentun.”</p>
<p>Die kirchliche Einstellung zur Frau ist bis heute erstaunlich. Denn Maria Magdalena galt als die Gefährtin Jesus und als Gralsmutter. Sie wurde übrigens 1969 als Hüterin des Heiligen Grals, als Priesterin und Ehefrau Jesus von der Kirche heiliggesprochen. Der heilige Gral ist seit langem das Symbol des Ewig-Weiblichen, des Gebärens und des Schöpferischen.</p>
<p>Springen wir einige Jahrhunderte in die Neuzeit. Der Philosoph Johan Ludwig Ewald sang 1804 das Hohelied auf die Hausfrau: „[…] ich schließe mit eine paar Bemerkungen über den Bau des weiblichen Körpers, die nicht undeutlich hinwirken auf den wahren Beruf des Weibes. Die Rippenknorpel des Weibes sind biegsamer, daher beweglicher, die Brust ausdehnbarer wie bei uns. Sie kann tiefer atmen, mehr Luft auf einmal einsaugen. Alles ist eingerichtet, um ohne großen Schaden in der Stubenluft zu leben.“</p>
<p>Der Naturphilosoph Jean-Jacques Rousseau, Vordenker der französischen Revolution war nicht viel besser: „Sie (die Frauen) müssen beizeiten an Zwang gewöhnt werden. Dieses Unglück, wenn es für sie eines ist, ist vom Geschlecht untrennbar, und sie befreien sich niemals davon, ohne noch grausameres Unglück zu erdulden. [&#8230;] man muss sie gleich anfangs üben, sich Zwang anzutun, damit es sie niemals schwer ankommt, alle ihre Launen zu bezähmen.“ Die Aufgabe der Frau ist als “Planet Venus” die männliche Sonne zu umkreisen. “Diese „Ungleichheit ist [&#8230;] nicht das Werk eines Vorurteils, sondern das der Vernunft”</p>

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			<h3>Große Denker</h3>
<p>Bei dem großen Denker Immanuel Kant erschöpft sich die Rolle des Weibes in erotischer Attraktivität: „Sie ist schön und nimmt ein, und das ist genug!“</p>
<p>In Johann Gottlieb Fichtes Entwurf <em>Über die Ehe</em>, wird der sinnliche Genuss nur dem einen Geschlecht zugebilligt. „[…] Im unverdorbenen Weib äußert sich kein Geschlechtstrieb, sondern nur die Liebe. Und diese Liebe ist der Naturtrieb des Weibes, einen Mann zu befriedigen. Aber diese Befriedigung ist nicht die sinnliche Befriedigung des Weibes, sondern die des Mannes.“</p>
<p>Und Georg Wilhelm Friedrich Hegel setzte unumstößlich Barrieren gegen alle emanzipatorischen Anwandlungen der Weiberwelt: „[…] stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr [&#8230;]“.</p>
<p>Erst die Industrielle Revolution veränderte Lebensbedingungen für die Frau. Die neue mobile Freiheit setze Frauen in Bewegung, genannt die <em>Emanzipation</em>. Die erste Fahrlizenz ging 1909 an Amalie Hopper, so auch der erste Strafzettel zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung. In dem neuen Vergnügen, den Auto-Rennen, fuhren Frauen gegen ihre Ehemänner. Kurz zuvor, 1908, bekamen deutsche Frauen per Gesetz die Zulassung zum Studium und 1918 das Recht zur politischen Mitbestimmung: das Wahlrecht (in der Schweiz erst 1971).</p>
<p>Eine spannende Aufbruchstimmung in die Freiheit und Gleichwertigkeit. Und brach schon wenig später im Dritten Reich wieder vollständig ein. „Die weibliche Intelligenz ist anders gelagert, als die männliche. Die Phantasie steht vor dem abwägenden Verstand. Es eignen sich deshalb Frauen seltener für Arbeiten, die weitgehend technisches Verständnis oder Sinn für Arbeitsplanung erfordern. Der männliche Vorgesetzte ist daher bei organisatorisch oder technisch komplizierten Arbeiten im Allgemeinen vorzuziehen, wo hingegen die Frau als Gehilfin des Mannes zu höchstem Einsatz fähig ist&#8230;” (Norbert Westenried in <em>Deutsche Frauen und Mädchen</em>, 1933-1945)</p>

