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	<title>design &#8211; designkunst</title>
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		<title>Geburtstag im Büro</title>
		<link>https://designkunst.com/geburtstag-im-buero/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 05:00:55 +0000</pubDate>
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			<h2><strong>– auf vier Pfoten</strong></h2>
<p>Geburtstag! Nein, nicht ich. Auch nicht mein Büro – obwohl dort jede Gelegenheit genutzt wird, um Kuchen zu rechtfertigen.</p>
<p>Heute feiere ich meine beste Mitarbeiterin. Diejenige, die jeden Tag aufs Neue für gute Laune sorgt, echte Pausen möglich macht und regelmäßig Momente auslöst, in denen Menschen plötzlich ganz verliebt schauen.</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Vierbeinig. Zuckersüß. Immer mit einem Lächeln auf der Schnauze.</h3>
<p>Bemerkenswerten Fähigkeiten, die selbst in gestressten Gesichtern innerhalb von Sekunden ein ehrliches Lächeln zumindest bei mir hervorzurufen.</p>
<p>Sie ist fast immer dabei: bei Kundenterminen, in Seminaren und auf Reisen. Und auch während der unzähligen Stunden voller Recherche, Gedankenchaos und Schreibarbeit zu meiner Dissertation und dem daraus entstandenen Buch <em data-start="221" data-end="243"><a href="https://keaedition-verlag.com/" target="_blank" rel="noopener">formatio naturalis, Auf den Spuren der Gestaltungskunst der Natur und was wir von ihr lernen können</a></em> lag sie treu an meiner Seite – geduldig, wachsam und deutlich entspannter als ich.</p>
<p>Natürlich ist sie nicht in lauten Produktionsbereichen unterwegs. Dort würde vermutlich selbst ihre stoische Ruhe irgendwann kündigen. In solchen Situationen liegt sie still und würdevoll auf ihrem Platz, beobachtet das Geschehen mit einer Gelassenheit, von der so manches Managementseminar noch lernen könnte.<br />
Auch wenn Besucherinnen oder Besucher keine großen Hundefans sind, respektiert sie das ebenso selbstverständlich. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss: In den vergangenen 15 Jahren kam das genau einmal vor. Die allgemeine Statistik spricht also klar für sie.</p>
<p>Dazu bringt sie Eigenschaften mit, die man in keinem klassischen Bewerbungsgespräch abprüfen kann: anti-allergikerfreundliches Fell, therapeutisches Talent und eine fast unheimliche Fähigkeit, Spannungen in Räumen innerhalb weniger Minuten aufzulösen. Manche Seminare profitieren von ihrer Anwesenheit mehr als von meiner PowerPoint-Präsentation – was ich inzwischen mit einer gewissen Demut akzeptiere.</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Sie ist eine Meisterin der kleinen, großen Lebenskunst.</h3>
<p data-start="1953" data-end="2392">Hunde verändern Räume. Nicht laut. Nicht dramatisch. Sondern leise und nachhaltig.<br data-start="2040" data-end="2043" />Menschen sprechen freundlicher miteinander. Sie lachen schneller. Sie stehen häufiger auf. Sie erinnern sich daran, zwischendurch einmal durchzuatmen. Während wir Menschen oft perfekt darin sind, uns in Deadlines, Sorgen und To-do-Listen zu verlieren, lebt ein Hund kompromisslos im Augenblick. Genau das macht ihre Gegenwart so wertvoll.</p>
<p data-start="2394" data-end="2722">Sie ist eine Meisterin der kleinen, großen Lebenskunst. Sie erinnert uns daran, den Moment zu genießen. Die tägliche Freude wahrzunehmen. Dankbarkeit nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern tatsächlich zu fühlen. Für sie ist das Gestern längst erledigt und das Morgen noch nicht relevant. Sorgenfrei. Gegenwärtig. Ehrlich.</p>
<h4 data-start="2724" data-end="2801">Genau darin liegt etwas, das uns Menschen zunehmend verloren geht.</h4>
<p data-start="2803" data-end="3176">Wir optimieren Kalender, Prozesse und Selbstmanagement. Wir lesen Bücher über Resilienz, hören Podcasts über Achtsamkeit und besuchen Workshops zur mentalen Gesundheit. Und gleichzeitig zeigt uns ein Hund mit erschreckender Einfachheit, worauf es manchmal wirklich ankommt: Nähe. Vertrauen. Ruhe. Bewegung. Aufmerksamkeit. Ein gemeinsamer Moment ohne Bildschirm dazwischen.</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Tierischer Wandel</h3>
<p data-start="3178" data-end="3753">Hunde im Büro sind längst keine schräge Idee mehr, die nur in hippen Kreativagenturen mit Sitzsäcken und Hafermilch (gibt es bei mir beides nicht) funktioniert. Viele Unternehmen in Europa und Asien haben ihre Unternehmenskultur bereits bewusst haustierfreundlicher gestaltet. Die Gründe dafür sind erstaunlich klar: weniger Stress, bessere Stimmung, stärkere soziale Bindung und oft sogar eine positivere Arbeitsmoral. Menschen arbeiten entspannter, kommunizieren natürlicher und machen tatsächlich Pausen – nicht nur jene, in denen man mit leerem Blick auf das Smartphone starrt und das „Erholung“ nennt.</p>
<p data-start="3755" data-end="4060">Interessanterweise entstehen durch Hunde oft Gespräche zwischen Menschen, die sonst vermutlich wochenlang nur höflich aneinander vorbeigelaufen wären. Der Hund wird zum sozialen Bindeglied. Zum stillen Eisbrecher. Zum täglichen Reminder, dass Arbeit zwar wichtig ist, Menschlichkeit aber wichtiger.</p>

		</div>
	</div>

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			<h4 data-start="4062" data-end="4591">Unsere Sicht auf Tiere.</h4>
<h4 data-start="4062" data-end="4591"></h4>
<p data-start="4062" data-end="4591">Und vielleicht verändert sich gerade noch etwas viel Grundsätzlicheres, nämlich unsere Sicht auf Tiere. Immer mehr Menschen betrachten Haustiere nicht mehr „nur“ als Tiere, sondern als Familienmitglieder. Als Wesen mit Persönlichkeit, Gefühlen und einem ganz eigenen Platz in unserem Leben. Eine Entwicklung, die uns vielleicht daran erinnert, dass wir nicht allein im Mittelpunkt dieser Welt stehen – und dass die Unantastbarkeit von Würde womöglich nicht beim Menschen enden sollte, sondern auf alles Lebendige erweitert werden darf.</p>
<p data-start="4593" data-end="4974">Denn Tiere begegnen uns ohne gesellschaftliche Rollen. Ohne Statusdenken. Ohne Karrierefragen. Ein Hund interessiert sich nicht für Titel, Kontostände oder perfekte Außenwirkung. Er bewertet keine Erfolge auf LinkedIn und hat erstaunlicherweise auch keinerlei Interesse an Selbstdarstellung. Für einen Hund zählt etwas viel Einfacheres: ob man präsent ist. Echt ist. Zugewandt ist.</p>
<p data-start="4976" data-end="5017"><strong>Das ist, was berührt.</strong></p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Ja zum Tier – ja zum Lebendigen</h3>
<p data-start="5019" data-end="5265">In einer Welt voller Geschwindigkeit, Dauererreichbarkeit und künstlicher Perfektion erinnern uns Tiere an etwas zutiefst Natürliches. An Verbundenheit. An Authentizität. An ein Leben, das nicht ständig optimiert werden muss, um wertvoll zu sein.<br />
Und das, ganz ohne Management-Ratgeber, Achtsamkeitsseminare und Motivationscoach. Es reicht ein Hund, der einen anschaut, als wäre genau dieser Moment das allergrößte Geschenk.</p>
<p>Und deshalb feiere ich heute Geburtstag eines Wesens, das seit 15 Jahren unzählige Menschen zum Lächeln bringt, Trost spendet, Stress reduziert und Räume mit Wärme füllt.</p>
