Hambacher Forst

#PflanztBäume für den Hambacher Forst

Nach einem Sommer, der den Bäumen gewidmet war und noch ist, berühren mich die Entscheidungen um den Hambacher Forst und münden in einer Vision: ein Wald auf allen sozialen Kanälen! Lasst uns einen Wald pflanzen! Jeder Post und jeder Beitrag von jedem und vor allem von jedem Politiker und jeder Politikerin wird mit Bäumen beantwortet. Statt dem letzten Essen, der letzte Segeltörn oder der gefundenen Weisheit, #pflanztBäume. So lange, bis der Hambacher Forst erhalten bleibt und das bereits gerodete Waldstück wieder aufgeforstet wird. Für eine saubere Energie, saubere Luft und für eine konsequent saubere Politik. Denn der Hambacher Forst ist überall. Die wissenschaftliche Fakten liefert Harald Lesch. Ein social media Wald. Ob das klappt?

#PflanztBäume für Bäume – Warum?
Weil Bäume viel mehr sind als nur Bäume, Material und Lebensraum. Bäume sind Symbolträger. Sie symbolisieren durch ihre Gestalt und ihr Wachstum die Entwicklung des Menschen und mit ihrer grünen Farbe das vegetative Leben der Natur. Die Gestalt des Baumes mit seinen Wurzeln in der Erde, dem aufsteigenden Stamm und der zum Himmel strebenden Krone ist ein Sinnbild für die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Die Krone ist das geistige Dimension und der Stamm mit seinen Wurzeln die Unterwelt oder das Materielle. Ein Baum ist also das Sinnbild, dass der Mensch die Dualität des Materiellen und des Geistigen vereinen kann.

© Sybs BauerVerschiedene mythologische Symboliken begleiten uns bis heute, sei es Weltenbaum für die Weltachse, der umgekehrte Baum – hier wird oft der Baobab-Baum mit seiner Entstehungsanekdote erzählt – der beweist, dass das Seiende und alles Leben sich aus dem Geistigen manifestiert oder die  fruchttragenden Bäume, die das Weibliche und Mütterliche symbolisieren. „Dem Baume kommt als Stätte der Wandlung und Erneuerung weiblich-mütterliche Bedeutung zu.“ (Jung, GW 13 § 418). Nach C.G. Jung beinhaltet der Baum noch weitere Bedeutungen: „Die durchschnittlich häufigsten, auf den Sinn bezüglichen Assoziationen sind wohl Wachstum, Leben, Entfaltung der Form in physischer und geistiger Hinsicht, Entwicklung, Wachstum von unten nach oben ( […] , der Mutteraspekt (Schutz, Schatten, Dach, Früchte zur Nahrung, Lebensquelle, Festigkeit, Dauer, Verzweiflung, auch: nicht-von-der-Stelle-können), Alter, Persönlichkeit und schließlich Tod und Wiedergeburt.“ (GW 13 § 350).

Und selbst der Mensch wird immer wieder mit Bäumen verglichen, wie in Psalm 92, 13: „Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.“ Die hohe Symbolik des Baumes liegt vielleicht auch in der Ähnlichkeit zu unserem Bronchial-Baum, zu den Lungen aller Lebewesen, den Strukturen unseres Ader-Systems und den Verästelung der Nervenbahnen.

Die Baumreihe kann fast unendlich fortgesetzt werden, als Freiheitsbaum, Orakelbäume und Christus im Lebensbaum. Die Eiche als Sinnbild für Festigkeit, Kraft, Beharrlichkeit und Männlichkeit im Gegensatz zur weiblichen Linde, die als Liebesbaum dient oder der Kirschbaum mit seinen zarten Blüten für die Vergänglichkeit der Zeit; der Ölbaum als Symbol des Segens und des Friedens zwischen Gott und den Menschen, der Palmzweig als Siegessymbol, die Zeder als Symbol des Erhabenen, der Kraft und des Hohen. Der Weihnachtsbaum, aus der alten Tradition während der Rauhnächte stammend, um mit grünen Zweigen dunkle Mächte zu vertreiben, oder der umtanzte Maibaum im Süden Deutschlands. So vielfältig und wiederkehrend wie Bäume sind die  Symboliken.

Tiefe Beziehungen bestehen zwischen Baum und Mensch. Unterstützt wird diese enge Verbindung durch neueste Forschungen, die die Kommunikation über das Immunsystem zwischen Baum und Mensch mit einem positiven gesundheitlichen Aspekt für unsere Gattung nachweisen und zum sogenannten Waldbaden einladen.

#PflanztBäume
Wir lieben Bäume.

Text und Bild: Sybs Bauer