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			<h3>Das Dritte Reiche</h3>
<p>Die Prägung blieb noch lange nach Kriegsende und wirkt noch heute in vielen Menschen nach. Denn das NS-geprägte Erziehungsbuch von 1934 <em>Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind</em>, von Johanna Harrer, blieb noch lange nach Kriegsende mit verändertem Titel die wichtigste Lektüre für junge Mütter. Aber auch die Frauenzeitschriften, wie <em>Constanze –</em> die heutige <em>Brigitte –</em> publizierte noch in den 50ger Jahren die Pflichten der Ehefrau, die in den 9 Geboten der Liebe zusammengefasst wurden, obwohl zeitgleich, am 1. Juli 1958, das „Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts“ als eine wichtige Wegmarke in Kraft trat. Hier ein Auszug der goldenen Eheregeln:</p>
<ul>
<li>“Bemühen Sie sich stets, für den Geliebten ohne Murren Opfer zu bringen [&#8230;].”</li>
<li>“Sie dürfen von dem Geliebten nie verlangen, dass er seine beruflichen und privaten Interessen Ihren Wünschen unterordnet [&#8230;].”</li>
<li>“Sie sollten [&#8230;] alles tun, um dem Geliebten durch das Zusammensein mit Ihnen zur Krönung seines Lebens zu verhelfen.”</li>
<li>“[&#8230;] Sie dürfen nie zu bequem sein, einen Wunsch Ihres Geliebten zu erfüllen, auch dann nicht, wenn Ihnen der Wunsch unnötig erscheint.”</li>
</ul>

		</div>
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			<h3>Frauenforschung</h3>
<p>Erst in den 60er Jahren fanden Frauen zunehmend ihre Sprache und verstärkten ihre Selbstbestimmung. Die evangelische Kirche öffnete sich erstmalig den Frauen und eine weibliche Forschungsära begann: Frauen forschten nach Frauen, in der Theologie, in der Philosophie, in der Geschichte – in allen Bereichen.</p>
<p>So auch Nancy Jay, USA, 1982, die sich nach einem Studium der Geschichte <span style="text-decoration: line-through;">sich</span> mit der Fokussierung der Stellung der Frau befasste. Sie brachte die männliche Haltung auf den Punkt, oder besser in eine mathematische Formel:</p>

		</div>
	</div>
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			<h3 style="text-align: left;"><strong>Die Frau existiert nicht.</strong></h3>
<p style="text-align: left;">Der Mann ist laut seiner eigenen Definition Mann, der neutrale Mensch und das Universum schlecht hin.</p>
<p style="text-align: left;">Die Frau existiert nicht. Verständlich und deutlich wird diese These in einer mathematischen Formel:</p>
<h3 style="text-align: left;"><strong>Mann = A</strong></h3>
<h3 style="text-align: left;"><strong>Frau ≠ A</strong></h3>
<p style="text-align: left;">Die Frau ist nicht etwa B, sondern, die Frau ist nicht gleich A.<br />
Die Gleichung, die entsteht: A steht einem nicht-gleich A gegenüber.</p>
<h3 style="text-align: left;"><strong>Das All-eine A ist also bedroht von dem großen Nichts.</strong></h3>

		</div>
	</div>
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			<p>Interessiert an einer Zusammenarbeit? Als Genderexpertin bringe ich ein zusätzliches Etwas in jedes Gestaltungsarbeit!<br />
<strong>Kontaktieren Sie mich noch heute!</strong></p>

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</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gender Gutachten FFG</title>
		<link>https://designkunst.com/gender-gutachten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2024 09:43:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gender & Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Sybs Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[FFG]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[genderexpertin]]></category>
		<category><![CDATA[gutachterin]]></category>