<p><strong>Alles Gute zum Geburtstag, beste Kollegin.</strong><br />
Und danke, dass du uns jeden Tag daran erinnerst, wie leicht Freude ist.</p>
<h6></h6>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>KI oder was?</title>
		<link>https://designkunst.com/ki-oder-was/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 08:02:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
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			<h2>KI verändert die Normalität</h2>
<p>– oder das, was wir lange dafür hielten. Es geht nicht mehr nur um das Ergebnis, sondern um den Lösungsweg zum Ergebnis. Und auf diesem Weg sind Kreativität und Entscheidungsfähigkeit gefragt.<span id="more-10526"></span></p>

		</div>
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			<h3>Kreativität und Entscheidungsfähigkeit</h3>
<p>Es geht um <a href="https://designkunst.com/there-is-no-creativity-if-there-is-a-motive-behind-it/" target="_blank" rel="noopener">Kreativität</a>, weil in und mit ihr aus Vertrauen heraus gehandelt wird, die stärker werdende Unsicherheit in Produktivität transformiert wird und – fast nebenbei –eine Unternehmenskultur der lebendigen Wechselseitigkeit ermöglicht. Entscheidungsfähigkeit ist wichtig, weil auf dem Weg diskutiert, verworfen, eingeordnet und verhandelt werden muss. Für beide Aspekte ist die Grundlage tiefes Fachwissen und Erfahrung – eingebettet in eine visionäre, denkende und zugleich mutige Haltung.</p>
<h3>Routine</h3>
<p>Wiederholende Arbeiten kann KI gerne übernehmen, ähnlich wie Maschinen in der Industrialisierung. Doch keine Maschine, also auch keine KI, kann Gefühle, Bedeutung, Kontext, Werte oder den Zeitgeist wirklich erfassen. All das, was uns als Menschen ausmacht. KI scheint zwar auf Basis vergangener Daten Gefühle zu simulieren, doch diese Daten können nie vollständig sein, einfach weil jede Situation in einem neuen Umfeld geschieht und neu betrachtet werden muss.</p>
<h3>Renaissance der Werte</h3>
<p>Gerade deshalb erleben Werte eine Renaissance. Dialog und respektvoller Disput rücken (wieder) ins Zentrum – oft auch einige Schritte voraus gedacht, ähnlich wie einst die Avantgarde. Auch hier zeigt sich: <a href="https://designkunst.com/kreative-unternehmenskultur/" target="_blank" rel="noopener">Kreativität</a> ist nicht nur Fähigkeit, sondern Haltung, die Komplexität ihren Schrecken verlieren lässt – wenn wir lernen, mit ihr zu arbeiten.</p>
<p>Das ist keine Abwehr von Technologie. Im Gegenteil: Es ist die Voraussetzung, sie sinnvoll, verantwortungsvoll und nachhaltig einzusetzen.</p>
<h4>Für eine Zukunft, die bewusst gestaltet wird.</h4>

		</div>
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			<h3>Drei Entwicklungen:</h3>
<p><strong>• Kreativität wird zur Schlüsselkompetenz</strong><br />
Als grundlegende Haltung im Umgang mit Unsicherheit und dem visionären Blick nach vorn</p>
<p><strong>• Haltung wird sichtbar und entscheidend</strong><br />
Unternehmen werden verstärkt daran gemessen, wofür sie stehen.</p>
<p><strong>• Urteilskraft wird wichtiger als Daten</strong><br />
Wissen ist verfügbar. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>designkunst</h3>
<p>Für mich bedeutet das: Mit Kreativität entsteht Klarheit.</p>
<p>Wir begleiten Unternehmen dabei, in dieser neuen Realität Orientierung zu finden – Klarheit zu entwickeln, Entscheidungen zu schärfen und die eigene Haltung sichtbar zu machen. Denn Gestaltung ist heute mehr als Form. Sie ist ein Werkzeug, um Komplexität zu ordnen, Bedeutung zu schaffen und Zukunft anschlussfähig zu machen.</p>
<p><strong>Interessiert? <a href="https://designkunst.com/kontakt/">Treten Sie in Kontakt!</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Image: Gert Altmann</h6>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Internationaler Frauentag</title>
		<link>https://designkunst.com/internationaler-frauentag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 07:15:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gender & Diversity]]></category>
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			<h2><strong>(not-so-fun) facts</strong></h2>
<p>In Schweden darf seit 2023 der erste an die weibliche Anatomie angepasste Dummy im Crashtest gegen die Wand fahren. Eine Vorreiterrolle, denn die EU bestimmt noch im Jahr 2023 die Nutzung einer männlichen Standard-Puppe. <span id="more-7734"></span>Dafür bestand die Frau an der Spitze der EU als deutsche Verteidigungsministerin darauf, dass auch Schwangere im Panzer Platz finden müssten.</p>
<p>Am Internationalen Frauentag steht erneut die Frage im Fokus, wie sieht es aus mit der Umsetzung unserer Grundrechte „Niemand darf wegen seines Geschlechts, […] benachteiligt oder bevorzugt werden. […].“? Und, woher kommt eigentlich diese noch heute bestehende Ungleichheit?</p>
<p>Die erste Frage überlasse ich anderen. Für die zweite wird ein Blick in die europäische Geschichte mit reichlich Anekdoten belohnt. Erhellend oder erschreckend? Satire? Leider nein. Unsere großen Denker zeigen uns in ihren Schriften die Geschlechterrollen ihrer Zeit – oder, wie sie ihre und unsere prägten.</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Die alten Griechen</h3>
<p>Starten wir mit Platon: Er ordnet das Wesen Frau nicht der Menschheit, sondern der Tierwelt zu. Aristoteles war nicht besser, die Frau sei ein verunglückter Mann, eine Art Mangelbildung und ihr fehle “das Prinzip der Seele”.</p>
<p>Kaiser Konstantin, der als Heide 315 die Schlacht unter dem Banner des Kreuzes gewann, ein Mann, der seinen Sohn, Neffen und Schwager tötete und seine 2. Frau ertränkte, berief das erste Konzil aller christlichen Gemeinden und war als Heide Gründer der Kirche. Augustinus, einer der einflussreichsten Kirchenväter erlaubte keiner Frau, sein Haus zu betreten. Seine Überzeugung, sexuelles Begehren sei von Natur aus böse, verankerte er als Tradition in der Kirche.</p>
<p>Das Zölibat setzte erst Papst Gregor VII durch, jedoch nicht die Keuschheit. Priesterehen wurden unter Zwang getrennt und die Ehefrauen als Sklavinnen verkauft. Übrigens: der Grund der Abspaltung der orthodoxen Kirche. Papst Calixt II. festigte in 1123 die Ehelosigkeit als stärkste geistliche Realität im Ersten Konzil der Westkirche. Und das, obwohl es noch wenige Generationen davor Doppelklöster gab: Mönche und Nonnen lebten unter einem Dach. Zugegeben, sie glichen eher großen Hurenhäusern. Aber Nonnen konnten eigene Klöster eröffneten. Die berühmteste unter ihnen, Hildegard von Bingen (1098 -1179), lehrte den Gott der Liebe und als erste die Ebenbürtigkeit der Geschlechter: „Ohne die Frau könnte der Mann nicht Mann heißen; ohne Mann könnte die Frau nicht und keiner vermöchte es, hinfort ohne den anderen zu existieren.”</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Der Anfang der christlichen Kirche</h3>
