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	<title>demokratie &#8211; designkunst</title>
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	<title>demokratie &#8211; designkunst</title>
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		<title>Frieden für 2026</title>
		<link>https://designkunst.com/frieden-fuer-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Jan 2026 20:35:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[caracas]]></category>
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					<description><![CDATA[Happy New Year! Ich Ihnen – und uns allen – ein gesundes, friedliches, ja auch humorvolles Jahr 2026! Voller Zuversicht möchte man das neue Jahr&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Happy New Year!</h2>
<p data-start="246" data-end="546">Ich Ihnen – und uns allen – ein gesundes, friedliches, ja auch humorvolles Jahr 2026!<br />
Voller Zuversicht möchte man das neue Jahr begrüßen – und dann erschrecken die neuesten Nachrichten. Für mich ist das eine besondere Betroffenheit, war Venezuela doch für einige Jahre meine Wahlheimat. Ein wunderbares Land, voller prächtiger Natur mit einer reichen Erde – ja, auch reich an Bodenschätzen.<br />
Bitte erlauben Sie mir daher, das Jahr mit einem Rückblick auf meine Zeit in Venezuela, zu beginnen.</p>
<h3 data-start="548" data-end="578">Der Anfang</h3>
<p><span id="more-10225"></span></p>
<p data-start="580" data-end="1028">Als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Ch%C3%A1vez" target="_blank" rel="noopener">Hugo Chávez</a> am 15. Dezember 1999 durch eine Wahl die Veränderung der Verfassung herbeiführte – als Präsident konnte er damit den Kongress außer Kraft setzen, tauchte El Niño das Land und die Wahlmaschinen unter Wasser. Menschen kämpften um Hab und Gut. Um ihr Überleben – und nein, sie gingen nicht zur Wahl. Und doch wurde diese Wahl mit einer ähnlichen Wahlbeteiligung und ähnlichem Ergebnis wie bereits bei seiner demokratischen Wahl zum Präsidenten sechs Monate zuvor als &#8222;gewonnen&#8220; verkündigt.</p>
<p data-start="1030" data-end="1552">Der Oberbefehlshaber des Militärs – es war niemand geringeres als der Präsident Hugo Chavez selbst – hatte am Wahltag über eine TV- Ansprache den Streitkräften verboten, den Menschen zu helfen (selbst gehört und gesehen), sie seien ausschliesslich für die Wahl zuständig. Die Regenfälle hörten nicht auf und der Sonnenaufgang am nächsten Tag versetzte das Land in einen Schock: eine unbegreifliche Zerstörung wütete in der Nacht. Das Wasser suchte sich seinen Weg und nahm mit, was im Wege stand. Die Steilküste der Ausläufer der Anden, der Hausberg Avila, hatte sich in Richtung Karibisches Meer um etwa einen halben Kilometer erweitert. Bereits private Motocrossfahrer*innen und freiwillige Helfer*innen bargen Menschen aus den Trümmern, brachten Wasser und sammelten Hilfsgüter.</p>
<p data-start="1030" data-end="1552">Häuser standen bis zum dritten Stock im schon festen Schlamm, ganze Dörfer lagen unter Muränen begraben, Menschen suchten verzweifelt nach Überlebenden. Gleichzeitig kam es zu Vergewaltigungen, Plünderungen und Gewalt. Hilfe und Solidarität standen Apathie und Anarchie gegenüber.</p>
<p>Der Präsident Hugo Chavez feierte derweil mit Fidel Castro seinen Wahlsieg auf seiner Militärinsel. Er selbst kam erst gegen 17:00 Uhr betrunken (Zitat eines damaligen Botschafters) wieder auf&#8217;s Festland.<br />
Wie stimmte Wahlergebnis mit den Herausforderungen der Menschen zusammen? Wäre das nicht damals die richtige Frage gewesen? Hätte man nicht auf eine Wiederholung der Wahl pochen müssen?</p>
<h3 data-start="1554" data-end="1712">El Niño</h3>