		<category><![CDATA[österreichische Forschungsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[sybs bauer]]></category>
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					<description><![CDATA[FFG &#8211; Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft Seit vielen Jahren darf ich Projektanträge, die in der FFG eingereicht werden, auf den Gender-Aspekt prüfen und begutachten. Jedes Jahr freue&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>FFG &#8211; Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft</h2>
<p>Seit vielen Jahren darf ich Projektanträge, die in der FFG eingereicht werden, auf den Gender-Aspekt prüfen und begutachten. Jedes Jahr freue ich mich, neue Projekte durch zu lesen und bearbeiten.</p>
<p style="padding-left: 40px;"><em>Die <a href="https://www.ffg.at/" target="_blank" rel="noopener">Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) i</a>st die nationale Förderinstitution für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Förderungen der FFG tragen maßgeblich dazu bei, neues Wissen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und damit am Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu sein. Sie erleichtern oder ermöglichen die Finanzierung von Forschungs- und Innovationsprojekten und helfen damit, das Forschungsrisiko abzufedern. Die FFG unterstützt die internationale Vernetzung und fördert wissenschaftliche Karrieren. (Text der FFG)</em></p>
<p>Neue Projektideen sind immer spannend und irgendwie auch aufregend. Doch in diesem Jahr war es ein besonderes Erlebnis! Warum? Zum Einen, war die Fragestellung spannend, und ich fragte mich, wie kommt es, dass dieser Zusammenhang nicht schon längst erforscht wurde? Zum Anderen hatte ich noch nie einen derart klar strukturierten Antrag zur Begutachtung, der den Inhalt sauber wiedergab, so dass jede Leserin sofort erkannte, was Ziel und Zweck sein wird. Einfach klasse!</p>
<p>Sie fragen sich, was war das Thema, wenn ich so begeistert darüber schreibe? Das kann ich leider nicht sagen, denn ich entscheide schlussendlich nicht, ob das Projekt gefördert wird oder nicht. Aber wenn es  zur Umsetzung kommt, werde ich Sie hier auf dem Laufenden halten, versprochen!</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>wir müssen reden &#8230;</title>
		<link>https://designkunst.com/wir-muessen-reden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Mar 2023 12:22:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[zuhören]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8230; über das Reden Reden ist eine grundlegende Fähigkeit, die Menschen seit Jahrhunderten nutzen, um Informationen auszutauschen, Beziehungen aufzubauen und ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken. Das&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8230; über das Reden</h2>
<p>Reden ist eine grundlegende Fähigkeit, die Menschen seit Jahrhunderten nutzen, um Informationen auszutauschen, Beziehungen aufzubauen und ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken. Das Reden wird jedoch zunehmend zu einer Herausforderung, insbesondere wenn es um schwierige Themen oder unterschiedliche Meinungen geht.</p>
<p>Zwar liest man häufig über &#8222;cancel culture&#8220;, glaubt sie allerdings in den sozialen Netzwerken zuhause. Gemeint sind die digitalen Meinungsbildungen, die zu Stornierungen oder ähnlichem führen. Und wie sieht es im Berufsalltag aus? Wir alle kennen Mobbing und schlechte Chefs. Wir kennen auch diejenigen, die sich gerne mit vielen Worten und wenig Gesagtem aufblähen. Aber es erscheint mir, dass Werte sich zunehmend leise verabschieden. Für Unternehmenskulturen eine neue Herausforderung. Was ich meine? Ein Beispiel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Hören macht taub</h2>