<p>Kaiser Konstantin, der als Heide 315 die Schlacht unter dem Banner des Kreuzes gewann, ein Mann, der seinen Sohn, Neffen und Schwager tötete und seine 2. Frau ertränkte, berief das erste Konzil aller christlichen Gemeinden und war als Heide Gründer der Kirche. Augustinus, einer der einflussreichsten Kirchenväter erlaubte keiner Frau, sein Haus zu betreten. Seine Überzeugung, sexuelles Begehren sei von Natur aus böse, verankerte er als Tradition in der Kirche.</p>
<p>Das Zölibat setzte erst Papst Gregor VII durch, jedoch nicht die Keuschheit. Priesterehen wurden unter Zwang getrennt und die Ehefrauen als Sklavinnen verkauft. Übrigens: der Grund der Abspaltung der orthodoxen Kirche. Papst Calixt II. festigte <span style="text-decoration: line-through;">in </span>1123 die Ehelosigkeit als stärkste geistliche Realität im Ersten Konzil der Westkirche.</p>
<p>Und das, obwohl es noch wenige Generationen davor Doppelklöster gab: Mönche und Nonnen lebten unter einem Dach. Zugegeben, sie glichen eher großen Hurenhäusern. Aber Nonnen konnten eigene Klöster eröffneten. Die berühmteste unter ihnen, Hildegard von Bingen (1098 -1179), lehrte den Gott der Liebe und als erste die Ebenbürtigkeit der Geschlechter: „Ohne die Frau könnte der Mann nicht Mann heißen; ohne Mann könnte die Frau nicht und keiner vermöchte es, hinfort ohne den anderen zu existieren.”</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Spätmittelalter</h3>
<p>Aber schon im 13. Jahrhundert war die Frau wieder ein „Missgriff der Natur“. Töchter entstünden aus ungünstigen Umständen wie zum Beispiel Südwind, glaubte Thomas von Aquin „also schlecht ist das Weib von Natur“. Nonnen wurden hinter Klostermauern verbannt und es endete mit der Hexenverfolgung. „[…] wenn eine Frau keinen Mann bekommen kann, wird sie sich mit dem Teufel selbst zusammentun.”</p>
<p>Die kirchliche Einstellung zur Frau ist bis heute erstaunlich. Denn Maria Magdalena galt als die Gefährtin Jesus und als Gralsmutter. Sie wurde übrigens 1969 als Hüterin des Heiligen Grals, als Priesterin und Ehefrau Jesus von der Kirche heiliggesprochen. Der heilige Gral ist seit langem das Symbol des Ewig-Weiblichen, des Gebärens und des Schöpferischen.</p>
<p>Springen wir einige Jahrhunderte in die Neuzeit. Der Philosoph Johan Ludwig Ewald sang 1804 das Hohelied auf die Hausfrau: „[…] ich schließe mit eine paar Bemerkungen über den Bau des weiblichen Körpers, die nicht undeutlich hinwirken auf den wahren Beruf des Weibes. Die Rippenknorpel des Weibes sind biegsamer, daher beweglicher, die Brust ausdehnbarer wie bei uns. Sie kann tiefer atmen, mehr Luft auf einmal einsaugen. Alles ist eingerichtet, um ohne großen Schaden in der Stubenluft zu leben.“</p>
<p>Der Naturphilosoph Jean-Jacques Rousseau, Vordenker der französischen Revolution war nicht viel besser: „Sie (die Frauen) müssen beizeiten an Zwang gewöhnt werden. Dieses Unglück, wenn es für sie eines ist, ist vom Geschlecht untrennbar, und sie befreien sich niemals davon, ohne noch grausameres Unglück zu erdulden. [&#8230;] man muss sie gleich anfangs üben, sich Zwang anzutun, damit es sie niemals schwer ankommt, alle ihre Launen zu bezähmen.“ Die Aufgabe der Frau ist als “Planet Venus” die männliche Sonne zu umkreisen. “Diese „Ungleichheit ist [&#8230;] nicht das Werk eines Vorurteils, sondern das der Vernunft”</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Große Denker</h3>
<p>Bei dem großen Denker Immanuel Kant erschöpft sich die Rolle des Weibes in erotischer Attraktivität: „Sie ist schön und nimmt ein, und das ist genug!“</p>
<p>In Johann Gottlieb Fichtes Entwurf <em>Über die Ehe</em>, wird der sinnliche Genuss nur dem einen Geschlecht zugebilligt. „[…] Im unverdorbenen Weib äußert sich kein Geschlechtstrieb, sondern nur die Liebe. Und diese Liebe ist der Naturtrieb des Weibes, einen Mann zu befriedigen. Aber diese Befriedigung ist nicht die sinnliche Befriedigung des Weibes, sondern die des Mannes.“</p>
<p>Und Georg Wilhelm Friedrich Hegel setzte unumstößlich Barrieren gegen alle emanzipatorischen Anwandlungen der Weiberwelt: „[…] stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr [&#8230;]“.</p>
<p>Erst die Industrielle Revolution veränderte Lebensbedingungen für die Frau. Die neue mobile Freiheit setze Frauen in Bewegung, genannt die <em>Emanzipation</em>. Die erste Fahrlizenz ging 1909 an Amalie Hopper, so auch der erste Strafzettel zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung. In dem neuen Vergnügen, den Auto-Rennen, fuhren Frauen gegen ihre Ehemänner. Kurz zuvor, 1908, bekamen deutsche Frauen per Gesetz die Zulassung zum Studium und 1918 das Recht zur politischen Mitbestimmung: das Wahlrecht (in der Schweiz erst 1971).</p>
<p>Eine spannende Aufbruchstimmung in die Freiheit und Gleichwertigkeit. Und brach schon wenig später im Dritten Reich wieder vollständig ein. „Die weibliche Intelligenz ist anders gelagert, als die männliche. Die Phantasie steht vor dem abwägenden Verstand. Es eignen sich deshalb Frauen seltener für Arbeiten, die weitgehend technisches Verständnis oder Sinn für Arbeitsplanung erfordern. Der männliche Vorgesetzte ist daher bei organisatorisch oder technisch komplizierten Arbeiten im Allgemeinen vorzuziehen, wo hingegen die Frau als Gehilfin des Mannes zu höchstem Einsatz fähig ist&#8230;” (Norbert Westenried in <em>Deutsche Frauen und Mädchen</em>, 1933-1945)</p>

		</div>
	</div>
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			<h3>Das Dritte Reiche</h3>
<p>Die Prägung blieb noch lange nach Kriegsende und wirkt noch heute in vielen Menschen nach. Denn das NS-geprägte Erziehungsbuch von 1934 <em>Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind</em>, von Johanna Harrer, blieb noch lange nach Kriegsende mit verändertem Titel die wichtigste Lektüre für junge Mütter. Aber auch die Frauenzeitschriften, wie <em>Constanze –</em> die heutige <em>Brigitte –</em> publizierte noch in den 50ger Jahren die Pflichten der Ehefrau, die in den 9 Geboten der Liebe zusammengefasst wurden, obwohl zeitgleich, am 1. Juli 1958, das „Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts“ als eine wichtige Wegmarke in Kraft trat. Hier ein Auszug der goldenen Eheregeln:</p>
<ul>
<li>“Bemühen Sie sich stets, für den Geliebten ohne Murren Opfer zu bringen [&#8230;].”</li>
<li>“Sie dürfen von dem Geliebten nie verlangen, dass er seine beruflichen und privaten Interessen Ihren Wünschen unterordnet [&#8230;].”</li>
<li>“Sie sollten [&#8230;] alles tun, um dem Geliebten durch das Zusammensein mit Ihnen zur Krönung seines Lebens zu verhelfen.”</li>
<li>“[&#8230;] Sie dürfen nie zu bequem sein, einen Wunsch Ihres Geliebten zu erfüllen, auch dann nicht, wenn Ihnen der Wunsch unnötig erscheint.”</li>
</ul>

		</div>
	</div>
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			<h3>Frauenforschung</h3>
<p>Erst in den 60er Jahren fanden Frauen zunehmend ihre Sprache und verstärkten ihre Selbstbestimmung. Die evangelische Kirche öffnete sich erstmalig den Frauen und eine weibliche Forschungsära begann: Frauen forschten nach Frauen, in der Theologie, in der Philosophie, in der Geschichte – in allen Bereichen.</p>
<p>So auch Nancy Jay, USA, 1982, die sich nach einem Studium der Geschichte <span style="text-decoration: line-through;">sich</span> mit der Fokussierung der Stellung der Frau befasste. Sie brachte die männliche Haltung auf den Punkt, oder besser in eine mathematische Formel:</p>