<p data-start="1714" data-end="2068">Die extrem starken Regenfälle, El Niño, kostete rund 80.000 Menschen das Leben, etwa 400.000 verloren ihr Zuhause (damals veröffentlichte Zahlen). Jeder suchte jemanden und bangte um das Überleben von Familie und Freunden. Technische Hilfe aus den USA –  Schwermaschinen zur Beseitigung der riesigen Felsbrocken, die ganze Dörfer unter sich begruben – waren schon auf hoher See. Chávez lehnte sie ab: amerikanisches Militär käme nicht auf seinen venezolanischen Boden.</p>
<p data-start="2070" data-end="2492">Die zunehmende Korruption verstärkte sich direkt nach Chávez’ Päsidentschaftswahl, wie u.a. das 14-tägige Aussetzen der Einfuhrsteuer für Luxusyachten. In der Mercedes-Niederlassung staunte man, als fünf große S-Klasse-Fahrzeuge bar aus Koffern bezahlt wurden. Auch der Wechsel der Führungsebene bei PDVSA, der staatlichen Ölgesellschaft – die vor Chávez als eines der bestgeführten Ölunternehmen weltweit galt – durch militärische Einheiten. Unmittelbar noch in der Naturkatastrophe startete die Zensur, Redakteure verabschiedeten sich öffentlich.</p>
<h3 data-start="2070" data-end="2492">Von der Demokratie zur Diktatur</h3>
<p data-start="2494" data-end="2762">Nicht sehr verwunderlich entmachtete Hugo Chavez den Kongress. Natürlich wurde auch enteignet, in den Häfen ebenso wie in der Ölindustrie. Die Situation verschärfte sich und dem Volk ging es zunehmend schlechter. Wer konnte verließ das Land. Das venezolanische Volk versuchte alles, Chávez auf demokratischem Weg aus der Macht zu heben – ohne Erfolg. Dazu gehörte unter anderem ein zweieinhalbmonatiger Generalstreik. Als er krank wurde, bestimmte er den Busfahrer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nicol%C3%A1s_Maduro" target="_blank" rel="noopener">Nicolás Maduro</a> zu seinem Nachfolger, der durch eine fragwürdige Wahl tatsächlich an die Macht kam – und blieb.</p>
<p data-start="2764" data-end="2944"><strong data-start="2764" data-end="2944" data-is-last-node="">Der Philosoph Odo Marquardt erläuterte einst &#8222;Zukunft braucht Herkunft&#8220;. In vielen Markenunternehmen ist das gelebte Praxis. Daher wünsche ich uns allen, den Blick zurück gepaart mit dem Blick in Utopien, um daraus Hoffnung zu nähren, dass Frieden, Würde und Menschlichkeit siegen.<br />
Ich wünsche uns allen, dass wir im Jahr des Feuerpferdes neue Wege finden und Altes hinter uns lassen.</strong></p>
<p data-start="2764" data-end="2944">Ich lebte und arbeitete von 1996-2000 in Venezuela, Caracas, u.a. lehrte ich als Professorin am Instituto <a href="https://www.prodi.org/escuela" target="_blank" rel="noopener">Prodiseño Caracas</a>, arbeitete für die <a href="https://caracas.diplo.de/" target="_blank" rel="noopener">Deutsche Botschaft Caracas</a>, Deutsch-venezolanische Handelskammer und für das <a href="https://www.goethe.de/ins/ve/es/index.html?wt_sc=caracas" target="_blank" rel="noopener">Goethe Institut Caracas</a>/<a href="https://asociacionculturalhumboldt.com/" target="_blank" rel="noopener">Asociacion Humboldt</a>.</p>
<h6 data-start="2764" data-end="2944"></h6>
<h6 data-start="2764" data-end="2944">Image: die Nationalblume Venezuelas: Cattleya mossiae, 1840, unbekannt</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Vertrauen – das wichtigste Kapital</title>
		<link>https://designkunst.com/vertrauen-das-wichtigste-kapital/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[designkunst]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Feb 2025 14:34:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Markenunternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[vertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen schenken]]></category>