<p>Bei vielen online Veranstaltungen teilen Menschen ihr Wissen. Die folgenden Diskussionen sind selten wertschätzende Dialoge. Auffällig oft wird etwas diskutiert, was nicht gesagt wurde. Oder anders ausgedrückt, es wird über die nicht-erfüllten Erwartungen gesprochen. Ergo, das Nicht-gesagte wird besprochen, statt das Gesagte. Damit wird direkt und indirekt Kritik am Vortragenden geübt, dass nicht das gehört wurde, was gehört werden wollte. Weitere Zuhörer:innen schließen sich hier gerne an, die Rückendeckung liegt ja bereits vor. Diejenigen, die eventuell Interesse an dem Inhalt hätten, kommen nicht zu Wort –  ähnlich dem Inhalt selbst. Es ist derart offensichtlich, dass gehört wird, was gehört werden will – oder nicht gehört, was nicht gehört werden will.</p>
<p>Aus der biologischen Sicht ist das nicht sehr verwunderlich. Denn unsere Sinnesorgane täuschen uns. Korrekter muss es heißen, wir täuschen uns selbst. Was unsere Sinnesorgane aufnehmen, ist das Eine. Was bei uns ankommt, das Andere. Mehrfach von uns unbewusst zensiert und mit unserer Geschichte abgeglichen, bleibt circa 30%, oder mehr, Information auf der Strecke. Im obigen Beispiel heißt die Geschichte &#8222;Erwartungshaltung&#8220;. Es könnten aber auch alte Feindschaften, Konkurrenzdenken, uraltes aus der eigenen Vergangenheit sein, Angst oder natürlich auch die eigene Überzeugung Recht zuhaben, als Barriere zu einem wirklichen Zuhören fungieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Sehen macht blind</h2>
<p>Viel anders geht es auch unserm Sehen nicht. Auch die Zäpfchen im Auge nehmen zwar alles korrekt auf, aber bis das Gesehene bei uns ankommt, wird zensiert – von uns und unserer ureigenen Geschichte! Bleiben wir beim Beispiel der Vorträge. Hier wird häufig der Inhalt visuell hinterlegt (nein, hier sind nicht die schlechten Text-PPP gemeint). Die Visualisierung unterstützt normalerweise den Inhalt und ist Teil des Ganzen. Man könnte also hoffe, wenn es mit dem Hören nicht klappt, dann mit dem Sehen? Oder die sinnvolle und erhoffte gegenseitige Verstärkung? Allerdings reicht auch das nicht aus, wenn die eigene Geschichte wichtiger ist, als eine neugierige offene Haltung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Ganzheitliche Wahrnehmung</h2>
<p>Um zu einer ganzheitlichen Wahrnehmung zu gelangen, muss man sich seiner eigenen Zensur bewusst sein. Man muss seine eigene <em>psychologische Zeit</em> zu Hause lassen und sich voll und ganz der Situation hingeben. Mit Offenheit und Neugier im Jetzt. In einer emotionale Intelligenz der direkten Selbstreflexion. Nur so kann das <em>So-Sein</em>, wie es Erich Fromm in seiner nicht so einfachen Definition von Kreativität es nannte, wahrgenommen werden. Diese Haltung ist unabdingbar, will man eine wertschätzende Diskussion um Inhalte führen und aus dem Gehörten und Gesehenen Lernaspekte mitnehmen. Klar ist, mit der Haltung der Erwartungen oder dem Recht-haben ist niemand aufnahmefähig für neue Ideen. Gerade im beruflichen Umfeld sollte das jedem und jeder klar werden! Neugier ist also gefragt!</p>