		</div>
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			<h3 style="text-align: left;"><strong>Die Frau existiert nicht.</strong></h3>
<p style="text-align: left;">Der Mann ist laut seiner eigenen Definition Mann, der neutrale Mensch und das Universum schlecht hin.</p>
<p style="text-align: left;">Die Frau existiert nicht. Verständlich und deutlich wird diese These in einer mathematischen Formel:</p>
<h3 style="text-align: left;"><strong>Mann = A</strong></h3>
<h3 style="text-align: left;"><strong>Frau ≠ A</strong></h3>
<p style="text-align: left;">Die Frau ist nicht etwa B, sondern, die Frau ist nicht gleich A.<br />
Die Gleichung, die entsteht: A steht einem nicht-gleich A gegenüber.</p>
<h3 style="text-align: left;"><strong>Das All-eine A ist also bedroht von dem großen Nichts.</strong></h3>

		</div>
	</div>
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			<p>Interessiert an einer Zusammenarbeit? Als Genderexpertin bringe ich ein zusätzliches Etwas in jedes Gestaltungsarbeit!<br />
<strong>Kontaktieren Sie mich noch heute!</strong></p>

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</div>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Zwischen Intuition und Algorithmus</title>
		<link>https://designkunst.com/zwischen-intuition-und-algorithmus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 12:08:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Industriedesign]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[AIempoweringID]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmus]]></category>
		<category><![CDATA[Datascience]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[Intuition]]></category>
		<category><![CDATA[Katharina Schüller]]></category>
		<category><![CDATA[vdid]]></category>
		<category><![CDATA[VDID Veranstaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[– Design im Zeitalter von Daten und KI Vortrag von Dr. Katharina Schüller mit Diskussion Kann ein Algorithmus kreativ sein? Seit über zwei Jahren leite&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>– Design im Zeitalter von Daten und KI</strong></h2>
<h4><strong><em>Vortrag von Dr. Katharina Schüller mit Diskussion</em></strong></h4>
<h3></h3>
<p><strong>Kann ein Algorithmus kreativ sein?<br />
</strong>Seit über zwei Jahren leite ich im <a href="https://www.vdid.de/" target="_blank" rel="noopener">VDID</a> die Gruppe <a href="https://www.vdid.de/verband/projektgruppen/" target="_blank" rel="noopener">AI Empowering ID </a>und wir beschäftigen uns intensiv mit der Frage, wie wir KI sinnvoll im Industriedesign einsetzen können – und was wir wirklich verstehen müssen. Eins jedoch ist klar: Ohne Daten keine KI.</p>
<p>Umso mehr freue ich mich, dass ich <a id="ember947" class="ember-view" tabindex="0" href="https://www.linkedin.com/in/schuellerstats/" target="_blank" rel="noopener">Dr. Katharina Schueller, AEUStat</a> gewinnen konnte, das Thema Daten in Beziehung zum Design zu setzen und neue Perspektiven zu eröffnen.<span id="more-10325"></span></p>
<h3>Intuition oder Algorithmus?</h3>
<p>Denn Design ist ein Spiegel von <a href="https://designkunst.com/there-is-no-creativity-if-there-is-a-motive-behind-it/" target="_blank" rel="noopener">Kreativität</a> – doch mit der rasant steigenden Leistungsfähigkeit generativer KI stellt sich die Frage: braucht es  noch menschliche Designer*innen? Algorithmen können heute nicht nur analysieren, sondern auch gestalten, vorausahnen – so wird behauptet –, und inspirieren. Doch lässt sich Ästhetik mithilfe von Daten und Wahrscheinlichkeiten produzieren oder lediglich imitieren? Dieser Vortrag zeigt Beispiele, wie datengetriebene Ansätze und KI-Werkzeuge die Maschine zum Designer werden lassen und öffnet die Diskussion, was menschliche von maschineller Kreativität unterscheidet. (Lesenswert könnte auch der Beitrag <a href="https://designkunst.com/form-follows-nature/" target="_blank" rel="noopener">form follows nature</a> für Sie sein) Ein Vortrag von Dr. Katharina Schüller mit Diskussion.</p>
<h3>Dr. Katharina Schüller</h3>
<p><em><a href="https://www.katharinaschueller.de/" target="_blank" rel="noopener">Dr. Katharina Schüller</a> ist akkreditierte Statistikerin (AEUStat) und zählt zu den führenden Expertinnen für Data Science, Künstliche Intelligenz und Statistik. Zu ihren Top-Themen gehören Datenstrategien, Data Literacy, Daten- &amp; KI-Ethik und Diversity. </em><br />
<em>Bereits 2003 gründete sie die Firma STAT-UP Statistical Consulting &amp; Data Science, die sie bis heute als CEO leitet. Mit ihrem Team berät sie internationale Top-Konzerne sowie Bundesbehörden dabei, Datenstrategien und Modelle zu entwickeln, um datenbasierte Entscheidungen mit Hilfe von Statistik, KI und Machine Learning zu treffen. Ihr Wissen über Daten und Statistik gibt sie in Vorträgen und Workshops weiter und vermittelt ihre Kompetenz zudem als Bestseller-Autorin.</em><br />
<em>Weitere Erfolge sind Auszeichnungen wie etwa der Sonderpreis in der Marktforschung von planung&amp;analyse oder der Digital Female Leader Award.</em></p>
<p><strong>Termin</strong>: 18.02.2026 | 18:00-20.00 digital</p>
<p><strong>Verbindliche Anmeldung via </strong><strong><a href="https://www.eventbrite.de/e/vdid-designwissendiskurs-design-im-zeitalter-von-daten-und-ki-tickets-1982300572374?aff=oddtdtcreator" target="_blank" rel="noopener">Eventbrite</a> hier</strong><br />
für VDID Mitglieder kostenfrei – Extern Interessierte 15€ Schutzgebühr.</p>
<p><strong>#VDID #KI #AIempoweringID #Daten #Datascience</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gefundenes: Velocipedia</title>
		<link>https://designkunst.com/gefundenes-velocipedia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 09:06:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[gefundenes]]></category>
		<category><![CDATA[grenzgänger]]></category>
		<category><![CDATA[Velocipedia IRL]]></category>
		<category><![CDATA[Velocipedia.]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Forschung Fahrrad fährt und Kunst freihändig lenkt Was passiert, wenn man Menschen jeden Alters um eine Skizze eines Fahrrads bittet, mit der simplen Ansage:&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-start="178" data-end="250">Wenn Forschung Fahrrad fährt und Kunst freihändig lenkt</h2>
<p data-start="252" data-end="461">Was passiert, wenn man Menschen jeden Alters um eine Skizze eines Fahrrads bittet, mit der simplen Ansage: „Mach mal“?</p>
<p data-start="252" data-end="461">Richtig. Es entsteht <a href="https://www.gianlucagimini.it/portfolio-item/velocipedia/" target="_blank" rel="noopener">Velocipedia.</a></p>
<p data-start="463" data-end="848">Das Projekt des italienischen Designers <a href="https://www.gianlucagimini.it/about/" target="_blank" rel="noopener">Gianluca Gimini </a>ist eine Liebeserklärung an das Grenzgängertum – an jene wunderbare Zone, in der Forschung nicht trocken, Design nicht nur funktional und Kunst nicht nur an der Wand hängt. Velocipedia ist kein Fahrradprojekt im klassischen Sinne. Es ist eher eine archäologische Ausgrabung der menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit auf zwei Rädern.<span id="more-10410"></span></p>