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					<description><![CDATA[Jedes Unternehmen, das auf Dauer als Marke erfolgreich sein will, weiß: Vertrauen ist das wertvollste Gut. Es wirkt auf verschiedenen Ebenen – sei es bei&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Unternehmen, das auf Dauer als Marke erfolgreich sein will, weiß: Vertrauen ist das wertvollste Gut. Es wirkt auf verschiedenen Ebenen – sei es bei der Produktqualität, bei der Kundenkommunikation oder intern im Team. Doch am Ende ist Vertrauen immer eine höchstpersönliche Angelegenheit.</p>
<h3>Vertrauen kommt nicht per Dekret</h3>
<p>Vertrauen ist keine Einbahnstraße und schon gar keine Selbstverständlichkeit. Es lässt sich nicht erzwingen, sondern muss verdient werden. Das gilt für Unternehmen genauso wie für zwischenmenschliche Beziehungen und – ja, leider auch – in der Politik.<br />
Hier die sieben Grundpfeiler, auf denen Vertrauen ruht:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>• Ehrlichkeit &amp; Authentizität: </strong>Wer sich verstellt, wird entlarvt. Früher oder später.</p>
<p><strong>• Aktives Zuhören &amp; Verständnis: </strong>Zuhören ist keine Pause im Reden.</p>
<p><strong>• Verlässlichkeit, Verbindlichkeit &amp; Konsequenz: </strong>Wer A sagt, sollte auch B liefern.</p>
<p><strong>• Empathie &amp; Verständnis: </strong>Die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, ist Gold wert.</p>
<p><strong>• Klarheit, Transparenz &amp; Offenheit: </strong>Geheimniskrämerei und schwammige Aussagen zerstören Vertrauen.</p>
<p><strong>• Selbst Vertrauen schenken: </strong>Wer Misstrauen sät, wird kein Vertrauen ernten.</p>
<p><strong>• Kompetenz &amp; Werte: </strong>Ohne Substanz hilft auch das schönste Lächeln nicht.</p>
<p>Diese Prinzipien gelten überall – in Unternehmen, im Privaten und auch in der Politik.</p>
<h3>Vertrauen in der Politik – ein rares Gut</h3>
<p>Wenn Wähler:innen ihre Stimme abgeben, dann schenken sie einer Partei (und ihren Protagonisten) ihr Vertrauen. Doch mal ehrlich: Wie oft fühlt es sich wirklich so an? In der politischen Arena wirkt es manchmal eher wie ein Pokerspiel mit gezinkten Karten – Versprechungen hier, Beschönigungen da und am Ende bleibt das Gefühl, dass keiner so richtig die großen Herausforderungen anpackt. Und in diesem Jahr werden Versprechungen schon vor der Wahl gebrochen.</p>
<h3>Was wir brauchen?</h3>
<p>Vielleicht geht es Ihnen ähnlich wie mir. Wo nur soll man das Kreuzchen machen? Fast will ich provokativ behaupten, Parteien hätten ausgedient, zumindest dieses ständige, grundsätzliche Gegeneinander.<br />
Die Herausforderungen sind so groß, dass wir alle Kräfte benötigen, um sie respektvoll und super schnell zu bewältigen. Mit Zuversicht und gerne auch mit einer Portion Humor.</p>
<p>Denn wir brauchen dringend einen Kanzler (auf Gendern wird bewusst verzichtet), der Brücken baut, statt Gräben zu vertiefen. Der ehrlich, transparent und werteorientiert handeln kann – nach innen und nach außen. Jemanden, der die globalen Zusammenhänge versteht, aber auch mit Autokraten diplomatisch umgehen kann. Kurz: jemanden, der die obigen Prinzipien lebt. Vielleicht hilft ja auch Ihnen, die oben genannten Punkte als Anhaltspunkt heranzuziehen, wer als Kandidat geeignet wäre.</p>
<p>Noch besser wäre es natürlich, ja, schon fast ideal, wenn nicht nur der Kanzler, sondern auch seine Partei diese Werte nicht nur auf Wahlplakaten propagieren, sondern sie tatsächlich vorleben würde. Denn Vertrauen ist wie Porzellan: Schnell zerbrochen, aber sehr, sehr schwer zu reparieren.</p>
<p>Grundsätzlich wünschte ich mir, dass der Anspruch von Willi Brand laut hinausgerufen wird (übrigens gilt das auch in Unternehmen):</p>
<h3>»Mehr Demokratie wagen!«</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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