<p>Nicht erst seit heute wissen wir, dass das Hören und Sehen gelernt werden muss. Das ist wirklich nicht neu, aber wird um ein Vielfaches wichtiger, wenn man das Überschwappen der bewertenden Kommunikation der sozialen Netzwerke ausgleichen will. Es ist also mehr als nur notwendig, hier aktiv sich dem Thema zu stellen und auch aktiv zu trainieren. Mit Verständnis unserer Psyche und Natur wird das Training leichter. Ziel dabei ist keine Perfektion, sondern ein respektvoller Umgangston mit der Möglichkeit, auch über die Kommunikation selbst zu sprechen. Hinter Worten liegen Gefühle, hinter Gefühle unser ureigenes Wertesystem. Sprache ist also weit mehr nur Sprache. Eine kreative Unternehmenskultur braucht dringend fruchtbare Dialoge in einer<em> transformatorischen Kommunikatio</em>n, um Lösungen für uns alle zu finden! Und für den Erfolg!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 40px;"><span style="color: #0099af;"><em><strong>»Kreativität ist die Fähigkeit, zu sehen (oder bewusst wahrzunehmen) und zu antworten. [&#8230;] Wenn wir uns eines Baumes, den wir sehen, voll bewusst sind, wenn wir ihn in seiner vollen Wirklichkeit, in seinem So-Sein sehen und auf sein So-Sein mit unserer ganzen Person antworten, dann machen wir eine Erfahrung, die die Voraussetzung dafür ist, den Baum malen zu können.« Erich Fromm</strong></em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Reden als positive Erfahrung</h3>
<p>Wer sich eine positive Erfahrung als Ziel setzt, für sich und andere, sollte für den Anfang die simplen Punkte beachten. Für die, die tiefer gehen wollen, ist die <em>Transformatorische Kommunikation</em> das richtige. Interessiert? Dann kontaktieren Sie mich bitte!</p>
<p>• Zuhören: Aktives zuhören und der Versuch, die Perspektive des anderen zu verstehen, bevor man antwortet.<br />
• Respekt: Respektvoll und freundlich bleiben, selbst wenn man anderer Meinung ist.<br />
• Klarheit: Klar und deutlich sprechen, damit die Botschaft möglichst verstanden werden kann.<br />
• Offenheit: Offenheit und Ehrlichkeit sind notwendig, um Missverständnisse zu vermeiden und Vertrauen aufzubauen.<br />
• Empathie: In die Lage des anderen zu versetzen, trägt dazu bei, die Kommunikation zu vertiefen.<br />
• Humor: Humor hilft fast immer, eine angespannte Situation zu entschärfen.<br />
• Pausen: Dem Gesagten einen Zwischenraum geben, für die Reflektion und das Verständnis</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>© Grafik: Sybs Bauer, in formatio naturalis, Auf den Spuren der Gestaltungskunst der Natur und was wir von ihr lernen können</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gender als Strategie</title>
		<link>https://designkunst.com/gender-als-strategie/</link>
		
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2022 14:22:39 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Jahren werde ich immer wieder von der <a href="https://www.ffg.at/" target="_blank" rel="noopener"><em>Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH</em></a> (FFG) in Wien gebeten, Gutachten zu schreiben. Die eingereichten Projekte darf ich unter dem Gender-Gesichtspunkt betrachten und bewerten. Eine spannende Aufgabe mit Einblicken in neue Forschungsthemen.</p>
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<h4>Gendern oder Gender?</h4>
<p>Das Gender-Thema kam zu mir ungewollt. Aber als Frau in einem eher männlich-dominierten Beruf kam ich nicht umhin, mir über manche Gegebenheiten und Angebote Gedanken zu machen. Als 1989 das Design Center Stuttgart sich dem Thema Frauen im Design widmete und ich während des gleichnamigen Kongresses viele tolle Designerinnen kennenlernen durfte, engagierte ich mich direkt für und bei der Gründung des <em>designerinnen forum</em>. Jahre später wurde ich als 1. Vorsitzende eingeladen für entsprechende Vorträge, Diskussionen und Workshops und avancierte so zu einer Gender-Expertin. Obwohl ich mein Ziel, Frauen im Design sichtbar zu machen, immer deutlich kommunizierte (dachte ich zumindest), begriff die männliche Designwelt unsere Aktivitäten als Angriff. Ganz bewusst lud ich männliche Kollegen zu unseren Design-Tagungen, was intern zu Differenzen führte. Auch wurde zunehmend offensichtlich, dass eine Vorwurfshaltung mehr Anklang fand als die Selbstverantwortung. Der logische Schluss führte zu einer Trennung  – aber ich behielt das Thema.</p>