<h3 data-start="850" data-end="881">Forschung: Ernsthaft absurd</h3>
<p data-start="883" data-end="1226">Ausgangspunkt von Velocipedia sind reale Skizzen von Menschen, keine Designer, keine Ingenieure, im Alter von 3 bis 88 Jahren. Manche dieser Skizzen wirken charmant naiv, andere schlicht lebensgefährlich. Fast alle haben eines gemeinsam: Sie wurden nie gebaut. Naja fast nie. Statt die Ideen im Archiv verstauben zu lassen, treibt der Kommunikationsdesigner die Forschung weiter – bis zur Konsequenz. Denn die besten und absurdesten Skizze wurden bei Velocipedia gerendert – und als Kunstprojekt sogar 5 davon real gebaut.</p>
<p data-start="1631" data-end="1696">Forschung darf hier ohne Ziel sein. Und genau darin liegt ihre Stärke.</p>
<p data-start="1964" data-end="2316">Die digitalen Renderings sind hochpräzise, elegant, fast schon verführerisch. Sie geben den verrückten Ideen eine Seriosität, die sie nie hatten – und plötzlich beginnt man zu suchen: <em data-start="2153" data-end="2178">Was fehlt, was ginge, wie sähe die eigene Skizze aus?<br />
</em>Mit dem Bau einiger der gerenderten Entwürfe, wird Design zum Medium zwischen Idee und Realität. Es urteilt nicht. Es steht einfach da. Und das gesamte Projekt wird zum Kunstwerk.</p>
<h3 data-start="2446" data-end="2481">Kunst: Freiheit auf zwei Rädern</h3>
<p data-start="2483" data-end="2848">Spätestens in der Kunstausstellung <a href="https://www.gianlucagimini.it/portfolio-item/velocipedia-irl/" target="_blank" rel="noopener">Velocipedia IRL</a> wird klar, das Projekt irritiert, unterhält und  regt zum Denken an. Die ausgestellten Objekte stehen da wie alternative Evolutionsstufen des Fahrrads. Als hätte die Geschichte an einer Kreuzung falsch abgebogen und wir wären in einem Paralleluniversum gelandet, in der Funktion optional ist.<br />
Die Besucher:innen schwanken zwischen Lachen, Staunen und leiser Bewunderung. Denn hinter all dem Humor steckt etwas sehr Menschliches: die ureigene Kreativität, durchaus frei von Funktionen und ein Abbild der menschlichen Wahrnehmung – mitunter unpraktisch, unbequem oder komplett verrückt.<br />
Hier darf Kunst genau das sein, was sie am besten kann: ein Raum für Möglichkeiten.</p>
<h3 data-start="3175" data-end="3218">Warum dieses Grenzgängertum wichtig ist</h3>
<p data-start="3220" data-end="3453">Velocipedia zeigt, warum wir Projekte brauchen, die sich nicht entscheiden wollen – oder müssen. Forschung, Design und Kunst sind keine klar getrennten Disziplinen, sondern interagieren: Erst im Werden – ohne Ziel – entsteht etwas Einzigartiges.</p>
<p data-start="3728" data-end="3870">Wir brauchen genau solche Grenzgänger:innen, denn ohne sie, wer weiss das schon, würden wir vielleicht heute noch auf dem Hochrad sitzen. Und das will nun wirklich niemand.</p>
<p data-start="3728" data-end="3870">Museum photos courtesy of curator Pippa Mott<br />
Photographer ©Jesse Hunniford</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Veröffentlichung L3</title>
		<link>https://designkunst.com/veroeffentlichung-l3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2025 11:40:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[done by designkunst]]></category>
		<category><![CDATA[formatio naturalis]]></category>
		<category><![CDATA[Industriedesign]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Seminar]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[Designtheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Sybs Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[industriedesign]]></category>
		<category><![CDATA[L3]]></category>
		<category><![CDATA[L3AB]]></category>
		<category><![CDATA[lepoix]]></category>
		<category><![CDATA[Methodik]]></category>
		<category><![CDATA[seminar]]></category>
		<category><![CDATA[theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8230;unauffällig und doch erfreulich Erika Kübler, die Lebensgefährtin von Louis Lucien Lepoix, und Martin Foessleitner, ehemaliger Leiter von designaustria, veröffentlichten in einem wunderbaren Büchlein viele&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8230;unauffällig und doch erfreulich</h2>
<p>Erika Kübler, die Lebensgefährtin von <a href="https://www.lepoix.info/" target="_blank" rel="noopener">Louis Lucien Lepoix</a>, und <a href="http://hi-pe.live" target="_blank" rel="noopener">Martin Foessleitner</a>, ehemaliger Leiter von <a href="https://www.designaustria.at/" target="_blank" rel="noopener">designaustria</a>, veröffentlichten in einem wunderbaren Büchlein viele Texte von und über den Industriedesigner Lepoix. In der Veröffentlichung L3 findet sich auch <a href="https://designkunst.com/der-zukunft-voraus/" target="_blank" rel="noopener">mein Beitrag</a> zum Kongress und zur Ausstellung in Stadthagen. Das erfüllt mich mit Stolz und Freude!</p>
<h3>Warum L3?</h3>
<p>Weil Louis Lucien Lepoix – L3, den ich glücklicherweise persönlich kennenlernen durfte, weit mehr war als ein begnadeter Gestalter. Er war – und ist bis heute – ein inspirierendes Vorbild, sowohl für die Industrie als auch für uns Industriedesigner*innen. Seine technische Ästhetik war stets durchdrungen von einer unverwechselbaren Haltung, von innerer Klarheit und einer formalen Eleganz, die weit über reine Funktionalität hinausging.</p>
<p>Gerade deshalb reicht sein Werk über das Industriedesign hinaus: Es umfasst Malerei, Grafik und Architektur. In allem zeigt sich sein Denken, das nie in Schubladen gefangen war, sondern immer nach Verbindung und Ausdruck suchte. Lepoix verstand es, Schönheit und Zweck zu vereinen – aus einer tiefen Überzeugung heraus, einer tiefen, inneren Haltung, dass Gestaltung Verantwortung bedeutet.</p>
<h3>Archiv Lepoix</h3>
<p>Das Archiv in Baden-Baden ist heute ein besonderer Schatz – entstanden durch die Initiative seiner Lebensgefährtin. Es ist ein lebendiges Zeugnis eines überaus produktiven Lebens mit mehr als 3.000 Produktgestaltungen. Und es macht uns, in dieser digital beschleunigten Gegenwart, fast ein wenig neidisch: Eine Fülle an Skizzen, Entwürfen und Dokumentationen, die zeigen, wie man Ideen mit Konsequenz, Leidenschaft und ästhetischer Klarheit verfolgt.</p>
<h3>Design ist mehr als funktionale Form</h3>
<p>Design ist Haltung – im Denken und im Handeln. Es ist die Kunst, Schönheit mit zeitloser Strahlkraft hervorzubringen. Das zeigt die Einstellung von Lepoix und genau darin liegt der Schlüssel für eine gesunde, ganzheitliche Zukunft. Unsere Herausforderungen sind heute zwar komplexer, unsere Werkzeuge moderner, doch die entscheidende Haltung bleibt dieselbe.</p>
<h3>L3AB</h3>
<p>Aus diesem Geist entstand die Weiterbildungsreihe <a href="http://lepoix.info/lab" target="_blank" rel="noopener">„L3AB“</a>, die für alle Teilnehmenden ein großer Gewinn sein wird.</p>
<p>Mit mir können Sie dabei in den Bereich der <strong>Methodik und Theorie</strong> eintauchen. Ich werde Ihnen ein tiefes Verständnis des User-Centered Design – die Kunst, Produkte intuitiv bedienbar zu gestalten (früher hieß es schlicht <em>Ergonomie</em>) nahe bringen. Dabei geht es immer um die Beziehungen zwischen Mensch und Maschine. Für eine wirklich holistische Sicht für unser Heute wird diese Achse um die Beziehung <strong>Mensch–Natur</strong> ergänzt. Theorie hilft der Praxis, ersetzt sie aber nicht. Und Methodiken sollte man kennen, um sie dann zur Seite zu schieben.</p>
<p>So entsteht eine Trias, die neue Nutzererlebnisse schafft und echte <em>Win–Win–Win</em>-Geschichten schreibt.</p>
<p><strong>Wer in die Zukunft fliegen will,</strong><br />
<strong>muss zuerst tief eintauchen – </strong><br />
<strong>um dann mit realistischen Ergebnissen </strong><br />
<strong>sicher im Jetzt zu landen.</strong></p>
<p>Interessiert? Dann melden Sie sich bitte bei Martin Foessleitner über die <a href="https://www.lepoix.info/" target="_blank" rel="noopener">Lepoix</a> Webpage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-9910 size-large" src="https://designkunst.com/wp-content/uploads/2025/09/Lepoix_buch_2-1024x439.jpg" alt="" width="1024" height="439" /><br />
<a href="https://www.lepoix.info/shop" target="_blank" rel="noopener">Mehr zu Lepoix und über das Buch</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>smart design shift</title>
		<link>https://designkunst.com/smart-design-shift/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Aug 2025 18:36:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Sybs Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[industriedesign]]></category>
		<category><![CDATA[smart design shift]]></category>
		<category><![CDATA[vdid]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsmachtdesign]]></category>
		<category><![CDATA[zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsthemen]]></category>
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					<description><![CDATA[Drei inspirierende Online-Impulse zu Zukunftsthemen smart design shift – Die ökonomische und strategische Bedeutung von Design wächst – und mit ihr die Frage, wie sich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Drei inspirierende Online-Impulse zu Zukunftsthemen</h2>
<p>smart design shift – Die ökonomische und strategische Bedeutung von Design wächst – und mit ihr die Frage, wie sich Designer:innen und Agenturen künftig positionieren: Was wollen wir gestalten, und wie können wir mit unserer Expertise in den derzeitigen Herausforderungen wirksamer werden?</p>
<p>Diese Überlegung werden aktuell in der <a href="https://www.vdid.de/" target="_blank" rel="noopener">VDID-</a>Projektgruppe „Wirtschaftsmacht Design“ lebhaft diskutiert. Das Ziel: Die Wichtigkeit von Design in den Fokus zu setzen und Design als beratende Disziplin zu positionieren, denn Design hat Einfluss auf Entscheidungen, auf Prozesse, auf Kultur – und auf monetären Erfolg. Die interdisziplinäre Zusammensetzung der Gruppe ermöglicht dabei vielfältige Perspektiven, fundierte Analysen und produktive Kontroversen. Seien Sie dabei!</p>
<p>In der dreiteiligen online VDID Sommerreihe teilen Industriedesignerinnen und -designer aktuelle Erkenntnisse, geben Impulse – und laden zur Diskussion ein. Mit dabei Dr. Sybs Bauer, Projektleiterin der <a href="https://www.vdid.de/verband/projektgruppen/" target="_blank" rel="noopener">VDID Gruppe</a> &#8222;ID empowering AI&#8220;, die über ID+AI sprechen wird.</p>
<p>Seien Sie gespannt!</p>
<p><strong>design skills | 11.08.2025 · 18–20 Uhr</strong><br />
<strong>mit Linda Schmidt und Thorsten Dreßler<br />
</strong>Anmeldung via <a href="https://www.eventbrite.de/e/vdid-designwissendiskurssmart-design-shifting-part-1-tickets-1489737497959?aff=oddtdtcreator" target="_blank" rel="noopener">Eventbrite</a></p>
<p><strong>ID+AI+ESG | 18.08.2025 · 18–20 Uhr</strong><br />
<strong>mit Dr. Sybs Bauer und Angelo Schulz<br />
</strong>Anmeldung via <a href="https://www.eventbrite.de/e/vdid-designwissendiskurssmart-design-shifting-part-2-tickets-1491864770689?aff=oddtdtcreator" target="_blank" rel="noopener">Eventbrite</a></p>
<p><strong>design change | 25.08.2025 · 18–20 Uhr</strong><br />
<strong>mit Michael Grewer und Simon Mayer mit special guest: Simon Betsch<br />
</strong>Anmeldung via <a href="https://www.eventbrite.de/e/vdid-designwissendiskurssmart-design-shifting-part-3-tickets-1491994197809?aff=oddtdtcreator" target="_blank" rel="noopener">Eventbrite</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Eine Veranstaltung des <a href="https://www.vdid.de/" target="_blank" rel="noopener">VDID</a><br />
Grafik: © Sybs Bauer</h6>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Design ist keine Kunst. Doch!</title>
		<link>https://designkunst.com/design-ist-keine-kunst-doch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2025 07:07:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Industriedesign]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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		<category><![CDATA[Seminar]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[design ist eine hohe kunst]]></category>
		<category><![CDATA[designkunst]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://designkunst.com/?p=9854</guid>

					<description><![CDATA[Design ist eine hohe Kunst – und genau deshalb gehört es in den Mittelstand Die Aussage, &#8222;Design ist keine Kunst&#8220;, gerade wieder auf linkedin gelesen,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Design ist eine hohe Kunst – und genau deshalb gehört es in den Mittelstand</h2>
<p id="ember603" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Die Aussage, &#8222;Design ist keine Kunst&#8220;, gerade wieder auf linkedin gelesen, verkennt die tiefgreifende kulturelle, ästhetische und kreative Dimension, die gutes Design ausmacht. Wer Design auf eine rein funktionale, auftragsbezogene Dienstleistung reduziert, unterschätzt sein eigentliches Potenzial – und degradiert es zum bloßen Handwerk. Doch Design ist weit mehr als das: Es ist eine angewandte Kunstform, die Sinn, Form und Funktion auf höchstem gestalterischem Niveau vereint.</p>
<p>Wer dem Design das Künstlerische abspricht, tut so, als wäre es lediglich Technik oder bloßes Ausführen – dabei ist es genau das Zusammenspiel aus Intuition, Erfahrung, Kreativität und Kontextbewusstsein, das Design zur Kunst erhebt. Denn Design gestaltet nicht nur Dinge, es gestaltet Bedeutung, Wahrnehmung, Orientierung – es gestaltet Wirklichkeit – unabhängig der Problemstellung.</p>
<h3>Kunst als Begriff</h3>
<p>Dass der Begriff &#8222;Kunst&#8220; aus dem Altgriechischen <em>téchnē</em> stammt – also aus dem Begriff für das „Gemachte“ im Gegensatz zum Natürlich-Vorgefundenen – macht deutlich, wie eng Kunst und Gestaltung von Anfang an verknüpft waren. Alles, was vom Menschen bewusst geformt wird, fällt in diesen ursprünglichen Kunstbegriff. Design erfüllt dieses Kriterium vollumfänglich – es ist die bewusste, gestaltende Antwort des Menschen auf eine Aufgabe.</p>