<p>Heute sieht die Welt etwas anders aus. Aber immer noch wird Gender häufig als reines Frauenthema einsortiert, teilweise um die Diversität erweitert. Die <em>#metoo-Bewegung</em>, Quotenregelungen und Gendersternchen emotionalisieren die Diskussionen noch mehr – und das Wesentliche wird verpasst. Denn eigentlich ist dieses Thema ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Thema und beinhaltet jeden und jede. Eine Gewichtung oder Beurteilung zwischen Mann und Frau ist hier völlig fehl am Platze. Beide Geschlechter stecken in kollektiven und persönlichen Konditionierungen. Beide Geschlechter lassen viel zu häufig die <em>gewaltfreie Kommunikation</em> vermissen. Natürlich gehören veraltete Machtstrukturen der <em>toxischen Männlichkeit</em> aufgebrochen, aber die Bilder im Kopf müssen auf beiden Seiten transformiert werden. Keine Seite ist besser oder schlechter. Kurz, der echte Dialog ist gefragt.<br />
Übrigens blickt das <a href="https://www.zukunftsinstitut.de/" target="_blank" rel="noopener"><em>Zukunftsinstitut</em></a> positiv in die Geschlechterfrage, denn  hier wird die neue Männlichkeit als <a href="https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/warum-maenner-zentrale-treiber-des-feminismus-werden/?utm_source=facebook&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=Zukunftsreport22&amp;utm_content=artikel-maenner-treiber-feminismus&amp;fbclid=IwAR27Ave3qcSy42eZAEATUNGdhisH3I5zx2ra2KQhzNkC1BVSE1dPw3Ezbb4" target="_blank" rel="noopener">zentrale Treiber des Feminismus</a> als Trend vorgestellt.</p>
<h4></h4>
<h4>Ebenbürtigkeit als Ziel und Weg</h4>
<p>Das Ziel, die Ebenbürtigkeit zwischen den Menschen zu erreichen, muss immer wieder betont werden. Man könnte sagen, wenn über Gender gesprochen wird, ist es im Grunde eine Diskussion über soziale Verantwortung, Gleichberechtigung und Humanität. Wie geht der Mensch mit Mensch um? Jede und jeder einzelne muss sich dieser Frage erst einmal selbst stellen. Doch die Gender-Relevanz ist immer auch eine Frage der strategischen Ausrichtung eines Unternehmens: Wer sind wir? Wie wollen wir miteinander kommunizieren und mit Problemen umgehen? Anschließend kann die Umsetzung für eine 50:50 Aufteilung konzeptioniert und implementiert werden.</p>
<p>Gender Relevanz ist eine lebendige Strategieaufgabe. Der Prozess ist nie abgeschlossen. Er muss dauerhaft aktiv gelebt werden.</p>
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<h4>Genderwashing</h4>
<p>Denn das Sternchen alleine oder Frauen mit Migrationshintergrund in der Werbung einzusetzen ist nur ein <em>genderwashing</em>, ähnlich dem <em>greenwashing</em>. Ein Gender-Image zu präsentieren, hinter dem oft nicht viel steckt, werden die Verbraucher*innen merken. Ganz sicher. Bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeiter*innen hilft ein genderwashing ebenfalls nur kurzfristig.</p>
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<p>Das geht besser! Sehr gerne begleite ich Sie auf Ihrem Weg. Schreiben Sie eine Mail oder rufen Sie an unter 040 2369 0894</p>
<p>Übrigens, Gender Relevanz ist gelebte Nachhaltigkeit!<br />
Ihre Dr. Sybs Bauer</p>
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