<p>Auch unsere alltägliche Sprache zeugt davon: Wir sprechen ganz selbstverständlich von <em>Lebenskunst</em>, <em>Kochkunst</em> oder <em>Redekunst</em> – und niemand käme auf die Idee, darüber zu diskutieren, ob es sich dabei „wirklich“ um Kunst handelt. Warum also wird ausgerechnet beim Design eine so künstliche Trennlinie gezogen? (siehe den ergänzenden Blogbeitrag <a href="https://designkunst.com/designoderkunst/" target="_blank" rel="noopener">Design oder Kunst?</a>)</p>
<h3>Gegensätze?</h3>
<p>Der scheinbare Gegensatz zwischen freier Kunst (damit ist immer nur die bildende Kunst gemeint, nie Theater, Musik oder das Schreiben) – und gebundenem Design ist konstruiert – und unproduktiv. Denn auch große Kunstwerke jeder Art entstehen im Spannungsfeld von Kontext, Auftrag, Material und Zeitgeist. Und auch Design ist keineswegs bloße Dienstleistung – es ist die kreative, oft visionäre Auseinandersetzung mit komplexen Anforderungen und menschlichen Bedürfnissen. Genau darin liegt seine künstlerische Qualität.</p>
<p>Gerade für mittelständische Unternehmen liegt hier eine enorme Chance: Wer Design nicht als künstlerisches Denken in Form und Funktion begreift, sondern nur als Handwerk und Styling, verspielt dessen strategische Kraft. Wer jedoch erkennt, dass gutes Design nichts Geringeres ist als die Kunst, Komplexität sichtbar, Nutzen spürbar und Markenidentität erlebbar zu machen – der nutzt Design nicht nur, der profitiert von ihm.</p>
<h2 id="ember609" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><span style="color: #0099af;">Design ist Kunst.</span><br />
<span style="color: #0099af;">Eine, die Wirkung erzeugt.</span><br />
<span style="color: #0099af;">Und genau deshalb ist Design in Unternehmen unverzichtbar.</span></h2>
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		<title>Let&#8217;s join creative forces</title>
		<link>https://designkunst.com/lets-join-creative-forces/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2025 09:37:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[GCES]]></category>
		<category><![CDATA[German Creative Economy Summit]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwei inspirierende Tage auf Kampnagel Hinter mir liegen zwei inhaltsreiche Tage des German Creative Econcomy Summit auf Kampnagel in Hamburg – voller spannender Vorträge, bereichernder&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Zwei inspirierende Tage auf Kampnagel</strong></h2>
<p data-start="128" data-end="528">Hinter mir liegen zwei inhaltsreiche Tage des <a href="https://german-creative-economy-summit.de/speaker-innen/" target="_blank" rel="noopener">German Creative Econcomy Summit</a> auf Kampnagel in Hamburg – voller spannender Vorträge, bereichernder Diskussionen und inspirierender Begegnungen. Ein absolutes Highlight war – wie immer – die Rede von <a href="https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/senat/der-hamburger-senat/lebenslauf-carsten-brosda-236058" target="_blank" rel="noopener">Dr. Carsten Brosda</a>, Senator für Kultur und Medien in Hamburg. <span id="more-9531"></span><span style="color: var(--k-body-color); font-family: var(--k-body-font-family); font-size: var(--k-body-font-size); font-weight: var(--k-body-font-weight); text-align: var(--k-body-text-align); background-color: var(--k-body-bg);">Ein Politiker, der Lust auf Politik macht! Seine Worte waren klug, pointiert und motivierend. So weist er darauf hin, &#8222;Dass wir Kreativität brauchen werden.&#8220; Und, &#8222;&#8230; wenn die Welt so voller Dystopien ist, bleibt als die einzig wahre Disruption eine neue Utopie.&#8220; Ein Thema mit dem wir uns in einer </span><a style="font-family: var(--k-body-font-family); font-size: var(--k-body-font-size); font-weight: var(--k-body-font-weight); text-align: var(--k-body-text-align); background-color: var(--k-body-bg);" href="https://www.vdid.de/verband/projektgruppen/" target="_blank" rel="noopener">VDID-Gruppe</a><span style="color: var(--k-body-color); font-family: var(--k-body-font-family); font-size: var(--k-body-font-size); font-weight: var(--k-body-font-weight); text-align: var(--k-body-text-align); background-color: var(--k-body-bg);"> seit über 3 Jahren auseinandersetzen, in Vorträgen diskutieren und das  &#8222;Utopisierens&#8220; als Methode propagieren. Politik ist ebenso Thema wie KI, denn &#8222;kaum eine Branche wird derzeit derart durch KI herausgefordert. Weil qualitativ hochwertige Kreativleistungen plötzlich per Knopfdruck generiert werden können. Das ist mehr als eine narzisstische Kränkung des kreativen Menschen durch Technologie&#8220; und spricht von einer „ästhetische Verantwortung“. Wer den gesamten Beitrag nachlesen möchte, findet sie </span><a style="font-family: var(--k-body-font-family); font-size: var(--k-body-font-size); font-weight: var(--k-body-font-weight); text-align: var(--k-body-text-align); background-color: var(--k-body-bg);" href="https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/behoerde-fuer-kultur-und-medien/wir-ueber-uns/der-senator-und-sein-amt/reden-podcasts-und-artikel-von-carsten-brosda/rede-produzententag-2025-1031880" target="_blank" rel="noopener">hier</a><span style="color: var(--k-body-color); font-family: var(--k-body-font-family); font-size: var(--k-body-font-size); font-weight: var(--k-body-font-weight); text-align: var(--k-body-text-align); background-color: var(--k-body-bg);">.</span></p>
<h3 data-start="128" data-end="528">Kreativität als Identität</h3>
<p data-start="530" data-end="1288">Doch nicht nur seine Rede hinterließ Eindruck. Auch viele weitere Vorträge boten wertvolle Impulse. Besonders auffällig war, dass politische Themen nicht ausgespart wurden. Kultur und die Kreativbranche brauchen Freiheit – und stehen leider oft als Erstes auf der Streichliste, wenn es um Kürzungen oder Zensur geht. Doch Kultur ist Identität! Wie entscheidend es für Staaten ist, Kreativität zu fördern, zeigte die Diskussion <em data-start="957" data-end="992">Creativity as a Democratic Anchor</em> eindrucksvoll: Finnland stärkte früh seine eigene Identität durch gezielte Förderung von Kunst und Kreativwirtschaft – ein Schritt, der dazu beitrug, eine klare Abgrenzung nach Osten zu manifestieren. Im Gegensatz dazu steht Georgien, wo Kultur und Kreativwirtschaft stark kontrolliert werden.</p>
<p data-start="1290" data-end="1669">Ein weiteres Highlight waren für mich die Worte von Jean-Remy von Matt: <em data-start="1362" data-end="1386">„Ideen bringen nichts“</em> – eine provokante These, die sich etwas auflöste und zum Applaus aufrief. Ebenso beeindruckend war das Abschlussinterview mit <a href="https://florianillies.de/" target="_blank" rel="noopener">Florian Illies</a>. Und ganz besonders freute ich mich über die Session <em data-start="1559" data-end="1582">„What would life do?“</em> – viele Gedanken sind auch bereits in meinem Buch <a href="https://keaedition-verlag.com/" target="_blank" rel="noopener"><em data-start="1639" data-end="1659">formatio naturalis</em></a> zu lesen.</p>
<p data-start="1671" data-end="1788">Natürlich gab es unzählige weitere spannende Vorträge und Diskussionen – die Qual der Wahl begleitete mich ständig.</p>
<h3 data-start="1671" data-end="1788">Digital Natives</h3>
<p data-start="1790" data-end="2294">Ein Aspekt fiel mir bereits beim Ticketkauf auf und wurde mit den Vorträgen im Foyer noch deutlicher: Die digitale Welt hat uns fest im Griff! Der Barcode als Eintrittskarte ist längst Standard, aber mit der App Swapcard ging es noch weiter: ein digitaler Event-Guide mit persönlichem Timetable, Infos zu den Speakern und einer Vernetzungsmöglichkeit – mein erster Gedanke: <em data-start="2164" data-end="2180">Wie großartig!</em> Leider funktionierte die App bei vielen nicht – und leider wurde das Problem auch während der zwei Tage nicht behoben.</p>
<p data-start="2296" data-end="2627">Und dann noch eine kleine persönliche Erkenntnis: Um den Vorträgen im Foyer zu lauschen, war eine Anmeldung per Barcode nötig – und eigene Kopfhörer! Hier zeigte sich, dass ich wohl kein <em data-start="2483" data-end="2499">Digital Native</em> bin. Denn bisher gehörten Kopfhörer nicht zu den Accessoires, die ich auf einen Kongress mitnehme. Aber man lernt ja nie aus!</p>
<p data-start="2296" data-end="2627">Ein herzliches Dankeschön an die Kreativgesellschaft Hamburg für die grandiose Organisation und an alle Speaker*innen!</p>
<p data-start="2296" data-end="2627">
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		<title>wenn zu viel zum Problem wird</title>
		<link>https://designkunst.com/wenn-zu-viel-zum-problem-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2025 13:09:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[designstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[over-designed]]></category>
		<category><![CDATA[over-engineered]]></category>
		<category><![CDATA[over-thinkgin]]></category>
		<category><![CDATA[reduktion]]></category>
		<category><![CDATA[sustainability]]></category>
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					<description><![CDATA[oder warum Minimalismus dein bester Freund ist In der Welt der Technik und des kreativen Problemlösens gibt es eine weit verbreitete Krankheit: Die Verliebtheit in&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>oder warum Minimalismus dein bester Freund ist</h2>
<p>In der Welt der Technik und des kreativen Problemlösens gibt es eine weit verbreitete Krankheit: Die Verliebtheit in das &#8222;Mehr&#8220;. Mehr Funktionen, mehr Materialien, mehr Diskussionen – mehr von allem. Klingt toll? Ist es aber nicht. Denn wenn Sinnhaftigkeit auf der Strecke bleibt, wird das &#8222;Mehr&#8220; schnell zum Problem. Willkommen in der Welt von Over-Engineering, Over-Thinking und Over-Design – ausdehnbare Phänomene, die Unternehmen unnötig kompliziert, teuer und ineffektiv machen.<span id="more-9520"></span></p>
<h3>Wenn Ingenieure ihre Arbeit zu sehr lieben</h3>
<p>Es beginnt mit einem simplen Produkt. Doch dann schaltet sich die Technikbegeisterung ein, und plötzlich hält die Kaffeetasse Stürze aus dem Weltall aus, zeigt digital den Kaffeestand an und kostet so viel wie ein Kleinwagen. Klingt übertrieben? Leider nein. <strong>Over-Engineering</strong> ist über Jahre Normalität geworden und steht sich jetzt selbst im Wege.</p>
<p>Viel zu oft werden Produkte überkonstruiert, mit unnötig vielen verschiedenen Materialien und aufwendigen Produktionsprozessen, die nur eines tun: Kosten in die Höhe treiben mit dem Argument, der user möchte es. Wer hier clever agiert, reduziert die Materialvielfalt und spart nicht nur in der Beschaffung, sondern auch in der Produktion und Wartung – ohne dass das Produkt seine Funktion verliert. Denn seien wir mal ehrlich: Die meisten Menschen wollen einfach nur Kaffee trinken – nicht im All, sondern hier im Büro (wobei ich lieber Tee serviere).</p>
<h3>Tödliche Meetings und verpasste Chancen</h3>
<p>Wenn sich Unternehmen in endlosen Diskussionen über eventuelle Details verheddern, weiter denken und auf Sicherheit bedacht sind, anstatt zu machen, nenne ich das <strong>Over-Thinking</strong>. Hierarchien, Rechthaberei und Perfektionszwang verhindern schnelle Entscheidungen – ein fataler Fehler in einer Welt, in der Innovation das Tempo vorgibt.</p>
<p>Marktführende Unternehmen verstehen, dass Design nicht nur gut aussehen muss, sondern ein strategisches Werkzeug ist. Ein durchdachtes Innovationsmanagement mit klaren Prozessen und nutzerzentrierter Gestaltung bringt Bewegung in festgefahrene Strukturen. Übrigens: Auch die Umwelt freut sich, wenn Dinge effizient und nachhaltig entwickelt werden – denn jeder überflüssige Entscheidungsweg kostet nicht nur Nerven, sondern auch Ressourcen.</p>
<h3>Over-Design</h3>
<p>Gutes Design ist wie ein gut geschnittenes Outfit: Es setzt Akzente, bringt Klarheit und lenkt den Fokus auf das Wesentliche. Doch wenn Designer (auf Gendern wird bewusst verzichtet) übermütig werden, entstehen Produkte, die zwar spektakulär aussehen, aber niemand versteht oder deren Funktion nicht im Verhältnis der Kosten und des Materialaufwands steht oder gar am User vorbei gehen. Beispiel? Die Temial, die Teemaschine von Vorwerk.</p>
<p>Gerade in der Digitalisierung und bei den sogenannten „Internet of Things“ (IoT) sehen wir das häufig. Anstatt neue Möglichkeiten wirklich auszunutzen, werden alte Konzepte einfach 1:1 ins Digitale übertragen – mit allen ihren Schwächen. Beispiel gefällig? Steuererklärungen online. Wer jemals mit ELSTER gearbeitet hat, weiß, was ich meine: eine Formular-Navigation, unnötige Seiten und ein Design, welches eher abschreckt als hilft. (kleiner Tipp: ChatGPT Elster hilft beim Ausfüllen)</p>
<p>Dazu kommt, dass Nachhaltigkeit im digitalen Bereich kaum Beachtung findet. Doch Serveranlagen, KI-Modelle und bewegte Bilder verschlingen Unmengen an Energie und Ressourcen. Ein kluges Design denkt daher nicht nur an den Nutzer, sondern auch an die langfristigen Auswirkungen.</p>
<h3>Warum Reduktion die Zukunft ist</h3>
<p>Die beste Designstrategie ist oft die simpelste: Reduktion. Nicht um des Minimalismus willen, sondern weil weniger mehr ist. Eine kluge Gestaltung sorgt für intuitive Benutzerfreundlichkeit, einfache Produktion und langfristige Nachhaltigkeit. Weniger Materialeinsatz bedeutet weniger Kosten, weniger Energieverbrauch und am Ende ein langlebiges, zukunftsfähiges Produkt.<br />
Nach Wochen des Wahlkampfs wäre für mich auch eine Reduktion von Worten erstrebenswert – was meinen Sie?</p>
<p>Ergo, statt sich in der Komplexitätsfalle zu verheddern, ist der beste Weg eine ganzheitliche Designstrategie, die Einfachheit, Effizienz und Nutzerfreundlichkeit kombiniert, zu integrieren. Ihre Kunden – und unsere Umwelt – werden es Ihnen danken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="color: #0099af;">Sie brauchen einen Design-Experten an Ihrer Seite?<br />
</span></strong><strong><span style="color: #0099af;">Dann lassen Sie uns gemeinsam Großes (und Einfaches!) erschaffen.</span></strong><br />
<strong><span style="color: #0099af;"><a style="color: #0099af;" href="https://designkunst.com/kontakt/">Kontaktieren Sie mich noch heute!</a></span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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